Promises

Dieser Titel ist mir im Urlaub irgendwie ans Herz gewachsen – bzw. ich mag das gleichnamige Lied von The Presets nun mehr. Keine Ahnung, ob die Gruppe irgendwann zum Mainstream gehören wird, aber noch sind die eher ein Geheimtipp (aus meiner Sicht).

Und damit zu einem besonderen Wochenrückblick, da dieses Mal von meinem Urlaub berichtet werden kann.

Der Montag war noch relativ harmlos, auch wenn ich nach dem Wochenende erneut das Bedürfnis hatte, früh ins Bett zu gehen. Zuvor fing ich schon mal mit dem Packen an. Denn ich wusste im Voraus, dass es…

… am Dienstag schwierig werden würde, noch freie Zeit zu finden, da dieser Tag mit dem CouchSurfing-Treffen schon (mehr oder weniger) ausgebucht war.

Park

St Stephen’s Green, Dublin, September 2012

Am Mittwoch ging es also los. Früh aufgestanden. Ab zum Bahnhof. Ab zum Flughafen. Ab zum Bus. Als ich nach etwa 8 Stunden Anreise im Hotel ankam, hätte ich mich am liebsten gleich ins Bett gelegt. Aber die ersten Eindrücke der Umgebung bei Tageslicht wollte ich mir nicht entgehen lassen. Und so bummelte ich östlich von der Christchurch Cathedral durch das Zentrum von Dublin. Dort fand ich gleich den ersten „Off Licence“ Spar-Markt (früher gab es die hier auch) und habe mir ein paar Snacks und überteuertes Wasser gekauft. Dann fand ich eine Art persisches Döner-Restaurant, welches ich für den Abend als Gaststätte auserkoren hatte. Der beste Ort des Tages war jedoch das „St. Stephen Green“, ein schöner Park am Ende der Grafton Street. Die Flucht vor dem Verkehrslärm war mir da endlich geglückt. Abends war ich früh zurück im Hotel und im Bett, welches ich erst 11 Stunden später wieder verließ.

Der Donnerstag startete somit ein wenig später als vorgenommen und begann mit einem ausgiebigen Frühstück im Hotel. Danach erkundigte ich die westliche Region vom Hotel aus. Denn da sollte es zum Nachmittag/Abend wieder hingehen für das Konzert von Darren Hayes. Den Veranstaltungsort „Vicar Street“ fand ich dann auch gleich und kurz darauf eine Lidl-Filiale. Ein paar Ecken weiter wurde auch schon das Guinness-Storehouse ausgeschildert, für welches ich mein Ticket bereits online erworben hatte. Von da aus ging ich nördlich entlang der Straßenbahnlinie Richtung Hauptbahnhof. Dieser hatte im Kiosk sogar Comic-Hefte (von Panini) – eine wahre Seltenheit. Von da aus über den Liffey ist auch schon der Phoenix Park in Reichweite. Das Wellington-Denkmal konnte man von Weitem sehen. Ich bummelte da bis zur Phoenix-Säule und dann wieder östlich vom Zoo zurück. Auf dem Weg zum Hotel ging ich zum Thai-Noodle-Haus in der Nähe und hatte ein „Meal Deal“ (Nudeln mit Ente und Getränk). Danach kurz umgezogen fand ich mich am Nachmittag schon in der Schlange für den Soundcheck. Dort in der Gasse kam dann freundlicherweise die Vorband ()The Candle Thieves) noch raus und spielte ein paar Lieder akkustik, was sehr nett war. Der Konzertsaal der Vicar St. ist sehr übersichtlich und bot ordentliche Klangqualität (bzw. vielleicht war das Personal einfach nur gut). Die ersten Takte von älteren Savage Garden Songs waren live auch sehr schön. Dann kam Darren Hayes auf die Bühne und sang sich ein wenig ein. Und schon war der Soundcheck vorbei. Die VIPs (also auch ich) wurden dann in die Bar geleitet, wo wir unsere Freigetränk-Gutscheine verballern konnten und dann mit Käse und Crackern (sowie ein wenig Gemüse-Fingerfood und Dips) versorgt wurden. Danach wurden vom Fanclub die Goodie-Bags verteilt. Dann hieß es warten. Vor dem Konzert durften wir dann schon den Merchandise-Stand inspizieren. Und ja, ich wurde schwach. 😉
Zum Konzert: Ich stand zweite Reihe. Die Vorband ist auch mit Strom sehr hörbar. Und das Hit-Feuerwerk von Darren Hayes ließ dann wohl keinen Zuschauer traurig zurück. Ich nehme ihm nicht mal übel, dass das Konzert kürzer als erwartet war (keine 2 Stunden) und mein Lieblingslied („Talk Talk Talk“) nicht gespielt wurde. Dafür gab es immerhin mit „Affirmation“ meinen Lieblings-Savage-Garden-Song.

