Spending my time

In meiner immer noch anhaltenden (wiedererweckten) Roxette-Fan-Leidenschaft bin ich erstaunt, dass ich diesen Titel hier noch nicht „verbraten“ habe. (Ich neige dazu, das vorher herauszufinden.) Passt auch so gut zum Wochenende. Denn da hatte ich Zeit. „Hatte“ weil es nun zu Ende geht.

Und was habe ich so angestellt? Gut, hier ein paar Einzelheiten: am Samstag habe ich ausgeschlafen (o, war das schön), war einkaufen, habe in Ruhe gefrühstückt, angefangen mit den ersten Episoden der ersten Staffel von „Game Of Thrones“, bin am späten Nachmittag in die Stadt gefahren, habe dort einen Subway-Gutschein aufgebraucht (Kekse!), bin nach Hause gefahren, habe gegessen und ein wenig gesungen, bin dann zum Treffpunkt (1) zum Café LOM aufgebrochen, traf nette Leute, die ich teilweise lange nicht mehr gesehen habe, bin dann wieder aufgebrochen (zu Treffpunkt 2), was mich zur „Trash Party“ (Motto: Fuck the music) in den Meli-Club brachte, wo ich mich dann vergnügt zu guter und schlechter Musik bewegt habe.
Und heute habe ich wieder ausgeschlafen (war aber irgendwie nicht so ausreichend), den Rest von „Game Of Thrones“ (Staffel 1) geguckt, Essen gemacht, eine Trash-TV-Sendung über „Prominente“ geguckt und über digitales Fernsehen gechattet, bevor ich nun an diesen Zeilen sitze.

Ach ja, die große Nachricht habe ich beinahe übersehen: am Freitag habe ich mein Ziel erreicht und das zweite Buch der „Hunger Games“-Trilogie ausgelesen. Fazit: beim Ende verkackt die Autorin erneut. Folge: ich musste danach mit Buch 3 beginnen, um noch einigermaßen zufrieden ins Bett gehen zu können.

Dieser Zusammenfassung entnehme ich: jawohl, nicht nur ist mir das mit dem Lesen geglückt. Ich habe es zudem wider Erwarten noch (knapp) rechtzeitig vor Beginn der zweiten Staffel geschafft, mich an diese beliebte Fantasy-TV-Serie heranzuarbeiten. Alles, was dafür geopfert wurde, betrifft so nichtige Dinge wie Ordnung im Zimmer und Abwasch.
Und das macht mich dann doch ein wenig traurig. Mehr Planung also beim nächsten Versuch? Oh Ikone, nein! Mein Wochenende verbringe ich lieber planlos mit Pausen am laufenden Band, als mir einen Fahrplan zu basteln, der dann in Stress ausarten könnte.
Aufräumen kostet manchmal etwas Überwindung – vielleicht schaffe ich das in der kommenden Woche, die auch nur zu 60% verplant ist. (Darunter zählt unter anderem die fast wöchentliche Inspektion eines Kinosessels in hiesigen Lichtspielhäusern.)

Aktuell denke ich gerade an das Fernsehen allgemein, welches früher einst zu meinen liebsten Hobbies gehörte und heute (leider) immer mehr verhasst ist. Damit sind nicht nur endlose Werbepausen und idiotische Anruf-Spielchen gemeint. Es ist der furchtbare Umgang mit TV-Serien sowie Filmen (Sendeplatz und Zensur), die „Nacht-Fixierung“ von informativen Reportagen und die Übermacht von „Scripted Reality“.
Nicht zuletzt die Nachricht über eine weitere Absetzung von „Harald Schmidt“ sorgte dafür, dass ich mich gefragt habe, was in den Chefetagen der Sender so abgeht. Es gab mal Tage, da konnte ich die Sendung kaum erwarten. Und heute nehme ich so eine Meldung mit überragender Gleichgültigkeit auf, weil mich das Programm überwiegend nicht die Bohne kümmert. (Da lese ich lieber ein Buch.)
Stattdessen habe ich vor Kurzem ein paar Folgen der „Daily Show“ mit John Stewart gesehen, die mir aufzeigten, dass auch im Vorzeige-Land des Entertainment solche Formate teilweise sehr belanglos erscheinen, weil es wie ein Gehetze nach Pointen und Effekthascherei wirkt. Bzw. in besagter Sendung gibt es Ausschnitte, die mich wirklich schockieren. Warum? Ich habe den Eindruck, dass die USA hinsichtlich meinungsbildender (und damit manipulierbarer) Medien dermaßen hochentwickelt sind, dass mir die Worte ausgehen. Und dann so oft dieses „Zack-Zack noch ein Interview-Gast“-Getue (im Sinne von Hektik). Der arme Gast wird dann mal eben knappe 5 Minuten mit teilweise idiotischen Fragen bombadiert, um dann bei der nächsten Werbepause zu verschwinden. Ich glaube, gute Interviews funktionieren im TV bald gar nicht mehr, bei all den Einspielern und Pausen. (Stichwort wertvolle Sendezeit) Für Zuschauer wie mich ist die Erkenntnis dabei natürlich frustrierend.

OK, und weil ich eh schon mindestens 30 Minuten länger plotte, als ich wollte – noch ein Nachschlag. Deutsche TV-Show-Prominenz wird ebenfalls zum Hass-Objekt für mich. Damit meine ich, dass ich immer weniger von diesen „Knopfdruck-Grinsern“ leiden kann. Damit fühle ich mich selbstverständlich in der Minderheit. Denn wenn es vielen so gehen würde, hätten wir nicht diese Moderatoren/Formate zu ertragen. Nein nein, einzig und allein das Abschalten ist in solchen Fällen ratsam.
Eigentlich müsste ich mich also gar nicht aufregen, weil ich mich doch so selten von der TV-Kiste berieseln lasse. Nur leider treffe ich bei den wenigen Gelegenheiten oftmals auf Pappnasen wie Geissen, Pilawa, Schreil (+Bohlen), Opdenhövel, Lanz, Kerner etc.

So, um nicht mit diesen Namen am Ende zu sein, kurz noch zu „Game of Thrones“: In einem kurzen Funken der Kreativität überlege ich, ob ich nicht auch eine epische Saga entwickeln könnte. Wie ich Bösewichte oder Monster nennen wollen würde, habe ich ja bereits aufgezählt. 😉

Es verbleibt mit Zeit
F.

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