Out of tune

„Behind our door… there’s a war,… no burning towers,… just hours… of peace…“ – irgendwie mag ich den Anfang dieses Titels von Sarah McLachlan, der sich auf ihrem letzten Studioalbum finden lässt. Sowohl melodiös als auch textlich trifft sie da ins Schwarze.

So… ein kleines Update ist zu berichten. Ich habe es mir nicht nehmen lassen und dann doch „127 Hours“ gesehen, was ich ursprünglich machen wollte… dann nach dubiosen Meldungen nicht… und dann irgendwie doch ganz gern.
Und ja, manche Stellen würden viele wohl gern überspringen. Aber es hätte auch irgendwie noch schlimmer sein können – so im Nachhinein betrachtet. Davor kann man das natürlich schlecht abschätzen.
Aber abgesehen von den „blutigen Stellen“ ist der Film recht einfach gehalten – soll heißen: er behandelt im Wesentlichen nur den Protagonisten und die Natur. Na gut, er hat keine Überlänge, was auch gar nicht nötig ist. Aber dieser „juhu, Leben!“-Aspekt war dann doch relativ seicht. Warum? Ganz einfach: der Typ ist an seinem Unglück selber Schuld! Und was heißt Unglück – danach lebt er doch auf wie sonst was – Interviews, mindestens ein Buch, dann (natürlich) die Verfilmung.
Fazit: der Film ist intensiv und sehr gut inszeniert, überzeugt mich inhaltlich aber nicht wirklich.

Wow… nun ist der ganze Eintrag über diesen Film.

Ach nein, ich hätte da noch etwas: Mark Millar, der Comic-Schreiber und Schöpfer von Kick-Ass und Wanted, hat mal wieder eine PR-Aktion gestartet, die ich gelungen finde. Er bietet nämlich passend zur Comic-Convention im April 6 zahlungswilligen „Über-Fans“ an, mit ihm und anderen großen Namen aus der Comic-Szene essen zu gehen. Die Einnahmen der „Tickets“ gehen dann an Charity-Aktionen. Klingt doch nett.
Und nein, so sehr Fan bin ich dann doch nicht, obwohl die Gelegenheit schon relativ einmalig ist. Aber erstens weiß ich nicht, ob ich den Akzent so lange aushalten würde, und zweitens besteht auch die Möglichkeit, dass besagte große Namen vielleicht nicht so tolle Leute sind. Abgesehen davon, dass der Preis sehr hoch ist (600 ₤), das Essen wahrscheinlich gar nicht mit eingerechnet wurde und das Restaurant noch nicht bekannt gegeben wurde (dafür die Dauer von 1 Stunde, was ganz schön wenig Zeit ist).

Aber damit noch nicht genug: Ich habe nämlich vor Kurzem die neueste Kreation Mark Millars gelesen, welche demnächst auch verfilmt werden soll (von Tony Scott). Zwei Dinge fallen bei dem Werk schnell auf: „Nemesis“ ist ziemlich kurz gehalten (Seitenanzahl) und sehr action-lastig. Ein Film könnte die Comics 1-zu-1 umsetzen und hätte noch keine Überlänge (also daran gemessen, wie lange es braucht, das alle Teile zu lesen), dafür aber die Voraussetzung, ordentlich Budget für Effekte bereitzustellen. (Animierte) Kampfjets, Sportwagen, Spezialkommandos und Verwüstungsszenen (inklusive „Opfer“) dürften nicht billig werden.
Aber zum Fazit: ja, es ist lesbar und das schnell. Es gibt Plot-Twists, die manchmal zu erzwungen oder gar vorhersehbar wirken. Und das Ende ist nicht wirklich gelungen – gerade bei der Prämisse der Reihe („was wäre, wenn der Joker Batman wäre?“). Aber ansonsten ist es zeichnerisch ansprechend.

Es verbleibt minimal verstimmt
F.

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