52 Songs 2015 #43

52songs2015

In dieser Woche gab mir M. das Thema Acapella-Songs, welches ich verallgemeinern möchte zu Acapella. Ein Lied so ganz ohne Musik – also wie damals im Schulunterricht. Ach, was habe ich mich gefreut, als wir ab Klasse 11 oder so Instrumentalbegleitung vom Band hatten. (Ja, old-school-Kassetten.) In der Populär-Musikwelt ist Acapella-Zeugs aus meiner Sicht eher eine Randerscheinung, mit der ich nie wirklich etwas anfangen konnte. Ich denke da an Die Prinzen (damals) oder aktuell Pentatonix. Und dann erinnere ich mich an die 90er-Jahre, wo aufstrebende Boygroups ganz oft bei Interviews noch kurz etwas A-capella singen mussten, damit die Zuschauer auch den Eindruck bekommen, dass die Interpreten nicht nur wegen ihres Aussehens zusammengestellt wurden. Ach, Show-Business… damals… noch ohne YouTube.

Es gibt selten Acapella-Mixe von Songs auf deren Singles… öfter dagegen Instrumentals oder gar Karaoke-Version (mit Backing-Vocals). Taylor Swift hat sogar ganze Alben als Karaoke-Version im Angebot. Was für ein Dienst an die Fans.🙂 Ich vermute, dass ein Mangel an Acapella-Versionen vor ungewünschtem Sampling oder Remixen vorbeugen sollen. Aber da ich eh nicht so ein Freund von Gesang ohne Musik bin, stört mich das auch nicht sonderlich.

Vorteilhaft sind Acapella-Tracks, wenn man sich von den stimmlichen Qualitäten seiner Favoriten überzeugen lassen möchte – wobei mir da auch Acoustic-Versionen reichen würden. Okay, entsprechend schwierig fällt mir da nun die Wahl. Sie fällt auf ein Lied, welches nicht Acapella ist, allerdings so beginnt. Grandiose Stimme, Gänsehaut-Gefühl, Schnulzen-Alarm, Soundtrack und Welthit wären weitere Schlagwörter für… „I Will Always Love You“ von Whitney Houston. Dieser Song (und auch das Musikvideo) vom Bodyguard-Soundtrack aus dem Jahre 1992 sind ganz großes Kino – und für mich ein weiterer Beweis, dass die 90er-Jahre nicht so übel waren, wie es manchmal referenziert wird. Die Sängerin (und Schauspielerin) weilt seit 2012 nicht mehr unter uns. Das Ende ihrer Karriere habe ich mit Bedauern verfolgt. Dabei enthielt ihr letztes Album „I Look To You“ von 2009 trotz der „herunter-gekoksten“ Stimme ein paar leichte Hoffnungsschimmer unter den Songs. Na ja, die reale Tragik macht die kitschige Eskapismus-Ballade vielleicht sogar noch bittersüßer.

Für die YouTube-Geblockten noch ein anderer Link.

Es verbleibt musikalische Begleitung präferierend
F.

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