Logbuch : dann eben doch noch eine Sondersendung

Es sind wieder sieben Tage vergangen, die mich nachdenklich werden lassen. Warum? Weil ich ziemlich viel unterwegs war und ich mich in Situationen wiederfand, die mir irgendwie absurd erscheinen… und das ist nur meine Sichtweise. Aber der Reihe nach.

06.10.14 : Ich war froh, nicht früher aufstehen zu müssen. Und so war der erste Stopp des Tages bzw. der Woche die Montagsrunde im Lokalradio, was ich wohl bald als mein drittes Zuhause bezeichnen kann. Es wurden paar Themen für die Wochenplanung angesprochen, die bei mir zu neuen Terminen führten.
Am Abend traf ich mich mit A., mit der ich noch kurz eine Bekannte besuchte, welche zwei sehr entspannte Katzen besitzt, die sich scheinbar sehr schnell an neue Umgebungen gewöhnen können. Danach pendelten wir in eine Ecke der Stadt, die nahe an den S-Bahn-Gleisen liegt, und ich bekam erstaunlich exotisches Essen, zu dem ich mir unbedingt noch das Rezept aufschreiben werde. Den Filmabend konnte ich bedauerlicherweise nicht bis zum Ende mitmachen…

07.10.14 : … denn eine Frühsendung wollte vorbereitet werden. Und dies fiel mir wegen einer kurzen Nacht entsprechend schwer. Im Anschluss war ich mit D. noch kurz auf dem Campus Ulmenstraße, wo der Campustag wieder in eine ordentliche PR-Schlacht ausartete. Auf mich wirkte die Szenerie irgendwie befremdlich und das ich stellte ich mit Freute fest. Erfolgreich das Studentenleben abgewöhnt. Ich schaute bei den „Nachfolgekollegen“ des Fachschaftsrates vorbei und stellte mich mit D. für Goodie-Beutel des Studentenkellers an, welche mit Abstand am besten gestaltet und demnach begehrt waren. P. wies mich noch auf einen neuen Secret-Sugar-Track hin, in den ich am Nachmittag reinhörte.
Beim dieswöchigen Training am Abend erreichte ich in der einen Übung einen neuen Höchstwert, was ein zweifelhafter Erfolg ist, da ich einerseits kaputt danach war und andererseits beim nächsten Anlauf mit höheren Erwartungen herangehen darf. Egal… das Abendbrot war verdient. Und ich danach so müde, dass ich mich gleich hingelegt habe…
.. um gegen Mitternacht wieder aufzustehen, den Regen abzuwarten und dann Richtung Zwischenbau in die Südstadt zu gehen? Warum tat ich das? Es war A.’s letzte Abendsause in Rostock und sie mag nun mal House-Musik. Vor der Tür trafen wir noch einen anderen DJ, der eigentlich Vertreter für eine (violette) Schokoladenfirma ist, und den Unterschied zwischen Deep House und Minimal Techno kennt. Ich übrigens nicht. 😛

08.10.14 : Am Morgen nach so einer Nacht fühlte ich mich relativ gut. Der Arbeitstag wurde durch ein Treffen der Webgruppe unterbrochen. Nur am Abend beim Treffen der Musikredaktion machte sich die Erschöpfung schlagartig bemerkbar. Ich konnte das Nach-Hause-Kommen kaum erwarten, war davor noch kurz einkaufen, stellte noch Musik zusammen und fiel dann nur noch ins Bett.

09.10.14 : Diesen Donnerstag musste ich unerfreulicherweise früher beginnen – wegen dem halbjährlichen Routinetermin beim Zahnarzt. Leider hatte ich mir den Weg nicht im Vorfeld noch mal auf einer Landkarte angeschaut, weswegen ich wohl einen kleinen Umweg einlegte und schließlich hetzen musste. Als ich im Wartezimmer ankam, hätte ich mich am liebsten wieder hingelegt. Als ich dran war, wurde mich lediglich die „Kauleiste“ poliert, was auch ganz schnell ging. Anschließend nahm ich einen direkteren Weg in die KTV, zwang mich zu einer Trainingseinheit, bevor ich wirklich mit dem Tagesgeschäft begann. Und dieses wurde von meinem Engagement für eine Sondersendung etwas unterbrochen. Eigentlich wollte ich mich nach der Erfahrung vom September mich für solche Einsätze etwas zurücknehmen. Aber es ging um Musikwünsche neuer Studierender, und somit war die Vorbereitung und Umsetzung nahezu ein Klacks, was mich schon wieder etwas wunderte. Wer hätte gedacht, dass ich solche Aktivitäten in den Alltag einbauen kann?
Ursprünglich war noch ein Abendeinsatz in der Kunsthalle auf meinem Plan, weswegen ich einem Abend mit Freunden absagen musste. Missglückte Kommunikation ließ mich dann gewissermaßen zurück, weswegen ich es dann doch lieber vorzog, frühzeitiger nach Hause zu gehen. Dort aß ich noch eine Kleinigkeit, kam endlich dazu, die letzte Folge „Saturday Night Live“ zu sehen und war dann auch schon im Bett…

