Ansichtssache: Black Mirror

Potzblitz! Wer dachte, dass die Briten SciFi nur gut mit blauen Polizei-Boxen hinbekommen, der hat wohl noch nicht von „Black Mirror“ gehört. Ich selbst habe davon erst kürzlich in Fefes Blog erfahren und konnte mir nicht viel darunter vorstellen – wobei der Titel mich an das erste Batman-Paperback von Scott Snyder erinnerte. Kurzerhand nutzte ich meine Freizeit, um mehr über diese TV-Serie zu erfahren.

Kurz zu den Eckdaten: von der Serie gibt es erst 2 Staffeln mit je 3 Folgen, die etwa 44 Minuten lang sind. Es gibt keine reguläre Cast und keine übergreifenden Themenkomplexe. Jede Episode ist wie eine neue Welt. Am besten könnte man die Serie mit „Outer Limits“ vergleichen – also eine Art Anthologie.

Der zusammenhängende Aspekt ist der Titel, der sich auf den Fortschritt in Technik (und damit in der Gesellschaft) bezieht. Denn ein „Black Mirror“ steht für nichts anderes als ein Bildschirm – also Computer, Flatscreens oder Smartphones. Und so kann man die Serie als zynische Reflexions-Satire betrachten.

In den bisherigen Folgen geht es dabei um Politik, Massenmedien, Überwachungsmanie, Gesellschaftsersatz, Folterstrafen und noch mehr Politik. Vieles davon im ersten Moment an den Haaren herbeigezogen, und dann doch irgendwie schockierend, weil man die Inhalte für die Zukunft vielleicht gar nicht als so abwegig betrachtet.

Erstaunlich finde ich dabei die Ideenvielfalt der Serie, die jede Folge zu einem mitreißenden Kurzfilm werden lässt. Auch die Produktion ist für (europäische) TV-Verhältnisse aus meiner Sicht sehr aufwendig.

Gerade die Pilotfolge hat (trotz unrealistischen Tendenzen) einen Schockwert, den man so schnell nicht vergisst, und kommt dabei noch ohne Science Fiction aus. Die restlichen Folgen bekommen zwar einen deutlicheren SciFi-Anteil, sind aber nicht so sehr auf Sensation ausgelegt.

Fazit: ich bin begeistert, dass es eine so sozialkritische Serie um moderne Technologie und deren Folgen gibt. Den Mix aus Thriller, Drama und SciFi finde ich sehr ansprechend und kann ihn Fans von Stoffen wie „Matrix“, „The Truman Show“, „In Time“ und „Der 200 Jahre Mann“ empfehlen. (8/10)

Es verbleibt mit erschreckend vielen „schwarzen Spiegeln“ ausgestattet
F.

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Eine Antwort to “Ansichtssache: Black Mirror”

  1. Silvio Says:

    Immer auf der Suche nach guten Serien. Werde ich mir mal anschauen. Danke dir!

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