Mach die Augen auf

„Dass ich so viele Dinge nicht sehen kann, heißt nicht, dass ich sie nicht entdecken kann“
Es sind nicht nur Textauszüge wie diese, die Nena für mich mehr als erträglich machen – also ihre Musik. Und diesen Titel von 2007 finde ich auch sehr angenehm, spricht er mir doch gewissermaßen aus der Seele, was die abstinente Phase in diesem Blog angeht.

Was ist denn so passiert in all der Zeit? Das Bild verweist schon mal auf eins der Highlights, welches mich vergangenen Sonntag erwartete. Darf ich vorstellen? Mandarinenkuchen, nach einem Rezept von Chefkoch.de (leicht zu finden). Fazit: ultra lecker.
Oh, da meldet sich noch ein anderer neuer Bekannter in meinem Leben. „Autsch“ soll ich ausrichten vom Muskelkater. Dieser kann ganz schön aufdringlich sein. Grund für seine Bekanntschaft ist mein neues Hobby namens Training für Anfänger. (Und nein, dieses Mal kein Unisportkurs.)
Ansonsten war (neben ausreichend Arbeit) auf der Agenda: Kneipen-Quizzes, mehrere Film- und Kino-Abende (dazu gleich mehr), ein (Festhalten!) Fussball-Abend, ein Party-Wochenende (inklusive Schlafentzug mit anschließender Schlaf-Aufholjagd) und ein Lese-Abend.

Film-Kritiken, gefällig?
„The Grey“ : boah, war das eine Enttäuschung. Handwerklich zwar topp, und auch mit guten Darstellern/Charakteren. Dennoch scheitert das ganze Unterfangen an unrealen Rahmenbedingungen, die teilweise sehr absurd sind.
„Martha Marcy May Marlene“ : holla, der Film ist für ein Sozialdrama ziemlich krass und punktet ebenfalls mit guten Darstellern. Nur mit dem Ende bin ich etwas unzufrieden.
„Chronicle“ : Yes! Das ist mal ein Film, wie ich mir den wünschen würde. Unterhaltsam von Anfang bis Ende, ungewöhnlich in der Umsetzung und sehr mitnehmend bis zum Schluss. Absolut sehenswert für Fans von Mystery/SciFi/Thriller-Krams mit amerikanischen Teenagern. (Sogar über die kleinen Schwachstellen in der Handlung kann ich da problemlos hinwegsehen.)

So, Lese-Ecke! Es wird für mich wieder Zeit, lese-technisch in die Pedale zu kommen. Denn ich ertrage die „Hunger Games“ bald nicht mehr. Lediglich ein halbes Buch fehlt mir noch. Stoff für danach habe ich übrigens auch schon.
Von den vielen Comics mal ganz zu schweigen, die sich (wie könnte es anders sein) anstauen. Sogar ein Paperback traf neulich wieder bei mir ein. Passend zum Auftakt des Kino-Sommers hat es auch mit Marvel’s Avengers zu tun, wenn auch in einer anderen Version (Ultimate und so).

OK, nun zu weniger erfreulichen Themen, die mich schon seit Ostern beschäftigen. Im Wesentlichen verdanke ich viele der Anhaltspunkte einem Blog, welches ich hier mal verlinke. Aber Vorsicht! Manche Meldungen sind mehr als nur erschütternd. Es ist wie mit einigen informativen Vorträgen auf YouTube, die zwar reißerisch wirken mögen, aber selbst bei nur 20% Wahrheitsgehalt ihre Schockwirkung nicht verfehlen würden. Ach und, damit gleich zum nächsten Thema.

Ganz frisch aus dem „Schlagzeilen-Haifischbecken“ gibt es ein Prozess-Urteil, welches man getrost in die Tonne kloppen könnte – könnte, warum könnte? Ansichtssache. Schaut euch nur mal die Kommentare (in einem der vielen Foren) an. Ja, ich weiß, das sollte man vielleicht gar nicht erst tun.
Auf der anderen Seite ist es doch gerade die gelebte Meinungsfreiheit, die das Internet bereichert. Oder? Etwa nicht? Maulkörbe für Schwachmaten? Und wer darf das entscheiden?

Der Meinungssachverhalt erinnert mich an jüngste Meldungen im Umfeld einer politischen Partei, die dieser Tage wohl im Aufwind ist. Und im gleichen Zug twitterte genau dazu jemand „come in and burn out“. Das ist der Punkt! So ein Meinungsaustausch kann ganz schön anstrengend werden. Und das meine ich allein aus der Sicht eines Zuschauers.
Nach etwas Auszeit finde ich es ja relativ spannend, ein wenig Politik aufzuschnappen. Aber das jeden Tag mitmachen zu müssen, erscheint mir alles andere als erstrebenswert. Aber einer muss es ja tun, nicht? Nur rechtfertigt das nicht gleich die Vielfalt an „schlechten“ Vorschlägen oder Entscheidungen unserer Vertreter.
Klingt das etwas nach Verdrossenheit? Hm, vielleicht. Es ist nur so, dass der Frust nach so vielen Negativ-Meldungen nicht ausbleibt. Dies ist mitunter auch der Grund, warum ich eine Weile nichts dazu geschrieben habe.

Wenn man hinsichtlich des Weltgeschehens einigermaßen aufgeweckt am Ball bleibt, kommt mir das gelegentlich so vor, als würde man wie bei einem Film im Vorfeld mit Spoilern versorgt werden – also eine Spaßbremsen-Wirkung der besonderen Güte. Aber um den Depri-Flash einzudämmen: ich denke, das wird sich auch wieder geben. Wozu gibt es schließlich die Option des Eskapismus? Oder mit den weisen Worten: „Muss ja.“

Zum Abschluss widme ich mich noch kurz der „Fanpost“ (also Suchanfragen, die mir auf dem Dashboard angezeigt werden):

  • Welcher Song Madonna’s dritte Single-Auskopplung aus dem Album „MDNA“ werden soll, ist laut meiner Infos noch nicht eindeutig bestätigt worden. Aktuell gehe ich von „Turn Up The Radio“ aus.
  • „Richtig konstruieren im Süßwarenbereich“? Ähm, da bin ich überfragt.
  • „Kaffeesahne in Dosen meiden“? Wie bitte? Warum? Hat da etwa jemand kein Vertrauen in unsere Lebensmittelrichtlinien? 😉 Hallo? Wir leben in einer Welt, die uns täglich Bisphenol A um die Ohren haut. Da schreit doch auch (noch) keiner. Insofern: wenn es schmeckt, darf es auch aus Dosen kommen. (Ganz nach dem Prinzip „no risk, no fun“)

Gut, damit wäre das auch erledigt. Falls die Leserschaft sonst noch Fragen hat, immer her damit. (Könnte nur eine Weile dauern mit der Antwort.)

Es verbleibt mit mäßig wachem Verstand
F.

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