10.10.14 : … denn… ja, Morgensendung wieder halt. Und diese konnte ich einigermaßen ausgeschlafen angehen. A. überraschte mich und T. mit Kuchen, worüber ich mich sehr freute. Ich ließ es mir auch nicht nehmen, alle Musikwünsche zu erfüllen, was im Live-Betrieb sozusagen eine weitere Herausforderung ist. Nebenbei wurden schon Pläne für den Abend geschmiedet.
Und für diesen war ich noch kurz einkaufen, sah eine Folge der „Late Late Show“ und fand mich dann bei G. ein, wo wir nebenbei den „Patrioten“ Mel Gibson sahen, dessen Familie im Film verkleinert wird. Dann ging es wieder in Südstadt zu einer „Bad Taste“-Sause, die durchaus viel Anklang fand. Ein Highlight war wohl die Stelle, an der wir tatsächlich vier Songs in Folge vorhersagen konnten. Tja, in dem Musikfeld kann man uns wohl nicht mehr viel vormachen.
Ich darf damit feststellen, dass ich ausgerechnet an den Tagen spät abends unterwegs war, an denen ich extremst früh aufgestanden bin. Kann das Zufall sein?

11.10.14 : harbor_hro_okt14Endlich Wochenende. Und auch wenn ich mir Zeit bis zum Aufstehen ließ (verständlicherweise), war ich doch enttäuscht, dass der Bäcker meiner Wahl eine Stunde vorm nachmittaglichen Ladenschluss kein einziges Brötchen mehr hatte. Sollte ich wegen dem kleinen Luxus, Brötchen vom Bäcker meiner Wahl zu haben, wirklich noch eine extra Tour drehen. Dies verband ich dann mit der Gelegenheit, mir bei S.(1) ein Franzbrötchen abzuholen, welches sie mir am Freitag aus Hamburg mitgebracht hatte. Nebenbei verabredete ich mich S.(2), der mir überraschend via Couchsurfing schrieb, mit Freundin wieder in der Stadt zu sein. Und so bummelten wir am Nachmittag durch die Stadt – ich dabei noch mit Glitzer vom Vortag im Gesicht. (Keeping it classy.) Bei der Eisscholle, die dieses Jahr sogar über Winter geöffnet sein wird, probierte ich erstmals die Sorte „Weiße Schokolade“, die zwar so schmeckt, wie sie heißt, aber nicht unbedingt so das Erlebnis für meine Zunge war. Am Stadthafen fiel mir auf, dass es wohl vorerst schwierig werden könnte, dort Sonnenuntergänge mitzuerleben, da dort nun seit Freitag eine Ostseefähre zum Überwintern angelegt hat. (Das Foto ist von heute aus Sicht der LOHRO-Küche, deren Fenster durchaus klarer sein könnten.)
Als ich am Abend zu Hause war, konnte ich mich auch endlich meinen Brötchen widmen. Spontan meldete sich D. wegen einer Zusammenkunft in einer Kneipe. Daraus sollte aber nichts mehr werden, was ich gelassen aufnahm, da ich selbst total erschöpft war.

12.10.14 : Heute morgen fiel mir das Aufstehen etwas schwer. Einen Tee später wurde ich munter und machte mich auf den Weg in die Frieda 23, wo ein oppulentes Brunch aufgefahren wurde. Darüber hinaus gab es akustische Unterhaltung von Kat Jones, die es von den Staaten erstmals nach Deutschland verschlug. Trotz der Anmerkung, dass sie stimmlich vielleicht nicht in Topform sein würde, ließ sich davon nichts vernehmen. Intensives Hochleistungs-Tontreffen und -halten. Ich entschied mich spontan noch dafür, einen Teil der LOHRO Charts mit A. zu moderieren, und brachte die Künstlerin am Nachmittag zu ihrer Herberge, welche ich selbst von einigen Feierlichkeiten her gut kannte. Nebenher plauderten wir über ihre Eindrücke von Deutschland und ihre Heimat. Erneut ein Moment, der mich wundern ließ, was Zufall alles so anrichten kann.
In den Radio-Räumlichkeiten war für einen Sonntag viel Leben anzutreffen, unter anderem weil T. wieder Hündin T. mitgebracht hat. Stichwort Energiebündel. Und so lasse ich die Woche nun mit etwas Resterholung ausklingen, bevor mich die kommende Woche bestimmt wieder in der ein oder anderen Form fordern wird.

Es verbleibt mit vielen Eindrücken zum Verarbeiten
F.

Advertisements

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: