Musik am Freitag – schwächelnder Pop

Oje, was ist nur mit den Etablierten los? In diesen Tagen lassen „Künstler“ wie Kylie Minogue, Enrique Iglesias und Shakira neue Alben auf die Hörerschaft los. Und ich habe mal reingehört… und gehe der Reihe nach:

Kiss Me Once finde ich als Album-Titel ja schon fragwürdig. Aber was Kylie Minogue mit einer Schar an Textern und Produzenten (inklusive Pharrell Williams) zusammenklatscht, könnte kaum liebloser sein. Nein, ich habe keine hohen Erwartungen an eine Sängerin wie sie. Und ich gebe zu, dass mich bisher noch nie eins ihrer Alben auf Anhieb überzeugen konnte. Das kam beispielsweise mit X und Aphrodite erst später – Alben, die ich heute durchaus gut finde. Und vielleicht setzt die Eingewöhnung auch hierbei ein. Nur habe ich aktuell nicht mal die Lust, außer vielleicht „Into The Blue“ noch eins ihrer neuen Lieder ein weiteres Mal zu hören.
Ach ja, ein einzig annehmbarer Song versteckt sich noch unter den Bonus Tracks der „Special Edition“ – nämlich „Sleeping With The Enemy“.

Gut, was Erwartungen hinsichtlich neuer Musik von Enrique Iglesias angeht, bin ich echt nicht verwöhnt oder so. Seine „das Lied tu ich in eine Playlist“-Quote liegt unter 20 Prozent, um es nett zu formulieren. Und siehe da, das neue Album mit dem unfassbar abgedroschenen Titel SEX AND LOVE, welches natürlich ebenfalls durch tausend Mitmacher-Hände ging, bietet nur sehr sparsam eine Melodie oder Nuance für den hörbaren Alltagsgebrauch. Und das Duett mit Kylie Minogue, welches selbstverständlich auf beiden neuen Alben drauf ist, lässt sich als Unverschämtheit interpretieren, weil allein die ersten Sekunden durch das Überangebot an Autotune wie eine Parodie erscheinen.
Dabei bin ich ja durchaus zuweilen ein Freund billiger Party-Mucke aus der Retorte. Und hier verweise ich auf ein anderes Duett, welches mir nicht negativ auffiel. „Physical“ (feat. Jennifer Lopez) ist natürlich austauschbar bis zum Gehtnichtmehr… aber hat nen netten Beat… und schlägt die vielen Pitbull-Gast-Feature-Songs auf jeden Fall. 😛

Ganz frisch will nun auch Shakira wieder um Aufmerksamkeit buhlen. Dabei konnte ich die Vorab-Single mit Rihanna schon kaum ertragen. Mir doch egal, dass es für die deutschen Top-Ten gereicht hat. Egal, ich ging mit offenen Ohren (und selbstverständlich niedrigen Erwartungen) an das neue Album Shakira. (mit Punkt) heran. Resultat: dafür, dass ich echt kein Fan ihrer Stimme bin, erschien mir das Werk einen Tick hörbarer als Enrique und Kylie. Und ja, das schockiert mich etwas. Vielleicht liegt es daran, dass in dieser Auswahl Shakira die mit dem meisten Musikverständnis ist. Denn trotz der Gruppe an Produzenten mischt sich auch immer mal wieder ihr Name darunter.
Egal, mein Anspieltipp ist dafür wieder unter den Bonus Tracks der „Deluxe Version“ und heißt „Chasing Shadows“.

Eine Randbemerkung: Soll mir noch einer was gegen Madonna-Musik sagen 😀

Es verbleibt am Musikgeschehen interessiert
F.

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Eine Antwort to “Musik am Freitag – schwächelnder Pop”

  1. Ansichtssache: 2014 MTV Europe Music Awards | FM014 Says:

    […] Enrique, dessen letztes Album eher weniger Beachtung fand bzw. auch gern zerissen wurde (u.a. von mir). Und ja, es ist der Enrique, der sich mittlerweile gern eine Tonne an Produzenten und […]

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