Logbuch : ein Drittel November in 2014

Wo ist nur wieder die Zeit geblieben? Oder aber: warum gelang mir dieser Eintrag nicht schon am vergangenen Wochenende? Mal überlegen…

20.11.14 : Der Donnerstag wurde wieder zum Kinotag. Anlass gab es in Form des jüngsten Teils der „Hungerspiele“. Und da ich die Karten bereits zwei Tage früher geholt hatte, war der Abend entsprechend entspannend. Nur war die Teilnahme von C. ungewiss, weswegen ich noch mehrere Kontakte anschrieb, inwiefern sich Ersatz finden lässt. Ein neuer typischer Donnerstag führt mich nach der Arbeit wieder in die Redaktionsräume von LOHRO, um Songs einzupflegen und bei der Gelegenheit zugleich auf den Sendeplan für den Freitag zu schauen. Und so tat ich dies auch, bevor ich mit G. und N. in die Stadt gang. Wir entschieden uns zur Einstimmung, noch ein kleines Mahl im „Schnelrestaurant zum roten B“ einzunehmen. (Ich hatte Gutscheine dabei.)
Zum Film „The Hunger Games: Mockingjay – Part 1“: Unsere Vorahnung (dank Kenntnis der Vorlage) wurde bestätigt – in doppelter Weise. Einerseits konnte aus dem schwächsten Teil der Trilogie kaum ein starker Film werden. Und dann entschieden sich die Macher tatsächlich noch für eine Teilung in zwei Filme. Das Resultat war ein langatmiger Beginn, wenig Spannung und ein Paradebeispiel an Antiklimax zum Filmende. Die darstellerische Leistung der Schauspieler war mir egal, obwohl ich mich durchaus als J-Law-Fan einstufen würde. Grund dafür war wohl auch die Tatsache, dass es so gar keinen Sympathieträger im Hunger-Games-Universum (mehr) gibt. Na ja, ein kleiner Lichtblick waren für mich noch nette Effekte. (6/10)
Gut, dass wir uns den Film durch ein kleines Regelwerk „aufwerten“ konnten. Gute Beispiele für viele „Aktionsmomente“ sind unter anderem, wenn das Wort „Spott-Tölpel“ gesagt wird, man das Logo sieht oder wenn „Kapitol“ gesagt wird.

21.11.14 : Frühschicht im Radio. Ich ehrte die Sängerin Björk, die an diesem Tag 49 wurde, mit ein paar meiner Lieblingslieder von ihr. Nachrichten-Frühschichtlerin H. kannte die Künstlerin gar nicht, was mich mittlerweile nicht mehr wundert. Stichwort Generationskonflikt. (Allerdings wohl auch Interessenkonflikt.) Ohne Musikfernsehen wäre ich in den 90ern wohl auch eher schlecht auf die fantastischen Musikvideos der Isländerin gestoßen. Und heute… gibt es ja das Internet. 😛
Nach der Sendung gab es eine kleine Hiobsbotschaft, dass der Beatbetrieb ausfallen könnte, wenn nicht in kurzer Zeit Ersatz gefunden wird. Ich opferte somit noch die Mittagspause und weiß nun, wie sich ein Tag mit 4 Stunden „on air“ anfühlt. Als Belohnung empfand ich die Möglichkeit, vielen „aktuellen Scheiß“ spielen zu können. (Stichwort David-Guetta-Release) Ach, und I. hatte sehr tolle vegane Gerichte in vier Töpfen anzubieten. Zu mindestens zweid davon hätte ich gern das Rezept. Und auch am Abend war ich wieder in der Frieda 23 zugegen, weil ich J. bei Rechner-Dingen helfen wollte. Erfreulicherweise war ich danach noch rechtzeitig auf dem Heimweg, um noch kurz einkaufen zu gehen. Eigentlich sah mein Plan eine Extraportion Schlaf vor und die holte mir noch – wenn auch nur eine Stunde, in der Hoffnung rechtzeitig zum fortgeschrittenen Abend wieder wach zu sein, um bei G. eine Episode „SchleFaZ“ zu schauen. Es gab „Sharknado 2“. Und ich kann mir gegenwärtig keinen Film vorstellen, auf den das Prädikat „schlechtester Film aller Zeiten“ besser zutreffen würde. Unfassbar trashig. Ironischerweise war ich mit meinem Schlafmangel am Ende noch der Munterste in unserer Runde. Als ich nach Hause ging, kam mir folgender Merksatz in den Sinn: Einen guten Freund erkennt man daran, dass er „Sharknado 2“ mit einem bis zum Ende gucken würde.

22.11.14 : Endlich ausschlafen. Und wegen Frühstück musste ich mir auch keine Gedanken machen, denn ein Aktionstag in der Frieda 23 versprach ein üppiges Brunch. Dennoch war ich ein wenig vom Andrang überrascht. In gemütlicher (Steh-)Runde probierten wir so ziemlich alles durch und ließen uns dann oben in den Redaktionsräumen nieder. Am Nachmittag bastelte ich an einer Auftragsgrafik für S. und fürs Abendessen teilte ich mir mit A. ein TK-Pizza-Doppelpack. Ich schaute noch kurz im Hackspace vorbei und war dann auf dem Weg ins Warmbad – beides etwas später als geplant. Von dort aus gingen wir noch am Stadthafen spazieren, wo das frische Wetter nicht gerade aufbauend wirkte.

