Logbuch : Horizont als schiefe Ebene

Nachtrag zum 13.07.14 : Am Abend besuchte ich noch S., wo sich noch mehr Besuch ankündigte, um das WM-Finale zu schauen. Entgegen meiner Intention sah ich dann doch noch einen ganzen Teil der ersten Halbzeit und empfand das Spiel bis dahin auch sehr spannend. Scherzhaft meinte ich noch, dass es bei einem Finale doch nur selten zu einer Verlängerung kommt. Als ich auf dem Heimweg war, schaute und hörte ich mich um – vorbeifahrende Lieferantenautos hatten den Radiokommentar zum Spiel an und an manchen offenen Fenstern oder auf Balkons wurde gejohlt bzw. diskutiert. Eine lustige Erfahrung.

14.07.14 : Ich muss wohl nicht angeben, wo ich war, als Deutschland zum vierten Mal Fußball-Weltmeister wurde. Jedenfalls sah ich die Überreste der Feierlichkeiten am Doberaner Platz früh genug. Eine 3-Stunden-Frühsemdung später wuselte ich noch ein wenig in den LOHRO-Räumlichkeiten umher, begutachtete meine Wackelpudding-Kissen und war dann auch wieder unterwegs zu meiner Erwerbstätigkeit. Am Abend wollte ich nur noch mein Bett sehen.

15.07.14 : Herrlich unspektakulär verlief mein Dienstag. Wohlgefühl durch Routine? Ja, manchmal kann ich mich daran erfreuen. Zum Abendessen gönnte ich mir ein paar TV-Inhalte, die ich noch „auf Halde“ hatte.

16.07.14 : Einen straffen Zeitplan hatte ich mir für Mittwoch gesetzt. Und dann wurde der Musikredaktions-Anteil spontan in den Nachmittag verlegt. Ebenfalls fast schon spontan legte ich noch eine kleine Einkaufstour zum Abend ein. bevor ich K. am Kino traf. Nach dem Ticket-Holen bummelten wir noch kurz durch den neuen Edeka-Markt in der Breiten Straße und waren von der Auswahl angetan.
Gleiches kann ich nicht vom Film sagen, der uns 3,5 Stunden im Kinosessel festhielt. Ich meine, ich hatte keine großen Erwartungen an „Transformers: Ära des Untergangs“. Und das war schon fast meine Rettung. Aber irgendwie reichten mir die Effekte nicht aus. Um ehrlich zu sein, kann ich mir nach 4 TF-Filmen nicht mehr vorstellen, was die Produzenten einem noch vorsetzen wollen, was nicht schon irgendwie zu sehen war. (Metroplex?) Eigentlich wollte ich wieder dieses Gefühl haben, eine Kindheitserinnerung frisch aufbereitet zu erleben. Aber irgendwie war der zynische Erwachsene in meinem Kopf tonangebend. Ich kann aktuell nicht mal sagen, ob der Film nur was für Fans ist bzw. ob man diesen Teil total meiden sollte. (4/10)

17.07.14 : Wenn ich an den letzten Donnerstag denke, welcher einen kleinen Sondereinsatz in den Redaktionsräumen beinhaltete, dann war mir vom ganzen Tag der Abend am liebsten, wo ich mich in alte und neue Musik einhörte bzw. ein wenig recherchierte.

18.07.14 : So hatte ich für den Freitag eine (aus meiner Sicht) gute Vorbereitung für den „Beatbetrieb“. Da merkte ich erneut, wie gern ich doch über Musik rede. Für den Abemd erhielt ich eine Anfrage zum Grillen am Stadthafen. Unsere Runde fand dann auch noch einen guten Fleck zwischen all den anderen Parteien, die sich das Gleiche für den Abend vornahmen. Irgendwie schaffte ich dann auch noch eine ganze Packung Grillfackeln im Alleingang. Zufällig traf ich noch K. und Z., die wohl bei dem Helgas-OpenAir waren. Mit N. machte ich dann noch einen sehr späten Zwischenstopp im REWE. Wir setzten unsere Runde auf dem Kanonenhügel fort und machten auf dem Heimweg noch einen kleinen Halt im Pirat. Alles in allem ein super Abend.

19.07.14 : Für meinen Start ins Wochenende brauchte ich noch eine große Extraportion Schlaf. Für ein kleines Auswärtsdinner in der Heimat suchten wir seit längerer Zeit mal wieder Gosch auf, wo es saison-bedingt sehr voll war. Na ja, ich bin immer noch nicht ein begeisterter Fisch-Esser, insofern hält sich mein Genuss-Empfinden ob so einer Speise in Grenzen. Aber es war schon okay bis lecker. Eine weitere Seltenheit gab es zum Tagesausklang – nämlich einen TV-Abend. Mir war nach „Invasion“, dem SciFi-Thriller mit Nicole Kidman und Daniel Craig. Wow, ist das ein „Clusterfuck“ von einem Film. Oder mit anderen Worten: das hätte ich mir sparen können. Und dann noch auf einem Privatsender – mit einer Tonne Werbepausen. Und ist euch mal aufgefallen, wie viele Werbespots für Webseiten kursieren?

20.07.14 : Ich muss gestehen, gemessen am Samstag wäre mein Wochenende ziemlich mies gewesen, wenn es nicht noch den Sonntag gegeben hätte. Der begann einigermaßen erholt und mit einem guten Frühstück. Dann verwaltete ich noch meinen Anteil an der Charts-Sendung, bevor es aufging Richtung Seebrücke. Mit der MS Adler Mönchgut unternahmen wir einen Fahrt zu den Kreidefelsen um den Königsstuhl. Und hui, war das Wetter passend. Bzw. vielleicht auch eher nur zum Teil. Denn Sonne und Wind sind ja eigentlich schön. Nur bringt Letzteres auch gern die See in Wallung. Ob das nun wie vorausgesagt Windstärke 4 oder wie dann gemunkelt Windstärke 6 war, ist mir relativ egal. Es war jedenfalls eine krasse Gleichgewichtsübung. Und für mindestens ein Drittel der Passagiere war es scheinbar auch ein Kampf mit dem Wohlbefinden. (Das Foto soll beispielsweise verdeutlichen, wie sich die Horizontale der Schiffsbrücke dank Wellen vom eigentlichen Horizont unterscheiden kann.)

bootsfahrt2014

Im Nachhinein bin ich froh, diese Tour nicht auf den unteren Decks verbracht zu haben. Bei einer Querwelle hörte man sogar schepperndes Geschirr. War sonst noch was? Ach ja, die aktuelle Folge „Real Time“ fand ich wieder sehr unterhaltsam. Und auf der Zugfahrt nach Rostock traf ich Z. wieder, die ebenfalls an der Kreideküste war – nur halt von Land aus. Zufälle gibt es.

Es verbleibt mit festem Boden unter den Füßen
F.

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