Talk talk talk

Nein, es geht nicht um diese furchtbare TV-Sendung im deutschen Fernsehen, die ich vielleicht früher mal gesehen haben mag (Sünden der Jugend halt), sondern um das sehr schöne neue Lied von Darren Hayes, welches ich in diesem Titel verewigen möchte. Irgendwie passt es ins Blog, da ich hier gern einen Schwall von Absätzen loswerde. Schade, dass es noch bis Herbst dauern wird, wenn das Album dazu erscheint.

Nun, wo es vorbei ist, kann ich ja mal drüber schreiben. Gemeint ist mein dienstlicher Ausflug nach Lissabon. Das „dienstlich“ sei hier deswegen vermerkt, weil ich privat wohl eher zig andere Orte angesteuert hätte. Das soll jetzt keine Kritik an Lissabon sein, sondern lediglich meine Meinung.
Dementsprechend viel Spielraum für gute Impressionen war gegeben. Jedoch richtete sich meine Aufmerksamkeit vorwiegend auf die Konferenz. Das heißt im Klartext: morgens hin zum Tagungsort, abends zurück ins Hotel (ggf. noch schnell was einkaufen auf dem Heimweg). Das war es. Die Verbindungen mit der (unfassbar lauten) U-Bahn waren sehr gut. Nie musste man auf einen Fahrplan achten, weil immer gleich die nächste Bahn kam. Und auch die Ausschilderung war angemessen.
Zur Stadt selbst kann ich nur sagen, dass man ziemlich genau das bekommt, was man bei Google Streetview sehen kann. Viele verwinkelte Straßen, die auf den Hauptverkehrsachsen auch gern mal 7-spurig werden, und dazu viele dichtstehende Gebäude. Das „dicht“ kann man sogar doppelt auffassen – einmal, weil wirklich wenig Zwischenplatz gelassen wurde, und einmal, weil manche Fenster auf Leere verweisen. Dabei sei angemerkt, dass ich so gut wie gar nicht touristisch aktiv war (somit nicht so viel gesehen habe). All die Wahrzeichen oder Sehenswürdigkeiten interessierten mich nicht, was auch durch das hochgradige Sommerwetter bedingt war. Bei 32°C macht mir einfach kaum etwas Spaß und ich wollte die Reise bewusst überwiegend der Arbeit widmen – vielleicht indirekt auch als Strafe. Da passte es natürlich auch wunderbar ins Bild, dass ich am Dienstag erfuhr, dass ich am Donnerstag doch eine Präsentation halten könnte. Spätestens da war dann auch das Abendprogramm nach der Veranstaltung festgelegt.

Apropos Veranstaltung: Zum Luftschnuppern auf einer internationalen Konferenz bietet sich die ED-MEDIA ziemlich gut an, weil sie wirklich international ist und, wie wohl für eine Konferenz üblich, ein randvolles Programm bietet.
Und auch die Bandbreite an Beiträgen mit mehr oder weniger technischem Hintergrund geben dem geneigten Forscher ausreichend Möglichkeiten, über den Tellerrand zu blicken und vielleicht inspiriert zu werden.
Dann sind da noch die Keynotes, zu denen talentierte Redner eingeladen wurden. Dass da eine ordentliche Portion Profilierung mit einberechnet werden sollte, versteht sich von selbst. Das hat mich schon teilweise an eine Ansammlung von „Steve Jobs Juniors“ erinnert – nur dass diese nichts verkaufen wollen (außer vielleicht sich selbst).
Für Leute, die es (noch) nicht auf die große Bühne geschafft haben, gibt es dann durch eine Twitterwall die Gelegenheit, kurz als Randnotiz im Rampenlicht zu stehen. Und ja, das wurde genutzt – und sei es nur für einen RT (Re-Tweet) der Nachbarin, die sich überschminkt plus Designerbrille und hübsch verpacktem iPad für wichtig hält bzw. Anwärterin für die offizielle Live-Tickerin der Konferenz.
Ach ja, die Frauen-Quote (ein durchaus relevantes Kriterium für Leute aus den technischen Wissenschaften) war beträchtlich – ebenso wie die Vielfalt an Englisch-Kenntnissen. „Highlight“ war eine Frau, die es mangels Sprachgebrauch vorzog, ihren Vortrag mit französischem Akzent abzulesen, was das Thema leider auch nicht interessanter werden ließ bzw. für überladene Folien nicht entschädigen konnte. Über letztere (nicht seltene) Erscheinung möchte ich mich nicht auslassen, denn das würde den Rahmen sprengen.
Eine gravierendere negative Überraschung kam mit den „Daily Updates“-Zetteln. Denn nachdem schon der Workshop im Vorfeld der Konferenz abgeblasen wurde, wovon vielleicht auch die Teilnehmer (oder das Personal am Tagungsort) in Kenntnis gesetzt werden sollten, hieß es dann auch noch für die zweiteilige Diskussion um E-Learning „fällt aus wegen ist nicht“. Ganz tolle Wurst. Dabei war die Beschreibung wirklich gutklingend.

Abschließendes Fazit: Ich sollte vielleicht besser nachschauen, wo eine Konferenz stattfindet, bevor ich mich entscheide, da etwas einzureichen. Kleiner Scherz.
Ja, wer den Sommer vermisst, kann sich von Juni bis August gern nach Portugal begeben, denn da braucht man in dieser Zeit mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Regensachen (obwohl ich einen winzigen Schauer miterleben durfte) – bzw. so etwas nimmt man dann bestimmt gern in Kauf. Darüber hinaus wirken viele Orte wie ein Paradies für Klimaanlagen, die es in Hülle und Fülle zu bestaunen gibt.
Ach ja, noch etwas aus der Ecke „positive Überraschung“: amerikanische TV-Inhalte (Serien, Reportagen und Filme), die nicht synchronisiert (nur mit Untertiteln) laufen. Das gefällt mir. Wird sich bei uns zwar nicht durchsetzen, aber fände ich toll.

So viel also dazu. Derweil bin ich hier nach 9 Stunden Fahrt gut angekommen (so gut das eben geht nach 9 Stunden Fahrt) und habe auch den nötigen Einkauf erledigt. Ursprünglich wollte ich gestern zwar noch einer Feier beiwohnen, entschied mich dann jedoch wegen Wetter und Müdigkeit dagegen. Meine Leistung von heute (bis jetzt): 8 Folgen „House“. Ich wiederhole mich zwar ungern, aber die Serie ist toll.
Ansonsten merke ich gerade, dass ich lange nichts mit Bildern gelesen habe und mich auf den nächsten Kinobesuch freue, bei dem ich mein Hirn bestimmt beim Einlass abgeben sollte, um nur von Effekten bedient zu werden. Dazu dann vielleicht schon im nächsten Eintrag mehr.

Ach ja, und noch eine Anmerkung: ab nächster Woche soll das 52-Songs-Projekt von der „Gedankendeponie“ starten, worauf ich ebenfalls gespannt bin. Das bedeutet dann wohl auch, dass ich hier schreib-aktiver sein werde (obwohl meine Titel ja bereits ausreichend Song-Material verarbeiten). 😉

Es verbleibt für Gespräche verfügbar
F.

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