Ansichtssache: Oblivion

Endlich wieder ein Science-Fiction-Film im Kino, könnte man sich denken. Wären da nicht die letzten Ausrutscher wie „Prometheus“ oder „Total Recall“ von 2012 noch schmerzlich in Erinnerung. Denn wogegen die technischen Tricks immer ausgereifter werden, stumpfen die Drehbücher zunehmend ab. Aber wie ist es nun bei diesem Werk?

Eins gleich zum Anfang: wer Tom Cruise absolut nicht mag, wird hier leiden – denn es ist wieder (mehr oder weniger) eine One-Man-Show seinerseits. Der Hochkaräter namens Morgan Freeman hilft da auch nicht viel.

Die Story bietet einen bunten Mix aus bekannten SciFi-Epen – unter anderem „Matrix“, „Terminator“, „2001 – Odyssee im Weltraum“ und (natürlich) „TRON Legacy“. Dies meine ich aber nicht negativ, weil so etwas auf viele neue Filme zutrifft. Und nicht zuletzt rätselte ich mehrfach, wie es mit der Geschichte wohl weitergehen würde. Stichwort Plot-Twists.
Kritisch muss ich jedoch zugeben, dass die Charaktere (wie so oft) auf der Strecke bleiben, wenn es um Tiefe und Sympathiewerte geht. Und der Film lässt sich sehr viel Zeit, um in Gang zu kommen. Das merkt man spätestens beim vergleichsweise kurzen Finale.

An der Besetzung kann ich nicht meckern. Soll heißen: auch ein anderes Alpha-Tier als Hauptdarsteller hätte die Handlung nicht besser werden lassen.

Kurzer Einwurf zu den Effekten: es ist wirklich selten, dass ich davon ausgehe, einen Film in 3D zu sehen, und dann an der Kinokasse überrascht werde, dass der Film gar nicht mit 3D ist. Dafür gibt es meinerseits einen Pluspunkt an die Produktion.

Aber auch sonst sind die visuellen Eindrücke, mit der „Oblivion“ ja bereits durch Trailer und Plakate wirbt, sehr schön umgesetzt. (Vom windstillen Haus in den Wolken mal abgesehen.) Ist zwar alles sehr amerikanisch, aber das sollte nicht verwundern. Der Rest der zerstörten Welt war bestimmt keinen Szenenwechsel wert. (Wobei es eigentlich schade ist, dass man solche Randszenen der Zerstörung als kleine Sequenz nicht eingebaut hat.)

Fazit: „Oblivion“ ist ein relativ harmloser SciFi-Remix mit eindrucksvollen Bildern und ein paar gelungenen Wendungen im Geschehen. Nur wirken die Figuren in diesem Drama ziemlich fade. (7/10)

Es verbleibt mit Vorfreude auf den nächsten Kinobesuch
F.

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