Last dance

Wie mir die generierte URL signalisiert, hatte ich den Titel bereits schon mal. Macht aber nichts, weil ich just daran erinnert wurde, wie gut das Lied der Raveonettes ist. Grund dafür wiederum ist die aus meiner Sicht gelungene Eigen-Interpretation, wie ich sie heute abend bei der Rock Band Party schmettern durfte.

Und ja, nun da ich wieder im HQ residiere, nehme ich mir die Zeit für einen weiteren spontanen Eintrag, zu dem mir bestimmt noch ein paar Themen einfallen.

Da wäre zum Beispiel ein Nachtrag (oder Nachschlag?) zu letzter Woche, in der ich doch tatsächlich mehrfach darauf angesprochen wurde, wie (salopp ausgedrückt) „gut im Futter“ ich bin. Das ist insofern ironisch, da ich seit gut zwei Monaten nach längerer Abstinenz wieder einen Unisportkurs belege. Weckt dieser meinen Appetit oder ist das vielleicht nur eine Verschiebung wegen Muskelaufbau?
Na ja, wahrscheinlich könnte ich eher eine Verbindung mit stressigen Arbeitstagen herstellen. Aber wie dem auch sei – wirklich beunruhigend finde ich das nicht. Hauptsache gesund.

Da fällt mir ein: Montag bekam ich dann auch scheinbar verspätet den Trubel um EHEC mit, was in den Medien zur Zeit zunehmend Beachtung findet. Manche Formulierungen klingen schon recht drastisch, aber zum Teil dann auch wieder wie Panikmache. Spätestens da werde ich unzufrieden, was die Standards der hiesigen Medienlandschaft angeht.

Das wiederum erinnert mich an die Panorama-Reportage über Scripted Reality und den de-facto-Zustand, dass der Zuschauer kaum noch feststellen kann, was real im Fernsehen ist, weil Sender zum einen nicht verpflichtet sind, derartige Inhalte zu kennzeichnen und das zum anderen auch gern vermischen.
Wie dem auch sei: Medien sind mit Vorsicht zu genießen. Ich hoffe nur, dass jeder Konsument hin und wieder darauf hingewiesen wird, befürchte jedoch das Gegenteil.

Nächster Punkt: Afghanistan – ein Land, was ich nur aus dem Fernsehen kenne und dort immer nicht besonders positiv dargestellt wird. Wie auch – bei all den negativen Meldungen? Ich erinnere mich, wie ich kurz vor Weihnachten auf der Straße von einer älteren Dame angesprochen wurde, eine Petition zu unterzeichnen, welche die sofortigen Rückzug deutscher Truppen aus der Krisenregion fordert. Und auch im Bekanntenkreis stieß ich im Zuge von Nachrichten auf ein ähnliches Meinungsbild – nach dem Motto: „warum muss sich unser Land das antun?“. Und auch hier stellte ich fest, dass die Antworten anders als so manche Parteiumfragen gar nicht so schnell zu finden sind. Ja, das kreide ich den Medien an. Die Frauengeschichten so mancher Ex-Fußballspieler werden bis ins Detail aufbereitet, aber solche Fragen wie Geldfluss und Hintergründe zu Auslandseinsätzen kommt aus meiner Sicht zu kurz.
Aber vielleicht will man den Bürger auch nur schonen und nicht mit unerfreulichen Details belasten. Terrorbekämpfung – was mit diesem einen Wort bestimmt schon alles abgestempelt wurde?

Mir reicht es jedenfalls vorläufig mit zweifelhaften Einfärbungen von Medienberichten.

Es verbleibt bis zum nächsten letzten Tanz
F.

PS: ich bin gerade überrascht, wie stimmig mein eher düsterer Text zur Musik der Raveonettes passt.

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