American life

Ja, heute mal ein themenbezogener Titel, der (wie man vielleicht schnell vermuten mag) von Madonna kommt und sich sowohl auf ein Lied als auch ein Album bezieht. Beides ist meiner Meinung nach relativ unterschätzt – der Song wurde für die ReInvention Tour 2004 ordentlich aufgemotzt (Stichwort E-Gitarre) und das Album ist trotz wenig Massenkompatibilität inhaltlich komplex und sehr eigenwillig – daher schon fast nicht als Pop abzustempeln. Allein die Tatsache, dass sich ein Soundtrack-Lied nahtlos in die Tracklist eingliedert, ist schon eine Besonderheit.

Ebenfalls besonders fällt diese Woche für mich aus, die ich noch in London beginnen durfte, mich dann in die Heimat führte, vier mal ins Kino und auf einen Polterabend. Ich kenne mich da nicht so mit den Traditionen aus, aber so ein paar Geschirrteile mutwillig klirren zu lassen, hat schon was. Verpflegungstechnisch war das Angebot reichhaltig – ich konnte kaum einen Favoriten unter den Salaten ausmachen, weil alle gut schmeckten. Und Knüppelbrot ist auch eine Erfahrung wert. Dabei wird Pizzateig an ein Stockende gewunden und dann über ein Feuer gehalten. Ja, das Lagerfeuer war auch schön.
Weniger schön empfand ich den Ausflug in die Volksmusik und gar lästig wurden mir die Mücken, die dank Teich in der Nähe einfach überall waren. Der Verzicht auf Präventivmaßnahmen in Form von Lotion erwies sich dann in meinem Fall als fatal.

Weniger fatal war meine „Kino-Woche“: jeder Film ein Treffer für mein cineastisches Gemüt.
Los ging es mit „Planet der Affen: Prevolution“ (oder besser „Rise of the planet of the apes“) – ein effektgeladenes Prequel bzw. doch irgendwie schon mehr Reboot oder kompletter Neuanfang. Keine Raumfahrer, keine Zeitreisen – einfach nur ein paar ethisch zweifelhafte Wissenschaftler und die „Ernte“, die sie einfahren. Dabei verwendete man viel Zeit für die „Herkunft“ des „Haupt-Affen“, was schon etwas in die Richtung Tierfilm geht. Dann kommt das soziale Drama, etwas Spannung und eine Prise Action, die teilweise irgendwie dumm wirkte. Am Ende schwächelt das Drehbuch, aber sonst ist es guter SciFi-Stoff, der sich für die unausweichliche Fortsetzung viel Spielraum für Verbesserungen lässt.
Ein Filmtitel wie „Crazy, Stupid, Love.“ mag zunächst nach Teenie-Komödie oder „Chick-Flick“ (toller Kategoriename) klingen – letzteres ist wohl auch zutreffend. Dennoch besticht diese „RomCom“ durch die Besetzung, vor allem dank Schauspielerinnen wie Julianne Moore und Emma Stone, sowie der Geschichte, die erfrischend kitsch-arm wirkt (auch wenn bei näherer Betrachtung wohl das eine oder andere Klischee enthalten sein dürfte). In Kurzform: tolles Drehbuch, geniale Cast und frischer Liebes-Kitsch.

Nun zum Hauptfilm dieser Woche. Und das sollte für mich kein anderer als „Captain America: The First Avenger“ sein. Auch hier sei zunächst die Auswahl an Schauspielern lobend erwähnt, die für diese Comic-Verfilmung getroffen wurde. Dann gleich mal ein Minuspunkt für die absolut unnötige 3D-Vermarktung (gerade hier die reinste Abzocke, da keine 2D-Version angeboten wird). Und schließlich noch Pluspunkte für Effekte (also generell), Story, Spannung, Geschwindigkeit, Vorlagentreue und After-Credits-Teaser (obwohl der schon beinahe böse schnell geschnitten war).
Aus meiner Sicht hätte man die Entstehung von Captain America (Stichwort Origin) nicht besser umsetzen können. Die etwas gelöste Einreihung in historische Tatsachen war genau richtig. Und der Erzfeind war eindeutig Erzfeind und belegt damit die These, dass ein Superheldenfilm nur so gut sein kann wie die Darstellung des Schurken.
Ich kann es auch kaum erwarten, wieder ein paar Comics dazu zu lesen, wobei ja Cap seit dem Neustart mit Autor Ed Brubaker unglaublich lesbar geworden ist – soll heißen: tolle Geschichten und ebenso schöne Zeichnungen. Und der Trend hielt die letzten Jahre an. Was nun der aktuelle Neustart bzw. die Umbenennung der Reihe bringt, kann ich leider nicht sagen, da ich erst zig Hefte nachlesen muss.

Abschließend möchte ich noch kurz erwähnen, dass ich angefangen habe, alte Transformers-Zeichentrick-Episoden zu schauen – Season 3 von Generation One (für die Insider). Es erinnert mich an meine Kindheit und macht bisher Spaß, wenn auch der Staffelstart mit einer 5-teiligen „Mehrfach-Folge“ ganz schön anspruchsvoll ist – also für eine Kinderserie.

Und damit verbleibt ein wenig der amerikanischen Kultur verbunden
F.

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