Gang bang

Leute, ihr werdet sicher enttäuscht sein, wenn ihr erfahrt, dass sich der Titel auf einen bis dato von mir noch nicht gehörten Madonna-Song (von demnächst erscheinenden Album „MDNA“) bezieht. Warum verweise ich dann hier darauf? Na ja, mittlerweile gibt es die ersten Kritiken zum Werk – inklusive Songtext-Passagen – und dabei fiel mir dieses Lied auf. Mit „Hell“ und „Bitch“ scheint da ganz schön was aufgefahren zu werden. (Vorfreude)

Ganz schön „angepisst“ hat mich gestern folgende musikalische „Glanzleistung“: Auf dem Heimweg kam mir ein Lied von Prince in den Sinn, welches auf seinem Album von 1995 zu finden ist. Und genau da hatte ich die Idee, doch mal eine digitale Verkaufsstelle für Musik aller Art aufzusuchen. Ergebnis? Weder auf iTunes noch bei Amazon zu finden. Vielleicht doch die CD erwerben? Geguckt. Betagter Skandinave! Über 80 Euronen?! Ich wollte nur das Album/Lied von Prince und nicht gleich seine ganze Diskografie! Das ist alles andere als „goldig“. 😦 (Na ja, ich werde wachsam bleiben.)

Ich schreibe ja nicht selten über Filme und so wird es wohl keinen wundern, dass hier wieder so ein Thema folgt. Gestern war ich (relativ spontan) zur Vorpremiere von „Die Vierte Macht“, einer mehr oder weniger heimischen Produktion. Und ja, wenn es um deutsches Kino geht, bin ich selten glücklich. Hier aber vertraute ich auf erste positive Kritiken und… wurde nicht enttäuscht.
Der Film ist durchaus kino-würdig sowie sehenswert, überzeugt mit Schauspielleistung und einer packenden Geschichte, die einigermaßen glaubhaft ist. Käme das aus Amiland, könnte man von einem durchschnittlich bis guten Polit-Thriller reden. Da es aber von hier stammt, muss man schon mehr Lob an die Produktion richten. Denn so kann es ruhig weitergehen.

Und nun wieder eine Episode aus „in was für einer Welt wir leben“: In Afrika geschehen viele grausame Dinge. Und ein charismatischer Amerikaner (davon scheint es echt eine Menge zu geben) widmet sich einer Region (bzw. dem Problem dort) mit Leidenschaft… seit Jahren… und mit beachtlichen Erfolgen. Kürzlich startete er über das Internet die Kampagne „Kony 2012“ (via den Verbund „Invisible Children“), um Aufmerksamkeit zu bekommen. Alles eigentlich nicht schlecht und irgendwie lobenswert, wenn man sich den 30-minütigen Clip ansieht, welcher auch sehr gut produziert ist. Wieso dann „eigentlich“? Es geht doch um einen guten Zweck.


Ja, aber heiligt der Zweck, einen Kriminellen mit Kindersoldaten stoppen zu wollen, das Mittel, die Einnahmen zu einem nicht unerheblichen Teil für die PR der Organisation und die Ausstattung des einheimischen Militärs zu nutzen? Eine unschöne Lage, in der man als Außenstehender gedrückt wird. Wegsehen ist schlecht und einen Krieg bzw. Militarismus finanzieren lässt einen auch nicht ruhiger schlafen.
Im Promo-Video erklärt der Initiator der Aktion seinem kleinen Sohn die vereinfachte Form des Sachverhalts. Aber leider ist Politik nicht einfach. Jedenfalls finde ich den Ansatz sehr gut, weswegen ich hier über das Thema schreibe, was ja ebenfalls der Aufmerksamkeit dient. Nur möchte ich im gleichen Zug darauf hinweisen, dass Abwägen oft besser ist, als einfach (unbedacht) auf einen Wagen aufzuspringen, weil der Grund so gut klingt. Wie heißt es so schön – „Der Mensch ist immer Mitmensch„, kann also auch gern zum Mitläufer werden, sollte dies aber besser überlegt tun. Wir haben unseren Verstand nicht umsonst.

Es verbleibt in keiner Gang
F.

PS: noch kurz auf den Kalender geschaut – allen Leserinnen noch einen schönen Frauentag!

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