Ansichtssache: Looper

Die Woche fing sogleich mit einem Filmabend an. Mit „Looper“ stand ein Film auf dem Plan, den ich schon erwartet habe und bei dem mir die Wartezeit durch die ersten positiven Meinungsbilder aus dem Ausland erschwert wurde. Immerhin konnte ich den Kinogang letzte Woche nicht mehr einbauen (auch nicht am Wochenende).

So, wie ist der Film denn? Wow. Der Film ist grandios. Für unter 50 Millionen bekommt der Zuschauer ein Spektakel geliefert, welches ungeahnte Tiefen entwickelt. Low budget SciFi at its best.
Effekte gibt es entsprechend sparsam, aber das fiel beim Gucken überhaupt nicht ins Gewicht. Denn die wenigen Einblicke in die Zukunft haben ausgereicht. Für mich war das wie die Umkehrung vom 2012er „Total Recall“ – der hatte sehr wenig Inhalt und massig Effekte.

Nun gibt es neben der Problematik um die Zeitreisenden (aus dem Trailer) noch mindestens 2 weitere Handlungsebenen, die dem Film mehr Komplexität geben. Mit anderen Worten: der Plot bietet mehr Abwechslung, als man annehmen könnte. Dass Aspekte (der Zukunftswelt) nebenbei nur kurz angesprochen werden, gefällt mir ebenfalls, weil man sich dadurch auf die für die Geschichte wichtigen Dinge konzentriert.
Auch war das Ausmaß an drastischen Darstellungen so nicht abzuschätzen. Im Film gibt es Szenen, die ohne Weiteres in Horror-Filme eingebaut werden könnten. Also Vorsicht – Alptraum-Potential ist vorhanden.

Was weniger eine Überraschungstüte war, betrifft die Besetzung. Wirklich jeder Schauspieler hat abgeliefert. Darunter natürlich die Hauptdarsteller. Dank guter Schminke entwickelt Joseph Gordon-Levitt viel Ähnlichkeit mit Bruce Willis (abgesehen von den Augenbrauen).

Die Schwächen, die der Film auch hat, lassen sich anhand des Gesamteindrucks gut vernachlässigen. Dazu gehören ein paar Übertreibungen (mit Waffen) und ein deplatziert wirkender Beischlaf.

Fazit: Genre-Mix-Fans von Endzeit-SciFi, Film Noir (Krimi) und Western sollten hier ihre Freude finden. Es gibt Spannung, wohl dosierte Action und Drama. (8/10)

Es verbleibt mit Meinungsbild
F.

PS: der Regisseur hatte übrigens schon „Brick“ zusammen mit Levitt gedreht – ebenfalls eine Empfehlung für Noir-Fans.

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