These days

Gerade bin ich dabei, ein paar ältere Alben durchzugehen, als dieser Titel auf der Playlist auftauchte. Es handelt sich dabei um einen Song vom ATB-Album „Trilogy“ und klingt auch ganz typisch nach ATB. So nett und verträumt die musikalische Untermalung oftmals ausfällt, stören mich gelegentlich die aussagelosen Texte, die so wirken, als seien sie an einem Nachmittag geschrieben.

Aber nun zum Tagesgeschehen: da stört mich nämlich auch etwas – und zwar die Finanzwelt. OK, höchstwahrscheinlich kommt man nicht ohne aus. Aber der andauernde Abwärtstrend wird einfach langweilig. Warum sind beispielsweise Zinsen nicht schon längst verboten? Das und die Fähigkeit von Banken, Geld aus Luft zu erzeugen, haben doch nicht zuletzt einen Anteil an Verschuldungen überall – jedenfalls nach dem Kurzfilm „Money as debt“ (online zu finden mit der nächstbesten Suchmaschine Ihres Vertrauens).
Egal, wenn es nur die allgegenwärtige Misswirtschaft wäre. Nein, stattdessen geht es international und teilweise auch ganz bürgerlich zur Sache – ganz nach dem Motto „Staaten in Not“. Und keiner mag helfen. Inzwischen fallen bei irgendeiner Rating-Agentur die Würfel neu.

Wobei so ein wenig Geldverschleudern und Insolvenz ja vielleicht auch nicht mal so wild ist. Erst mit der Extraportion Korruption hört der Spaß auf. Und diese ist ebenfalls so alltäglich wie Armut in Afrika.
Heute kam der faszinierende Ansatz zur Sprache, die Gehälter und Bankdaten aller Leute offenzulegen (gibt es so anscheinend in Schweden), um Transparenz zu fördern. Zumindest könnte diese Maßnahme korrektes Steuerzahlen leichter machen. So viel also aus der Utopia-Abteilung.

Themenwechsel: Harmoniebedürftige Leute sollten Meldungen aus dem Nahen Osten wohl besser meiden. Aber auch andere Regionen geben Anlass zur Sorge – willkommen in Nordirland. Verglichen mit so manch runtergewirtschaften Einöden sollte es den Einwohnern da eigentlich relativ gut gehen. Aber denkste. Oder wie singt John Mayer es so schön in einem Lied:

„We’re never gonna win the world
We’re never gonna stop the war
We’re never gonna beat this
If belief is what we’re fighting for“

Was mich in diesem Zusammenhang wundert, ist die Beharrlichkeit der Einwohner, mit diesen Unruhen leben zu wollen. Abgesehen davon, dass es bestimmt ausreichend Leute gibt, die es gar nicht anders haben wollen.

Derweil gab es in den USA einen unterhaltsamen Schlagabtausch zwischen John Stewart (eine Art amerikanischer Harald Schmidt) und Fox News (in Form eines Moderators), bei dem doch tatsächlich über Befangenheit diskutiert wird. Kann ein Nachrichtenanbieter befangen sein? Klar. Kann ein Entertainer befangen sein? Hm… klar. Wo ist also das Problem? So richtig habe ich es dann wohl nicht erkannt bei dem Interview. Aber ich wollte es hier einfach mal anmerken – als Kontrast.

Und so sieht sich der geneigte Nachrichten-Konsument mit einer Welt konfrontiert, die Schwarzmalerei zum neuen Volkssport werden lassen könnte. Aber wie auch die Globalisierung und die Flora ihre Absurditäten haben, so gibt es auch in der Menschenwelt solch Dinge wie Ignoranz, Verdrängung und Hoffnung, welche Anwendung finden.

Es verbleibt an Tagen wie diesen
F.

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