Ansichtssache: Birdman

Gerade noch rechtzeitig habe ich den Film vor den Oscars 2015 gesehen und kann demnach endlich mitreden. Ist “Birdman” ein Film des Jahres? Handwerklich auf jeden Fall. Dazu steckt zu viel Originalität in der Machweise, als das man die Dramödie auslassen sollte.

Für eine uneingeschränkte Empfehlung reicht es dennoch nicht, da die Thematik um das neurotische Schauspier-Dasein am Theater relativ wenig Zugang für Außenseiter bietet. Zwar schaut man der Besetzung dank genialer Kamerafahrten quasi über die Schulter, aber mehr als Kopfschütteln blieb zumindest bei mir als Reaktion nicht übrig. Hinzu kommt die Wirkung auf der Meta-Ebene – weil mit Michael Keaton, Edward Norton und Emma Stone der reale Bezug zu Comic-Verfilmungen gegeben ist. Sogar der Verweis auf 1992 sitzt nicht nur im Filmkontext um einen gealterten einstigen Megastar.

Fazit: „Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)“  fordert den Zuschauer mit kantigen Figuren und einer eigentümlichen Erzählstruktur. Belohnt wird man dafür mit origineller Kameratechnik und überzeugenden Darstellern. (8/10)

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