Crushing digits

Ja, zur Abwechslung ist der Titel mal eher ein Album als ein Song. Und zwar höre ich gerade Musik der Band „Veto“ – was ich schon seit einiger Zeit auf der ToDo-Liste hatte. Ja, zum Jahreswechsel fallen bestimmt einigen Leuten Dinge ein, die man vielleicht nochmal in Angriff nehmen sollte. Stichwort Vorsätze.

So, bevor ich zum eigentlichen Anliegen dieses Eintrags komme, vielleicht kurz zur Info, was so bisher geschehen ist: nicht viel. Ich verbrachte überdurchschnittlich viel Zeit an einer Spielekonsole – meine Güte, neben Weggeh-Abenden und Club-Marathons ist das wirklich ein einfacher Weg, sich mal wieder wie ein Teenager zu fühlen. Das nur mal ganz wertungsfrei als Anmerkung aus der Sicht eines Geeks.
Ein anderes Highlight war selbst gemachtes Coq au vin (Hähnchen in Weinsauce) – sehr zu empfehlen! Nur mit den Beilagen bin ich noch unschlüssig. Griechische Reisnudeln müssten es nicht sein, Kartoffeln passen da schon eher. Und es gab Berichte, das mit Weißbrot zu servieren.

Mehr oder weniger serviert bekam ich in jüngerer Vergangenheit eine Frauenzeitschrift – zwei Anmerkungen dazu: einmal war ich neugierig, und dann nehme ich auch manchmal gern mit, was man mitnehmen kann. Jedenfalls habe ich die neulich durchblättert – zum Lesen hat es bisher nicht gereicht – und war doch teilweise sehr frustriert, was mir da so an Inhalten geboten wird.
Bevor ich zu den Auszügen komme, möchte ich klarstellen, dass mir sehr wohl bewusst ist, dass der Zeitschriftenmarkt viele Lesergruppen umfasst. Daher gibt es auch ausreichend andere „Exoten“, die man kritisieren könnte. Aber ich widme mich hier nun mal aus gegebenem Anlass einer Hochglanz-Zeitschrift, die aus meiner Sicht nicht unbedingt als Nischenprodukt für Randgruppen abzustempeln ist (anders als beispielsweise WIRED). Nein, es ist aus meiner Sicht eine „Standard-Frauenzeitschrift“.
Und diese kommt mit Artikeln daher wie „Eiszeit fürs Stil-Leben: Fallen die Temperaturen, steigt in Sachen Mode der Frustrationspegel…“ oder „Mit dem Zweiten schminkt man besser“ und „3, 2, 1 – Wow! Die Sofort-Schönmacher„. Spätestens da merke ich, dass ich hier sowas von falsch bin. Und die Härte (für mich jedenfalls)? Der 164-Seiten-Wälzer von Hochglanzheft hat nicht mal ein Kreuzworträtsel! OK, es waren neben all den Mode-Trends und Werbeanzeigen zwar noch ein paar Seiten für politische und gesellschaftskritische Inhalte übrig (auch ein Psychotest Marke „Bravo 2.0“), aber dafür noch weniger Platz hinsichtlich Film/Musik/Literatur oder Klatsch.
Ganz einfach enttäuschend – und nach 10 Minuten durch. Wie gesagt, ist halt nicht mein Feld. Das ist auch nicht der springende Punkt.
Aber was sagt das über die Interessen der Leserschaft aus, die ja nun nicht gerade wie Yacht-Besitzer eher eine Seltenheit darstellt? Ja, gut, Mode- und Schmink-Marken haben einen ordentlichen Werbe-Etat, kleben an vielen Hauswänden und so. Aber mir war nicht bewusst, dass damit eine große Zielgruppe seitenweise nachvollziehen möchte, wie man Jacken kombinieren kann oder welches als die „schönsten Winter-Pullover“ anzusehen ist. Haben uns nicht zuletzt einige Prominente immer weismachen wollen, dass der eigene Stil das Ziel ist? Nur habe ich den Eindruck, dass eine solche Zeitschrift eher als Vorgabe dient, was denn nun gut oder unpassend ist – also sozusagen die Meinungen auf eine Linie bringen will, damit auch alle den gleichen Farben und Stoffen nachrennen.
Na ja, vielleicht soll es auch nur Inspiration sein – ich kenne mich da nicht aus.

Ebenfalls nicht auskennen tu ich mich mit der Welt einer Jane Austen. Ich habe eben nachgelesen, wann diese Schriftstellerin überhaupt gelebt hat. Nein, die hölzernde Sprache und oftmals gleichen Zeitepochen ihrer Werke allein haben mich nicht darauf kommen lassen, dass sie wohl auch in so einer Ära aktiv war. Egal, es gibt etwas Neues zu berichten.
Vor einigen Jahren habe ich mal „Emma“ (die Version mit Gwyneth Paltrow) freiwillig gesehen und mich total gelangweilt. Nichtsdestotrotz wollte ich auch das zweite Hauptwerk von Jane Austen eine Chance geben – und so hat sich in diesen Tagen die Gelegenheit ergeben, dass ich mir „Stolz und Vorurteil“ (die Version mit Keira Knightley) angesehen habe. Und? Na ja, die ersten 30 Minuten waren ziemlich herausfordernd (also für meine Geduld), aber dann ging es eigentlich. Ich habe sogar die Intrigen einigermaßen verstanden, auch wenn mir die Welt, in denen Tanzbälle und Heiratsanträge der Lebensinhalt schlechthin darstellten, ziemlich unverständlich ist. (Hat ein wenig was von „Paris Hilton 0.1“) Ich denke also, dass man den Film einigermaßen überstehen kann – Judi Dench hat geholfen.

Huch, das wurden dann doch ein paar mehr Zeilen, als ich dachte. Charlotte Roche wird dann in einem der Folgeeinträge angesprochen.

Es verbleibt umgeben von Ziffern
F.

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