Drink

Der heutige Titel verweist auf die aktuelle Single von Lil Jon, die mit Unterstützung der Gruppe LMFAO erfolgsversprechend erscheinen mag, jedoch zu sehr nach deren früherer Kollaboration „Shots“ vom LMFAO-Album (und auch sonst irgendwie uninteressant bzw. plump) klingt. (Hab da meine Hausaufgaben gemacht.) Zudem ist der Titel eine Anspielung auf mein Wochenende, welches mit massenweise Tee, Wasser und Saft begossen wurde, weil ich erkältet bin. (Es musste ja so kommen bei dem Gehuste in der Gegend.)

Und was passierte sonst so? Meine Woche war erneut ziemlich verplant, was teilweise für Erheiterung sorgte, jedoch auch irgendwann anstrengend wurde.
Ich denke, das Highlight war „Kurt Krömer live“ am Dienstag, denn bei dem Humor kann ich lachen. Zwar hatte der Comedian keine großen Bildschirme und war daher nur in klein und echt zu sehen, aber alles andere war ziemlich perfekt – also jeden Cent wert.
Zu den weiteren Abenden zählten auch in dieser Woche mehrere Kinobesuche. Und wer denkt, drei Abende in der Woche sind schon viel, sei gesagt, dass ich heute beinahe ein weiteres Mal ein Lichtspielhaus aufgesucht hätte, was aber kurzfristig ausfiel. Also hier nun die Film-Ecke:
Bin ich froh, dass ich mir „Haywire“ nicht habe entgehen lassen, denn der Film war für mich nahezu perfekt, auch wenn die Kritiken im Netz eher durchwachsen sind. Ich mag den Stil von Steven Soderbergh, der hier eine Mischung aus „Ocean’s Eleven“ und „The Bourne Identity“ abliefert. Fazit: spannendes Agenten-Drama mit toller Hauptdarstellerin.
Weniger spannend, umso dramatischer verläuft die Geschichte in „Shame“, bei dem der Zuschauer einen Einblick in das Leben eines gut situierten New Yorkers erhält. Trotz „zwischenmenschlicher Kontakte“ lebt dieser kein traumhaftes Leben. Fazit: bestürzend, irgendwie intensiv und sehr ernst.
Für leichtere Kost sorgt dieser Tage das „Best Exotic Marigold Hotel“ in den Kinos – eine wunderbare britische Komödie um Indien und rüstige Rentner mit ihren Eigenarten. Fazit: sehr unterhaltsam und voller Exotik (für europäische Verhältnisse).

Auch gelesen habe ich wieder – und zwar eine abgeschlossene Mini-Serie um Marvels „Junior-Version“ der Avengers, die ziemlich lange in der Mache war (dafür aber ohne Ersatz-Zeichner auskam). Leider war die Optik auch das Beste an „Avengers: The Children’s Crusade“, denn obwohl Autor Allan Heinberg sonst ein Händchen für glaubhafte Charakterisierung hat, verzettelt er sich hier mit Schocker-Momenten und Auflösungen. Überhaupt fand ich die Grundhandlung nur bedingt interessant. Dass dies nun zu einer Reihe von Konflikten führte, ging mir dann irgendwann auch auf die Nerven. Grundlose Kämpfe zwischen Superhelden, weil man keine Zeit zum Ausreden einräumt, ist ein sehr überreiztes Thema. Auch die Verluste wirkten nahezu erzwungen. Fazit: die Serie kann man sich (trotz Rückkehr und Ableben von Figuren) echt sparen.

Was ich mir nach gut 500 Wörtern nicht sparen werden, betrifft ein neues Hobby. Und zwar habe ich Podcasts für mich entdeckt – also frei erhältliche Audio-Aufzeichnugen von Monologen oder Gesprächen.
Ich habe ja hier die Kategorie „easy blogging“, welche für Einträge bestimmt ist, die sich praktisch selber schreiben. Dieser Eintrag wird nicht darunter fallen, weil ich in den vergangenen Tagen (dank der Verlinkung durch P. bei G+) auf einen Podcast-Beitrag gestoßen bin, der doch ziemlich ernst ist. Und ja, ein paar relevante Punkte davon möchte ich hier vermerken.
Dazu zunächst die Erinnerung, dass Zweifel prinzipiell nichts Schlechtes sein muss. Also nur, weil ich hier ein paar Aspekte anführe, bedeutet das nicht gleich, dass es richtig oder falsch sein muss. (Stichwort Hinterfragen)
Es gibt Zeiten, da wäre es mir beinahe lieber, politisch weniger aufgeschlossen zu sein, gerade wenn man von Dingen im Bereich „Beeinflussung“ hört, wie ich sie hier zusammenfassen werde.

  • Macht so etwas wie „Fraktionszwang“ eigentlich Spaß? Ich meine, wäre es nicht ehrlicher, wenn die „Volksvertreter“ so abstimmen, wie sie denken? (Oder bin ich da zu idealistisch?)
  • Ein Lehrsatz aus dem Podcast, den ich hoffentlich behalten werde, ist „Gewinn wird gern privatisiert, Verlust dafür sozialisiert“ – einfach mal drüber nachdenken.
  • Wie irrational ist der Glaube daran, dass man selbst im Nu zu „den Reichen“ gehören könnte, weswegen man es der „Oberschicht“ nicht so schnell übel nimmt, wenn diese es sich gut gehen lässt?
  • Wie stark finden psychologische Mechanismen, die man auch Verkäufertricks (wie „Bait-and-Switch“) nennen könnte, soziale Akzeptanz – unabhängig, wie stark diese dank Lobbyismus in der Politik vertreten sind? Beispiele dazu gefällig?
    „Zustimmungen lässt man sich am besten schriftlich geben.“
    „Erst kommen teure Vorschläge – als Kontrast zu den sinnvolleren Angeboten.“
    „Geschenke führen zu Schuldgefühlen, die sich ausnutzen lassen.“
    „Runterhandeln erzeugt Druck, bei der Kaufentscheidung zu bleiben.“
    „Nach anstrengender Einigung lassen sich Last-Minute-Änderungen gut durchkriegen.“
  • Wie kann man sich vor gekauften Experten als Beratern schützen?
  • Und dann noch eine wichtige Fragestellung: „Triggert die Präsenz einer Begründung die Akzeptanz?“ Soll heißen: Gelingt es mit dämlichen Formulierungen (die bei genauerer Betrachtung auch sinnfrei sein können), eine Maßnahme mit Murren hinzunehmen?
  • Dann wäre da noch die Thematik „Geldfluss für Empfehlungen“ mit Ausprägungen wie Payola bei Musik oder Kickback-Zahlungen bei Vermittlern.

Nun etwas aus der Abteilung „Vernetzung“: ich habe wieder ein paar neue „Follower“ bei Twitter gewonnen, welche mir aber irgendwie sehr „unpersönlich“ erscheinen. Bringt es der PR von irgendwelchen Firmen-Accounts echt so viel ein, wahllos Hunderten von Leuten zu folgen – in der Hoffnung, ein Prozentsatz erwidert das Abo?

Und schließlich noch der Vermerk, dass ich beim „Spiel Gläserner Mensch“ wieder ein neues Level erreicht habe, indem ich mir gestern eine Treuekarte meiner favorisierten Bäcker-Kette zugelegt habe. (Gabs im Sonderangebot.)

Es verbleibt mit ausreichend Teetassen
F.

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