Logbuch : Zeitgefühl ade

Ich mag mich wiederholen, aber was für eine verrückte Zeit. (Und wie es aussieht, hatte ich bereits beim letzten Eintrag eine gewisse Vorahnung.) Die Fragestellung, ob sich Extreme noch übertreffen lassen, möchte ich da schon gar nicht mehr zulassen. Grund dafür war der vergangene Freitag… und somit Teil dieses Wochenrückblicks.

13.10.14 : Wenn jeder Wochenstart so entspannt sein würde wie dieser. Genüssliches Ausschlafen, eine Montagsrunde dort und keine Notstände auf Arbeit. Abschließend ein kurzer Einkaufsbummel, lecker Abendessen (mit Infotainment-Berieselung), Musik-Bloggerei im Schnellverfahren und erfreulich zeitige Ankunft im Schlummerland.

14.10.14 : Ich hätte am Montag tatsächlich fast vergessen, dass ich wieder eine „Frühschicht“ im Lokalradio auf dem Plan hatte. Das Aufstehen gelang mühelos, auch wenn ich nicht von Routine reden würde. Ebenfalls Mühe bereitete mir das Training am Abend, da mein Rücken leichtes Mimimi hatte, was für Übungen der Maximalkraft eine suboptimale Ausgangslage darstellt. Danach fiel ich nur so über mein Abendessen her und konnte mich sogar noch aufrappeln, um an der Veranstaltung über alternative Kommunikationsstrukturen teilzunehmen. Ich testete erstmals meinen neuen Thermobecher von M. – und ja, er tat was er verspricht. Der Tee bliebt heiß. Ebenfalls an dem Abend hatte mir ein Brauereiprodukt aus U.’s Herkunftort selten so gut geschmeckt. Ach, und wir lernten T. kennen, welcher wohl Gefallen an der hiesigen Vereinslandschaft fand.

15.10.14 : Der Tagesstart verzögerte sich um ein paar Minuten, was eigentlich kein großes Manko ist, mir dennoch etwas auf die Nerven schlug. Planmäßig ging es mehr oder weniger bis in den Abend weiter, bis das Protokoll der öffentlichen Musikredaktionssitzung abgeschlossen wurde und die Runde den Tag weniger informell ausklingen ließ. Zwar hatte ich ordentlich Material vorbereitet, welches sich aber bestimmt auch zu anderen Zeitpunkten vorstellen lässt.

16.10.14 : Am Donnerstag war ein Kinobesuch geplant, und dieser sollte dank dieser Planung auch einermaßen erträglich enden. Sonst hätte mir wohl das Vergnügen an der Neuverfilmung der „Teenage Mutant Ninja Turtles“ schnell verloren gehen können. Denn der Film war mir zu hohl, und das obwohl ich keine hohen Erwartungen hatte. Effekte allein machen keinen Film. Zumal hier wieder unnötig 3D eingbaut wurde. Wenn wenigstens der Humor gezündet hätte, aber so blieb mir gar nichts anderes übrig, als die dumpfe Charakterisierung zu verteufeln. Randbemerkung: im Jahr 2014 gehört der Satz „Die Stadt wird uns gehören.“ nicht mehr zu den akzeptablen Phrasen der „Bösewichte“. (4/10)
Ob dieser Reboot wie scheinbar „angedroht“ mit einer Fortsetzung versehen wird, kann mir zu diesem Zeitpunkt egal sein.

17.10.14 : frieda_party_okt14Ein Kinoabend gefolgt von einer „Frühschicht“ – funktioniert das? Na ja, es geht. Auch der spontane Sondereinsatz zur Unterstützung war nicht so wild, obwohl es meine Tagesplanung etwas durcheinander brachte. Und am Abend hätte ich mir auch wirklich gern noch kurz eine Extraportion Schlaf gegönnt. Aber nein, ich machte mich stattdessen auf den Weg zum LOHRO-Event mit dem schwierigen Motto „Nick Cave Party“. Nebenbei initiierte ich den Download des neuen OS X-Betriebssystems.
Deko-mäßig wurde ordentlich aufgefahren. Der Geruch frisch gestrichener Türrahmen machte mir nur anfangs Probleme. Die Musik war… interessant, vergraulte sogar den einen oder anderen tanzwütigen Gast. Dafür wurde viel erzählt. Und die Stunden vergingen. Irgendwann wurde abgebaut, ganze Sofas mussten „verstaut“ werden. Und dann waren wir in der KTV unterwegs. Abschiede mit mehr oder weniger Worten fanden statt. Bei S. gabs noch ein Käsebrot. Und bei der Ankunft zu Hause bilanzierte ich, dass mein Tag 26+ Stunden umfasste.

18.10.14 : Wirklich lange hielt ich es im Bett nicht aus. Das mag damit zusammengehangen haben, dass ich meine Tasche  vermisste und noch Brötchen vom Bäcker haben wollte, bevor diese da wieder ausverkauft sind. Ich war froh, dass S. schnell auf meine Nachricht reagierte und ich mit Tasche die erste kleine Einkaufstour unternehmen konnte. Die ursprüngliche Idee, an dem Tag in die Heimat zu fahren, hatte mir die Bahn ja bereits am Vortag vermasselt. (Und das pünktlich zum Start meiner neuen BahnCard.) Ich kehrte mit Brötchen zurück und ließ die zu Gunsten einer Schlafeinheit noch ein paar Stunden liegen. Bei seichten Klängen von Minnie Driver wuselten mir viele Gedanken und Traumszenarien durch den Kopf. Am späten Nachmittag holte ich mein Frühstück nach, sah „Real Time with Bill Maher“ und ging dann zum Radio, um ein paar Songs zu pflegen. Auf dem Doberaner Platz traf ich dann M., der wieder in der Stadt ist. Wir gingen kurz einkaufen und saßen dann in den Redaktionsräumen und redeten über Kanada, die Welt und das TV-Programm. Am Abend bekam ich Lust auf Film-Unterhaltung und sah doch tatsächlich einen weiteren Uwe-Boll-Film. Wirklich unterhaltsam fand ich „Postal“ aber trotz aller gesellschaftskritischer Untertöne nicht. Wenigstens verkürzte mir die erhöhte Abspielgeschwindigkeit das Warten auf den Abschluss dieses absurden Werkes.

19.10.14 : Mit Schadensbegrenzung fing mein Sonntag an. Denn ein Fertiggericht fand seinen Weg aus der Verpackung geringfügig in meine Tasche, wobei der Geruch noch der unangehmste Effekt ist. Lecker war das Essen dann doch noch. Der Nachmittag sah wieder ein Treffen der Technikgruppe vor. Wunderbares Herbstwetter verschönerte mir den Weg dahin.

Es verbleibt bemüht produktiv
F.

Advertisements

Schlagwörter: , , , , , , , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: