After all

Ja, bei so manchem der neuen Roxette-Lieder (wie der Titel) frage ich mich, warum diese in der Art auf dem Album landeten, da sie scheinbar ausschließlich von Per Gessle interpretiert und produziert wurden. Vielleicht soll damit nochmal klargestellt werden, wer im Duo die treibende Kraft ist. Na ja, abgesehen davon empfinde ich das neue Album immer noch altbacken.

So… zum Thema in diesem Eintrag: Filme.
Derer gab es zuletzt zwei in meinem Konsum, die ordentlich aufwühlen. Also schon die Sorte Film, die man vielleicht gern mal in der Schule durchnehmen könnte oder sollte. Ansichtssache.

Nummer 1 nennt sich „Fair Game“ und behandelt so ziemlich alles andere außer Fairness. Denn in diesem Agenten-Polit-Thriller geht es um den Kampf um die Wahrheit. Nun ja, ich möchte nicht wieder auf die philosophische Schiene abrutschen und hinterfragen, was nun eigentlich Wahrheit ist. Eher verweise ich auf den Schocker schlechthin, dass die Handlung nach wahren Ereignissen erzählt wurde. Selbst wenn 60% davon geschönt wurde für ein Drehbuch, reicht mir das noch für Entsetzen.
Demokratie hat ja so schon ein zwielichtiges Image, aber nach dem Film sehen politische Kräfte keineswegs besser aus. Und warum? Weil vermittelt wird, dass jeder und so ziemlich alles seinen Preis hat – auch ein Kriegsgrund (wobei der Sinn dieses Wortes schon schwer zu greifen ist).
Keine Ahnung, ob man gleich in die anti-amerikanische Schublade gesteckt wird, wenn man sich positiv über diesen Film äußert, aber ich bin froh, dass es noch solche Filme gibt. Nur kann man am Ende den Unterhaltungswert nur schwer finden.

Nummer 2 trägt den Namen „Biutiful“ und geht tragödien-mäßig in ungeahnte Tiefen, ohne zu sehr auf die Handlung einzugehen. Darüber hinaus zeigt er ein Bild, welches zu gern von den Medien übersehen wird bzw. nur in akuten Situationen berichtenswert erscheint – gemeint sind Subkulturen in Ballungsgebieten. Und nach all dem Drama gewinnt man vielleicht die Erkenntnis, dass der Stand der Dinge trotz Fortschritt seine nüchternen Seiten (wie Armut, Migrationshindernisse und Schwarzarbeit) hat, die sich ohne immense Anstrengungen nicht ändern werden.
Umso wichtiger wirken dadurch die kleinen Erfolge im Alltag und der Fokus auf die Gegenwart – vieles andere läßt sich vielleicht vernachlässigen oder ist ungewiss (mit Ausnahmen natürlich).

Wie gesagt: aufwühlend, aber auch irgendwie notwendig bzw. lehrreicher als so manch andere Medien, in denen zu sehr ins Vergessen gerät, welche Schattenseiten Wohlstand haben kann. Oder um es angelehnt an eine Aussage von Lady GaGa zu formulieren: „Wer keine Schatten hat, steht nicht im Licht.“

Es verbleibt nach all den Absätzen
F.

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