Til Kingdom Come

Strike 1: ich habe „The Amazing Spider-Man“ gesehen. Strike 2: ich habe einen Coldplay-Song in dem Film erkannt (siehe Titel). Strike 3: ich habe sogar richtig geschätzt, auf welchem Album dieses Lied zu finden ist – nämlich „X&Y“. So, und damit gleich zu meinem Eindruck vom Film.

FilmposterKurzgefasst kann man sagen, dass dieser Film für die Spidey-Reihe das ist, was in Falle vom Dunklen Ritter „Batman Begins“ war – und zwar der Ansatz einer Neuerzählung (von vorne) mit düstererer Gestaltung. Sieht man vielleicht auch schon an den Filmplakaten.
Um auch gleich eine andere Frage zu beantworten: Brauchte man 3D dafür? Na ja, eigentlich nicht.
Und gibt es (wie so oft neuerdings) nach dem Abspann eine Szene? Ja, und zwar nach dem ersten Abspann (also wo die Zeilen noch nicht nach oben schweben) – für Fachleute: „Mid-credits scene“.

Wer leichte Kost wie Iron Man oder The Avengers erwartet, wird wohl überrascht sein, wie viel Drama (ziemlich gut) eingebaut wurde. Dafür sorgt die rundum gelungen zusammengesetzte Cast. Wie schon gesagt – da gibt es Parallelen zu „Batman Begins“.
Dazu zähle ich auch die Altersfreigabe. So wirklich kindgerecht (unter 12) würde ich den Film nicht einstufen. Es gibt da einige Szenen, die nicht unbedingt für bessere Träume sorgen. Dafür kommen Horror-Fans (in wenigen Momenten) auf ihre Kosten.

Weitere Punkte:
Effekte? Ja, solide, aber nicht bahnbrechend.
Musik? Hätte ich es im Vorfeld nicht gewusst, würde ich bestimmt James Horner vermuten.
Wackelkamera? Kommt zum Einsatz, aber gemäßigt. Zur Sicherheit sollte man lieber nicht zu weit vorne sitzen.
Plot? Gut, jedoch mit Abstrichen.
Humor? Ja, sparsam.
Stan-Lee-Cameo? Check.

Fazit: Dafür, dass die Entstehungsgeschichte von Spider-Man mittlerweile wie ein ausgelutschtes Bonbon schmecken könnte, wurde hier ordentlich nachgewürzt. Das Ensemble ist überwiegend sympathisch und die düstere Athmosphäre wird ausreichend aufgelockert. Ein unterhaltsamer Film mit ernsthaften Untertönen.

So, und hier noch kurz ein Absatz für Comic-Leser:
Also nach dem Film kann man die Real-Film-Umsetzung von Killer Croc auf absehbare erst mal streichen – bzw. das Produktionsteam hat sich vielleicht sogar von einem der letzten Batman-Spiele inspirieren lassen. Gleiches würde andersherum gegen Black Cat in einem Spidey-Film sprechen, was aber computerspiel-seitig schon abgehandelt wird.
Und wie schade, dass Marvel’s Film-Universum studio-technisch zerteilt ist.

Es verbleibt als fleißiger Kinogänger
F.

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