After the retreat

Ja, schnell noch ein Eintrag, der mit einem Lied von Thirteen Senses betitelt wird. Jener ist nicht unbedingt eine Sternstunde auf dem aktuellen Album, aber in der Acoustic-Version um vieles besser. Wie gut, dass ich jene auch auf der Sonder-Edition von „Crystal Sounds“ fand. 🙂

Ach ja, und der Titel passt auch zum Thema, welches ich eigentlich noch gestern ansprechen wollte, dann aber doch nicht mehr geschafft habe: ESC – Eurovision Song Contest 2011.
Ja, im Vorfeld wollte sich der Hype bei mir nicht einstellen und eigentlich habe ich von dem Event auch so gut wie nichts mitbekommen. Und wie das Abschneiden unseres Beitrags war auch letztere Tatsache nichts Halbes und nichts Ganzes. Ich war nicht wirklich unglücklich darüber, mir das Event entgehen zu lassen, und andererseits auch etwas traurig.

Warum also Letzteres? Nun, das zeigte sich mir heute, als ich nach 3 Tagen Abstinenz meinen Twitter-Feed aufgearbeitet habe. Die Kommentare zu einigen Teilnehmern oder Ereignissen während der Live-Übertragung wären mit Sicherheit ein Spaß gewesen, wenn man diese zeitnah verfolgt hätte.

Nun denn – noch kurz in Sachen Glauben:
Eine Sache, die ich aufgeschnappt habe und nicht so ohne weiteres unverarbeitet lassen konnte, war folgende Aussage: Jesus ist eine der am besten dokumentierte historische Figur – und damit vielleicht genauso wenig anzuzweifeln wie Cesar.
Huch, was soll man dazu sagen? Für Verschwörungstheoretiker ist das vielleicht ein Festmahl und für hartgesottene Atheisten vielleicht ein Sekunden-Brainfuck vor der Gesichtsentgleisung.
Ich lasse das jedenfalls einfach mal im Raum stehen und tu das bei Gelegenheit auf die Themenliste für die Freizeit.

Ansonsten hier noch eine Überlegung meinerseits, die ich jüngst hatte:
Ich behaupte, dass die Bibel als Printwerk genauso gut ein Märchenbuch (mit Lehrsätzen und so) hätte sein können, welches mit einer mächtigen Lobby im Hintergrund den heutigen Verbreitungsgrad hätte erreichen können. Soll heißen: ohne eine einflussreiche Gruppe im Rücken würde das Buch vielleicht im Regal der Mythologien einreihen wie beispielsweise die Edda. Oder wie kann man sich sonst noch die Souveränität von Mormonentum oder Scientology erklären? Am Ende ist es vielleicht alles nur Kult. Das (Hinter-)Fragen darf jawohl erlaubt sein. 😉

Es verbleibt bereit zum Rückzug
F.

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Eine Antwort to “After the retreat”

  1. MD Says:

    Hier ein Kommentar, der mich per Mail erreichte

    da die Kommentarfunktion deines Blogs scheinbar aufm iPad nicht geht, kurz per Mail:

    — ich behaupte mal, es gibt über Cäsar wesentlich mehr wissenschaftich gesicherte Belege als über Jesus.

    — früher war es wesentlich einfacher, Religionen zu begründen, als es seit der Aufklärung möglich ist.

    — die Mormonen sehen sich selbst als christlich, haben die Bibel und unterscheiden sich neben einigen Details im praktischen Glaubensleben theologisch v.a. darin von den bekannteren christichen Kirchen, dass sie glauben, dass Jesus auch in Amerika war, dass die amerikanischen Ureinwohner ein verlorener 13. Stamm Israels sind, der nach Amerika ausgewandert ist, und dass Gott einen physischen Planeten namens Kolob hat. Falls dir das bekannt vorkommt: Ja, das ist der Grundplot von Battlestar Galactica. Glen Larson war nämlich Mormone. Allerdings sind diese Aspekte vielen Mormonen heute gar nicht mehr bewusst und wenn, dann eher peinlich, da sie sich bemühen, die Gemeinsamkeiten mit den sonstigen Christen zu betonen.

    Problem ist, dass der Mormonengründer behauptet hat, das alles von historischen ägyptischen Schrifttafeln zu haben, dass er die aber nachweislich falsch übersetzt hat. Ich persönlich finde die ganze Idee sehr romantisch und es gibt ein sehr schönes Lied darüber (Text siehe Anhang), aber es ist leider sehr nachweislich Blödsinn.

    — Scientology ist nun GANZ was anderes. Ron Hubbard wollte eigentlich ne Wissenschaft und Alternative zu Psychologie begründen, hat aber scheinbar gemerkt, dass er mit Pseudoreligion mehr Geld machen kann.

    And finally, der Liedtext, den ich toll finde:

    1. If you could hie to Kolob In the twinkling of an eye,
    And then continue onward With that same speed to fly,
    Do you think that you could ever, Through all eternity,
    Find out the generation Where Gods began to be?

    2. Or see the grand beginning, Where space did not extend?
    Or view the last creation, Where Gods and matter end?
    Me thinks the Spirit whispers, “No man has found ‘pure space,’
    Nor seen the outside curtains, Where nothing has a place.”

    3. The works of God continue, And worlds and lives abound;
    Improvement and progression Have one eternal round.
    There is no end to matter; There is no end to space;
    There is no end to spirit; There is no end to race.

    4. There is no end to virtue; There is no end to might;
    There is no end to wisdom; There is no end to light.
    There is no end to union; There is no end to youth;
    There is no end to priesthood; There is no end to truth.

    5. There is no end to glory; There is no end to love;
    There is no end to being; There is no death above.
    There is no end to glory; There is no end to love;
    There is no end to being; There is no death above.

    Gesungen wird der interessanterweise zu einer Melodie, die schon seit Jahrhunderten in Volksliedern und eher „normal“-christlichen Liedern benutzt wird. Interessant ist auch die Zeile „Where Gods and matter end“ — das impliziert nämlich, es gibt mehr als einen Gott, und eigentlich gehört zur mormonischen Theologie auch, dass Gott mal ein sterbliches Wesen war. Aber, wie gesagt, das wird heute eher nicht mehr gelehrt.

    So.

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