23.11.14 : Highlights des Sonntages: ein spätes Kaffeekränzchen bei S., ein wenig Verwaltungstechnischen beim Treffen der Technikgruppe und Freizeitspaß im Hackspace.

24.11.14 : Den Wochenstart begann ich so spät wie möglich, wenn auch das für etwas Hektik am Morgen sorgte. Am Abend eilte ich wegen einer Besorgung noch kurz in die Innenstadt. Dort stellte ich hautnah fest, dass der Weihnachtsmarkt wieder mit altbekannten Attraktionen für Stimmung sorgte. Mir wurde das schnell zu viel. Zu Hause gönnte ich mir die „American Music Awards of 2014“ als Abendprogramm, wertete das noch kurz für mich aus und konnte die Rückkehr ins Bett kaum erwarten.

25.11.14 : Und wieder ein Früheinsatz – inklusive schlechtem Humor. Ein Arbeitstag mit Sonderpause wegen einem Planungstreffen. Training. Abendessen und der Versuch, noch etwas für die Abendgestaltung zu organisieren, was dann aber vertagt werden sollte. Sehr zur Freude meiner Müdigkeit. Sozusagen keine Lust auf gar nichts – außer Schlaf.

26.11.14 : Im Nachhinein würde ich mir fast dafür gratulieren, dass ich mir extra viel Zeit ließ. Denn das hatte ich schon lange nicht mehr geschafft. (Zu viel FOMO vielleicht?) Da hatte ich auch keine große Reue, den Tag mit leichter Verspätung zu beginnen. Die üblichen Termine konnte ich einhalten. Und am Abend machte ich seit einer gefühlten Ewigkeit wieder auf ins Konrad-Zuse-Haus, wo ich den Rest der IT-Career-Night mitnahm – sogar rechtzeitig zur Eröffnung des Buffets. Es war schön, auf ein paar bekannte Gesichter zu treffen und mal wieder ein paar Neuigkeiten auszutauschen.

27.11.14 : Hier ein paar Dinge, welche mir für den Donnerstag die Routine-Erscheinungen nahmen: ein unerwartetes Mittag auf Arbeit, die Verwertung von restlichem Zitronensaft als Teil eines eiligen Abendessens zu Hause und ein sehr politischer Filmabend im PWH. Anschließend hatten G. und ich eigentlich noch vor, irgendwo in der KTV einzukehren, woraus allerdings aufgrund Fülldichte nichts wurde. Was auch gar nicht die schlechteste Entwicklung war, …

28.11.14 : … wenn ein Früheinsatz auf dem Plan steht. Besondere Vorkommnisse? Negativ. Im Verlauf des Tages erreichten mich gleich (unabhängige) Anfragen wegen der Abendgestaltung. Aber die stand für mich schon seit Wochen fest. Nach der Arbeit machte ich wegen einem Geschenk erneut einen Umweg zu LOHRO. (Immerhin mal ein anderer Grund.) Und zu Hause tankte ich noch etwas Ruhe und suchte mir ein Kostüm zusammen, bevor ich mich auf die Suche nach P.’s Bleibe machte und zunächst auf A. traf. Zufälligerweise kam der entscheidende Hinweis von einem Mitbewohner, der gerade kurz draußen war. Zu erwähnenswerten Eindrücken des Abends zählen Dachfenster und die Fütterung von einem Echsen-Tier-Dings. Ach ja, und der Maskenball im Warmbad war auch gut besucht.

nov201429.11.14 : Dass ich nach so einer Partynacht rechtzeitig am Bahnhof war, erschien mir beinahe unheimlich. (Dass die Bahn im Zeitplan blieb, auch.) Auf der Fahrt erfreute mich Musik und die Natur, wobei der Schnappschuss am Rande entstand. Nach dem späten Frühstück holte ich noch ein wenig Schlaf nach, hatte auch keine großen Pläne. Stichwort Flexibilität. Als ich wieder aufwachte, erhielt ich gewissermaßen ein verspätetes Geburtstagsgeschenk. Denn zwei neue Madonna-Song, die vielleicht noch den Demo-Status hatten, sickerten ins Internet. Yay. 🙂
Zum Abendessen tobte ich mich in der Küche aus. Es sollte Risotto geben – und dies erstmals mit Brokkoli. Der Kochspaß begann mit einer fetten Panne: zu heißer Topf trifft auf Butter. Ganz schlechte Idee. Das fand auch der Rauchmelder im Flur. Beim zweiten Anlauf ging es dann besser. Und geschmeckt hat es auch. Das TV-Programm gab so gar nichts her. Aber ich hatte für den Unterhaltungswert eh bereits einen Film vorgesehen, den ich schon lange nicht mehr gesichtet hatte: „Der Sternwanderer“ (bzw. „Stardust“). Dieses Werk von Matthew Vaughn (nach der Vorlage von Neil Gaiman) ist für mich ein ultimativer Fantasy-Film. Da macht es mich beinahe etwas traurig, dass mir dieser Unterhaltungswert fast in Vergessenheit geriet.

Es verbleibt begeistert
F.

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