Ansichtssache: Silver Linings

Nachdem der erste Film, den ich dieses Jahr gesehen habe, mich etwas verwirrt zurückließ, kann ich behaupten, dass der zweite für ein Lächeln sorgte. Gleich am Donnerstag war mir schon wieder nach einem Kinobesuch und so sah ich zum Starttermin „Silver Linings“ – einen Film, den ich erst nicht für voll genommen habe, der dann aber dank Hype im Ausland doch auf meinem Radar landete. Hier nun meine Gedanken dazu.

Silver LiningsWie so oft bei romantischen Komödien sieht man ein Paar auf dem Poster und denkt: aha, Hollywood-Star A und B spielen uns in Unterhaltungsprodukt C was von der großen Liebe vor. Daran ist eigentlich nichts schlimm, wenn die Auslese nach einer stimmigen Gesamtkomposition nicht so schwierig wäre. Ich erinnere mich da an einen Film, zu dem man sagte, dass dieser nur produziert wurde, um die Hauptdarsteller wieder ins Gespräch zu bringen (und damit aus der Vergessenheit zu holen). Soll heißen: es gibt viele Filme in diesem Genre, die das Geld und die Zeit nicht wert sind.

Wie sieht es nun hier aus? Ich bin der Meinung, dass man mit „Silver Linings“ einen 1A Film präsentiert bekommt. Die Geschichte ist nicht bahnbrechend neu, jedoch herzlich erzählt. Hinzu kommt, dass jeder Charakter (überwiegend) respektvoll in Szene gesetzt wird. Und wenn dann die Leistung der Besetzung stimmt, kann eigentlich nicht mehr viel schiefgehen.
Bradley Cooper hat ja bereits seit „Ohne Limits“ bewiesen, dass er auch jenseits von Action-Filmen was auf dem Kasten hat. Hier wirkt er abermals sehr glaubhaft – und das als geistig Gestörter. Auch Jennifer Lawrence bekommt es hin, den verschiedenen Facetten ihrer Figur gerecht zu werden. Und schließlich sollte ich auch Robert De Niro erwähnen, der hier ebenfalls glänzt.

Thematisch dreht sich bei „Silver Linings“ viel um Macken. Das geht von den kleinen Alltagsneurosen bis hin zu ernsten Problemen (Besessenheit, Manipulation, Sucht), die das eigene Leben stark beeinflussen können. Und auch, wenn man schnell sagen könnte, dass die Leute im Film eh alle verrückt sind, sieht der eine oder andere vielleicht auch viel Menschliches darin. Damit meine ich, dass „Silver Linings“ auf eine sympathische Art ziemlich glaubhaft vom Leben erzählt.

Fazit: eine liebenswürdige Geschichte mit hervorragenden Darstellern, die für lustige Momente sorgen, in einem kurzweiligen Film, der irgendwie nicht übertrieben wirkt. (9/10)

Es verbleibt positiv überrascht
F.

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