Am Freitag stand dann irische Kultur auf dem Plan. Gleich am Vormittag ging ich die Grafton-Street-Bummelmeile entlang und entschied mich dann für eine kurze studentische Führung über den Campus des Trinity College. (Hatte einen guten Erzähler erwischt.) Mit dem Kombi-Ticket konnte ich im Anschluss gleich die alte Bibliothek besuchen, die mich mit vielen Texte und Videos beschäftigt hielt, bevor ich die antiken Bücher dann endlich sehen konnte. Richtig beeindruckend ist der alte Saal im Obergeschoss (wie aus einem Indiana Jones Film). Fotos waren da leider nicht erlaubt. Zum Abschluss wurde man in den „Gift Store“ geführt. Und meine Güte, was wird da alles vermarktet.
Darauf wollte ich mit dem Merrion Square eine weitere „grüne Oase“ des Zentrums erkunden. Hätte nicht gedacht, dass ich mal so ein Parkgänger werde. 😛 Diese Anlage ist aber etwas enttäuschend, wenn man das „St. Stephen Green“ schon gesehen hat. Da in der Nähe sind auch ein Museum und eine Gallerie (mit freiem Eintritt), aber dafür fehlte mir die Zeit. Stattdessen bin ich noch kurz zum Hotel zurückgekehrt, um mich dann für den Besuch des „Guinness-Touristen-Hauses“ vorzubereiten. Nebenbei erwischte ich ein paar Regenschauer, die zum Teil auch heftig wurden. Die Guinness-Tour ist echt ein Erlebnis sowie der Blick von der Skybar (über Dublin und die Berge im Hintergrund) als auch der Merchandise-Laden.
Am Abend war ich im Temple Bar Stadtteil unterwegs, aß in einem Tschechischen Restaurant („Czech Inn“) ein typisches Gericht namens [keine Ahnung] (Teigteilchen in Käse-Sauce mit gebratenem Speck) und Kofola, eine Art Cola-Konkurrent mit einer Kräuternote. Danach war ich im „Bad Ass Cafe“, wo es eine Comedy-Veranstaltung gab. Die Witze waren ziemlich derbe und es wurde teilweise auch politisch.

Da der Samstag mein letzter richtiger Tag in Dublin war, wollte ich noch ein wenig von der Stadt sehen und nahm die Straßenbahn Richtung „The Point“. Keine Ahnung, warum die Haltestelle so heißt. Letztendlich kommt man damit zum Industriehafen-Ende der Stadt, wo das O2 und ein Odeon-Multiplex-Kino steht. Von da aus ging ich dann am Wasser entlang zurück Richtung Zentrum. Es wundert mich, warum im Banken/Business-Viertel neue schöne Häuser neben Ruinen stehen. Im Zentrum war ich dann kurz bei Clery’s (einem alten Kaufhaus), bevor ich dann direkt am Spire H. und J. (wie verabredet) traf. Zusammen sind wir dann durch die zweite große Bummelmeile (Henry Street) gegangen. Mein Mittag hatte ich im „Pieman Cafe“, wo es nach dem Motto „Look into my pies“ verschiedene Fleischpasteten gab. Ich hatte eine mit Rindfleisch und Guinness, dazu Honigmöhren und Sauce. Sehr lecker. H.+J. entschieden sich für Sausage’n Chips (im gegenüber liegenden Fish’n Chips Laden „Leo Burdock“), die auch gut waren (gerade in Verbindung mit deren Essig). Gut gestärkt waren wir kurz im „Forbidden Planet“-Laden (eine Comic-Shop-Kette, die ich schon in London besucht hatte). Sehr schönes Geschäft (für Geeks und so).
Dann stand die Jameson-Distillerie auf dem Plan. Tolle Führung (wenn auch sehr runtergebrochen) und Verkostung. Auch hier gibt es einen professionellen „Gift Shop“ – also wieder topp Vermarktung. Und auch die Whisky-Cocktails sind eine Pracht, wenn auch sehr teuer.
Danach fanden wir im St. Patricks Park ein wenig Rast, bevor es in die Grafton Street ging, wo ein paar Straßenkünstler ihr Können zeigten. Dort in der Nähe hatten wir bei einer Burger-Kette namens Abra (Slogan: Eat to the beat) unser Abendessen. Schließlich landeten wir wieder im Temple Bar Viertel, wie gleichnamige Temple Bar leider total überfüllt war. so dass wir im nahegelegenen Farrington’s unseren Tag ausklingen ließen. Der nette Barkeeper meinte es zwar gut mit seinen Empfehlungen hinsichtlich irischem Bier, aber mein Fall war das leider nicht. Auf der Fleet Street vor den Pubs war eine Band namens Mutefish der Publikumsmagnet. Wirklich genial, wie diese Künstler Folk mit Reggae und Punk mischen. Am späten Abend trennten sich dann unsere Wege. Ich ging ins Hotel und hatte wieder eine kurze Nacht.

Denn heute (am Sonntag) wollte ich ganz früh packen, frühstücken und am Flughafen sein. Eine gute Entscheidung. Denn da hieß es Anstehen. Es gab nur 3 Sicherheits-Check-Teams im Einsatz (und das bei 14 möglichen Rollbändern). Einen Zwischenstopp gab es in Kopenhagen, dem größten Flughafen Skandinaviens, wo ich einen ordentlichen Fußweg zum Anschluss-Flug hatte. Dann in Hamburg haben mich K. und M. abgeholt. Wir waren kurz bei ihnen und haben Kuchen gegessen (mein Mitbringsel vom irischen M&S), bevor ich dann zum Hauptbahnhof musste, um meinen Zug nach Rostock zu bekommen.

Und das war mein Urlaub.

Es verbleibt mit dem Versprechen, beim nächsten Eintrag mit weniger als 1000 Wörtern auszukommen
F.

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