Jealousy

Der Titel dieses Eintrag bezieht sich mal auf zwei Lieder – einmal von Will Young, der sich damit (und mit neuem Album) in diesem Jahr zurückmeldete (zumindest in Großbritannien) und dann einmal von Dave Stewart, der mir in den 90er Jahren diese Vokabel erklärte (und sonst mit eher außergewöhnlichen Videos seiner Solo-Musik-Karriere in Erinnerung blieb). Ja, bei mir hängt das nun irgendwie zusammen, weil ich in den vergangenen Tagen überdurchschnittlich oft Will-Young-Lieder gehört habe (und damit auch den Titel). Es ist aber nicht so, dass ich hier nun groß über Neid philosophieren möchte. Im Gegenteil: heute habe ich mir sogar eine Liste angefertigt – mit Punkten für diesen Beitrag.

Los geht es mit der Abteilung Leben: wenn das Leben eine Geschwindigkeit hat, ist mir diese aktuell etwas zu hoch. Ich habe irgendwie dein Eindruck, dass mir Zeit nur so entrinnt. Einen Zusammenhang mit vielen Terminen kann es aber auch geben.
Ach, und wo ich schon bei Terminen bin: da wäre hinsichtlich der letzten Tage zu nennen: ein Quizabend, eine Dienstreise, ein Sportkurs, ein Treffen auf dem Weihnachtsmarkt, ein Kinoabend, eine Queen-Party, ein Workshop, ein weiteres Treffen auf dem Weihnachtsmarkt, ein Dinner und schließlich eine Familienfeier nebst (anschließenden) Brunch.

Dann wurden schon ein paar offene Punkte wegen den Weihnachtstagen geklärt, was mich darüber nachdenken ließ, wie viel Organisationsaufwand damit verbunden sein kann.

Dagegen erscheint mir die Spontanität einer Krankheit wie ein Gegenpol. Aktuell geht wohl wieder eine Erkältungswelle umher. Insofern rotzt und hustet es vielerorts. Da hoffe ich nur, dass so etwas nicht die einzige Abhilfe ist, um den Alltag etwas auszubremsen.

Stichwort Ausbremsen: beim TV-Programm übernimmt für gewöhnlich eine Werbepause diesen Job. Neulich erlebte ich dieses „Event“ während einer Kinder-Sendung. Das Ergebnis: ich fühlte mich an meine Kindheit erinnert und war zugleich erschüttert über das Prinzip, irgendwelchen „Plunder“ als das tollste Spielzeug der Welt zu vermarkten.

Stichwort Vermarktung: in der Presse kursieren dieser Tage Berichte über das Comeback eines „Politstars“, der in diesem Jahr ordentlich für Wirbel gesorgt hat, was aber nicht unbedingt mit der Politik zusammenhängt. Auch da bedarf es geschickter PR-Maßnahmen – und diese sind scheinbar so geschickt, dass mehr über die Person berichtet wird als über die Umstände eines rechtlichen Verfahrens bzw. der Einstellung eines solchen. Ja, es sieht nach „blendenden“ Aussichten für „Schummler“ aus.

Wobei ich zu gern schummeln würde, ist ein Computerspiel, dass mir die Zeit verschönert: und zwar geht es um „Batman: Arkham Asylum“, was schon eine ganze Weile auf dem Markt ist und erst kürzlich mit „Arkham City“ eine Fortsetzung bekam. Ich wollte halt mit dem ersten Teil anfangen, bin nun etwa bei 20% der Story angelangt und habe dabei schon etliche Leben verloren. Wie gut, dass es immer wieder ein paar Checkpoints gibt, bei denen man wieder anknüpfen kann. Andernfalls hätte ich vor Verzweiflung aufgehört.
So kann ich also sagen, dass ich hier ein fantastisches Unterhaltungsprodukt vorliegen habe, welches das Medium Comic mit Film und Spiel verbindet. Ich kann also mittlerweile etwas verstehen, warum die Gaming-Branche nicht über Fans klagen kann.

Fans hat auch eine „Franchise“ (also ein Vermarktungsprodukt auf mehreren Ebenen) mit glitzernden Vampiren. Und eben jener Kult um Twilight wurde jüngst wieder mit einem neuen Film erweitert. Anders als bisher ging man jedoch (wie bei Harry Potter) den Schritt, ein Buch in zwei Kinofilme zu packen. Inwiefern es sich dabei um den letzten Teil handelt, kann ich nicht einschätzen, da ich die Bücher (und auch die Autorin) nicht kenne (bzw. einschätzen kann). Was bleibt, ist einerseits die Frage, warum ich darüber schreibe oder was mich gar dazu bewegen würde, diesen Film zu sehen. Im Wesentlichen würde ich das mit Neugier begründen – weniger in Bezug auf die Schauspieler als vielmehr hinsichtlich der Handlung und den damit verbundenen Botschaften.
Fazit: der Film hätte kürzer sein sollen oder mehr Plot bieten können (gerade bei der Vielzahl an Nebendarstellern). So frage ich mich, warum die Produktion so lange dauert – und beantworte dies im Geiste zugleich mit Make-Up und Effekten. Mit anderen Worten: würde man nicht auf CGI-Wölfe und hübsche Haut/Haare Wert legen, könnten die Teile mindestens halbjährlich rauskommen. Und ich lasse mir nicht sagen, dass sich die Autoren viel Mühe gegeben haben. Es gab nicht mal eine vernünftige Einleitung. Stattdessen dümmliche Dialoge, ein paar Ekel-Szenen und einen Spannungsaufbau, der so imaginär ist wie das Charisma der Hauptdarstellerin.
Einziger Pluspunkt waren die Landschaften – und die Tatsache, dass die Reihe mit dem nächsten Teil abgeschlossen wird. Werde ich mir das antun? Hm, wahrscheinlich. Und sei es nur, um ein weiteres Mal wahllos einer Hauptfigur das Ende ihrer Existenz zu wünschen (wer weiß, ob da der Tod reicht).
Ach ja, die Botschaften: Vampire können ultra-sensibel sein bzw. neuer Trend ist scheinbar, dass nun Frauen die Männer rumkriegen sollen (endlich mal eine Abkehr vom alten Klischee). Sex vor der Ehe wird sogar für Fantasy-Figuren „verteufelt“ – Gleiches gilt für Verhütung. (Meine Zusammenfassung der Handlung lautet übrigens: Mit Gummi wäre das nicht passiert. Aber das lässt sich auch auf andere Filme anwenden.) Und nicht zuletzt ist es anscheinend egal, was man mit seinem Leben anfängt, solange man in eine reiche Familie einheiratet, die einen schon versorgen wird. (Na ja, hätte auch schlimmer sein können, wenn die umworbene Protagonistin Karriere-Ambitionen wie Topmodel oder Ingenieurin hegen würde.)

Zu guter Letzt noch etwas zur Fragestellung, warum Lil‘ Wayne unbeliebt ist – mein Blog scheint damit in Verbindung gebracht zu werden: also ich habe keine Ahnung. Besagter Künstler hat wohl ein paar Probleme wegen Waffen gehabt und erfreut sich ansonsten doch eher der positiven Beachtung vieler Musiker. Man denke nur an all die „Features“ (Gastauftritte), die er hat(te). Es gibt doch bald keine großen Namen mehr, der nicht schon mal ein Lied mit Lil‘ Wayne hatte.

Es verbleibt überwiegend neidlos
F.

PS: trotz annähernd eintausend Worten sind noch ein paar Punkte meiner Liste offen.

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2 Antworten to “Jealousy”

  1. Kalle Says:

    Hi wo ist der Gefaellt mir Button? 😉

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