Hot air balloon

An dieser Stelle sei vermerkt, dass ich hoffe, dass Owl City sich musikalisch weiterentwickelt. Der Titel ist ein Bonus des erfolgreichen Albums „Ocean Eyes“ und sogar eins der besseren Lieder aus meiner Sicht. Wenn ich hingegen an das aktuelle Album denke, bin ich eher enttäuscht, weil ich schon beim ersten Reinhören nichts Besonderes vernehmen konnte. Irgendwie eintönig.

Und damit zu einem thematisch ebenfalls eingeschränkten Eintrag. Es wird mal wieder Zeit, ein paar Filme abzuhandeln, für die ich Geld investiert habe. Oh, und das bringt mich doch gleich zu dem Seitenhieb auf die hiesige Unterhaltungsbranche, die eine Studie unter Verschluss hält, nach der die „bösen“ Internet-Kinofilm-Gucker durchschnittlich sogar mehr für Kinokarten ausgeben, als die besonnenen Mitbürger, die vielleicht entweder zu wenig Ahnung von Technik haben oder zu einfältig sind, bestimmte Internet-Angebote zu finden. So jedenfalls eine Nachrichtenmeldung der vergangenen Tage – wer weiß schon, wie viel dran ist. Noch können jedenfalls Blockbuster produziert werden.
Es folgen Eindrücke zu drei relativ unterschiedlichen Werken.

Los geht es mit „Harry Potter 7.2“, dem wohl vorerst letzten Film-Update um die Leiden des jungen Magiers. Tja, der Hype war groß und ließ meine Erwartungen dann doch zu hoch werden. Faupax Nummer 1: keine Rückblende zu Beginn. Was für eine vertane Chance! Hier hätte man so schön einiges animieren oder zusammenschneiden oder eben nur erzählen können. Und dann wurde noch nicht mal Bezug zum Film 7.1 gegeben. Weiter geht es mit der relativen Teilnahmslosigkeit von Hermine und Ron, die gefühlt zu Nebendarstellern wurden. OK, das mag der Buchvorlage zuzuschreiben sein. Dann hätte ich da eben lieber ein paar sinnvolle Abweichungen gehabt. Und dann das Finale, welches irgendwie nicht wirklich episch rüberkam – nach dem Drachen und der Schlacht um Hogwarts (das kann man wohl kaum als Spoiler bezeichnen).
Und dann sind mir noch ein paar generelle Dinge in dem Film/Buch aufgefallen wie der leichtfertige Umgang mit dem Töten – ich will nicht wissen, wie viele Schüler/Lehrer/Wiederstandskämpfer nun rechtlich als Mörder zu bezeichnen sind. Hier hätte ich mir etwas mehr Kodex oder so gewünscht. Kann ja nicht angehen, dass das Motto „Gleiches mit Gleichem“ lautet. Und ebenso falsch finde ich das „Kasten-Denken“, wenn es darum geht, wer aus welcher Familie kommt und daher nicht in den Freundeskreis passen dürfte. Schließlich erhielt ich noch von Kollege P. die Anmerkung, dass das eine Haus von Hogwarts nach der „Nummer“ eigentlich verbannt werden müsste.
Fazit: ja, wer die anderen Filme gesehen hat, wird am Finale nicht vorbeikommen. Aber ich habe mehr erwartet.

Weiter geht es mit „Brautalarm“ (Bridesmaids), dem Film für Kinogänger, die sich nach mehr „Sex and the City“ sehnen oder sich eine Art Frauen-Version von Hangover wünschen. Mag kritisch klingen, ist es aber nicht. Denn wenn man sich erst einmal mit dem Humor-Level angefreundet hat, feuert der Film ordentlich nach. Und viel Lob geht dabei an Kristen Wiig, die hier ein Talent an den Tag legt, an das man sich gern erinnert. Da verzeihe ich gern einige Schwächen in der Handlung.
Fazit: selten eine solche „Lacher-Lawine“ erlebt. Für mich ganz klar eine positive Überraschung.

Und nun wieder etwas mehr Geek-Feeling, denn ich gönnte mir die Vorpremiere zu „Green Lantern“, einer Comic-Verfilmung, die nicht aus der Marvel-Ecke kommt. DC sieht man normalerweise nur vor Superman- oder Batman-Filmen flackern. Aber nach all der Aufmerksamkeit, die Marvel um ihre Lizenzen wie Avengers (Iron Man, Hulk, Thor, Captain America), Mutanten (X-Men, Wolverine) oder Spider-Man erhaschen konnte, wurde es Zeit für den „Rivalen“, mal eine andere Franchise aufzubereiten und dem Kinogänger zu präsentieren. Das hat dann auch eine ganze Weile gedauert. Und nun ist sie da – die Antwort auf Marvels Erfolg – und sie ist grün.
Nun wird es schwierig: für jüngere Kinogänger ohne viel Anspruch sollte der Film unterhaltsam rüberkommen. Ein paar Lacher, eine Prise Romantik und viele Effekte – dazu noch Comic-Bezug. Passt.
Aber dann ist da noch die Ansichtssache. Und die sagt mir, dass man sich die 3D-Umsetzung sparen hätte können wie auch so manche Effekt-Hascherei (Hallo? Animierte Kostüme?). Denn das konnte bei Weitem nicht von der durchschnittlichen Geschichte ablenken, die schon allein der Vorlage nach für Kinogänger schwer verdaulich sein dürfte.
Wo Marvel noch mit Genmanipulation, Ultra-High-Tech oder Aliens eingermaßen auf dem Boden bleibt, hebt man bei DC gleich mal mit einer kosmischen Einsatztruppe und ihren Wunderwaffen ab. Und wenn ich mir vorstelle, dass DC gern die komplette Justice League ins Kino bringen möchte, frage ich mich, wo da das Gegengewicht herkommen soll? (Ja, ich kenne viele der Comics, bin aber dennoch bei der Realfilm-Umsetzung skeptisch.) Allein nach dem GL-Film wirkt die Hauptfigur derart omnipotent, dass eine Koexistenz mit Superman und Flash fast wie ein Overkill wirkt. Es erscheint doch irgendwie lächerlich, eine Anzahl X an Superwesen auf der Erde zu haben, wenn allein eins „kräftemäßig „ausreicht, um die Welt zu retten. (Anmerkung: bei Marvel wirken die Superhelden oftmals relativ limitiert in ihrer Macht – außer vielleicht Thor).

So, das wäre es für heute. Nun zurück ins reale Leben.

Es verbleibt mit Übersättigung von zu viel heißer Luft in Hollywood-Produktionen
F.

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