Moments of pleasure

Der Titel mag komisch klingen, kommt er doch auch von einer „eigenartigen“ Künstlerin namens Kate Bush. Diese bringt so manche Fan-Gemeinde in Verzückung und produziert doch nur noch selten ein paar neue Lieder. Keine Ahnung, warum sie die Musikwelt so sehr beeinflusst haben mag. Ich finde in ihren Werken oftmals (nur) nette „Indie“-Mucke. Der Titel jedenfalls ist auf ihrem letzten Werk zu finden, was mehr oder weniger nur ein Aufguss älterer Songs ist – und es ist eins der wenigen Lieder, welches ich relativ schnell als angenehm einstufen würde.

Gut, genug der langen Einleitung. Zu ein paar ernsteren Themen: Politik oder Kino?

Na gut, angefangen bei dem „weniger Beliebten“: Was ist das wieder für ein Theater in der hiesigen „Herrscher-Kaste“? Altkanzler hin oder her, aber ich denke, dass man manchmal auch gut und gern weghören kann, wenn ein altersschwacher Mitbürger gegen die Gegenwart wettert. Aber das war ja nur ein Teil der Medienschlacht. Viel bescheidener fällt aktuell der innerparteiliche Zusammenhang aus – und ich will da gar nicht auf eine Sektion im bunten Spektrum hinweisen. Könnte nämlich genauso gut aus der anderen Ecke kommen. Ich weiß nicht, ob diese Querschläger wirklich ein inneres Aufbegehren stillen, wenn sie vor die Presse treten und den eigenen Kollegen mehr oder weniger ans Bein pinkeln. Oder ist es vielleicht nur wieder eine Prise Egomanie, die da gebändigt werden will?
Eigentlich ist es mir auch egal – und wahrscheinlich ist das „Problem“ gar nicht so groß angesichts der Mitgliederzahlen größerer Parteien. Vielleicht ist es nur der Redakteur von oben, der da etwas mehr Brisanz hinein interpretieren möchte. So oder so – das beständige Tauziehen nervt allmählich.
Dazu gibt es natürlich auch einen Lösungsansatz: einfach abschalten.

Das wiederum könnte in einem Land wie Libyen nicht so leicht sein, wo doch nicht mal die Elite sagen kann, wie das politische Klima in einer Woche aussieht. Für die Berichterstattung ist das natürlich ein wunderbares Schlachtfeld zum Profilieren von ehrgeizigen Reportern. Aber das ebbt dann bestimmt auch bald wieder ab – wie in Tunesien, Ägypten… und Japan. Zurück bleibt nur ein Land, in dem sich wahrscheinlich weniger ändert als erwartet.

Ja, die Welt macht sich wieder beliebt bei mir. Und dazu muss ich noch nicht mal viele Nachrichten konsumieren.

Ach ja, Stichwort Eskapismus: was denken sich eigentlich die amerikanischen Unterhaltungskönige einen Mist wie „Cowboys & Aliens“ auf die Welt loszulassen – und dann auch noch mit namhaften Schauspielern? Ich will gar nicht viel über den Film verraten. Die Effekte sind so lala, der Plot ist dünner als eine Scheibe Brot und die Charaktere hauen ebenfalls keinen vom Hocher.
Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Daniel Craig Fans und die wenigen Leute, die James Bond gern im Wilden Westen erleben wollen, sollten sich das „Erlebnis“ nicht entgehen lassen. (Und was ist mir Harrison Ford? Ja, der darf grimmiger Opa spielen – mit sage-und-schreibe einem – ich wiederhole: einem – Gesichtsausdruck)
Ich jedenfalls werde künftig vorsichtiger sein, wenn es um Filme von Jon Favreau geht. Gut, sein erster „Iron Man“ mag erstklassig sein (gerade unter Superhelden-Verfilmungen), aber danach ging es doch leider bergab.

Mir fällt gerade ein, dass ich noch etwas zu Afrika schreiben wollte. Ja, das ist dieser fette Kontinent mit den vielen mageren Menschen und dazu einer Reihe von unglaublich beschränkten Regierungen… nicht zu vergessen, den Vuvuzelas.
Was soll man dazu eigentlich schreiben? Sorry, dass die da nicht so „wichtig“ sind wie der Rest der Welt? Sorry, dass deren kulturellen Errungenschaften ein kleines Echo im pulsierenden Rhythmus der Globalisierung geworden sind? Sorry, dass viele der Spenden, mit denen hiesige Mittelständler ihr Gewissen beruhigen vielleicht gar nicht da ankommen bzw. nicht rechtzeitig? Sorry, dass ich aktuell Zyniker Deluxe spiele?

Ach ja, es gibt nun eine Browser-Game-Version von Sims (genannt „Sims Social“ – kreativ oder einfach nur einfallslos, der Name?), die aktuell scheinbar einen relativ hohen Verbreitungsgrad erreicht – jedenfalls gemessen an meinen Kreisen. Ich wollte das nur mal erwähnen für den Fall, dass leicht beeinflussbare Individuen bis zu dieser Passage durchgehalten haben und noch nicht davon wussten. Bzw. mit anderen Worten: ja, das Spiel ist nett, aber vielleicht schon zu nett für Gelegenheitsspieler (daher keine Verlinkung).
So oder so – die Zukunft der Installationen wird damit vielleicht noch nicht in Frage gestellt, aber die Kreativität der Entwickler.

Es verbleibt zu manch komischen Moment
F.

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