Warum denken traurig macht

Irgendwie wollte ich „denken“ lieber groß schreiben. Hach, na ja, Rechtschreibung ist schon eine Wissenschaft. Der Titel, den last.fm ebenfalls so listet, kommt von Udo Jürgens – und nein, das finde ich nicht peinlich. Von der Qualität mancher Texte und Melodien können sich einige deutschsprachige Chart-Giganten gern etwas abgucken. Aber seit wann geht es bei der Hitliste um Qualität?

Wie dem auch sei… heute wird es hoffentlich nicht so ausarten wie beim letzten Eintrag.
Die Woche war kurzgefasst ganz ok, was nun auch wieder so ziemlich alles heißen kann. Arbeit hier, Filme da… und endlich wieder ein paar Comics.

Gleich zum Wochenstart ging es ziemlich spontan ins Kino zu „Devil“, einen Film, den ich nicht unbedingt auf meinem Radar hatte und allein wahrscheinlich gar nicht erst geguckt hätte. Es ist einer der Filme, die man jedem mit einem Satz verderben kann, indem man den Ausgang verrät. Und ja, die Handlung ist nicht die Originellste. Aber insgesamt war der Film spannend und bestach mit schaurig ungemütlichen Außenszenen und natürlich dem Spuk im Fahrstuhl.

Was an den Abenden darauf folgte, kann ich getrost als Themenwoche bezeichnen – es ging um TRON. Sowohl den ersten Film, das Making-Of und abschließend der neue Kinofilm. Dazu werde ich noch einen gesonderten Eintrag an anderer Stelle verfassen, was ich heute nicht mehr schaffe.
Zu „TRON: Legacy“ nur so viel: handwerklich topp, jedoch kein Meisterwerk.
Den Soundtrack von Daft Punk habe ich dafür sehr lieb gewonnen. Könnte ich mehrmals am Stück hören.

Aber damit noch nicht genug an Filmmaterial: „Easy A“ (oder „Leicht zu haben“) stand noch auf dem Programm. Ein netter, harmloser amerikanischer Teenager-Film, der zwar unkonventionelle Elemente enthält, aber am Ende nur allzu typischen Klischees erliegt.

Und schließlich noch der aktuelle Film von Clint Eastwood – „Hereafter“: Der Film besticht eher durch leise Töne und es dauert recht lange, bis dem Zuschauer das Gesamtbild klar wird. Nichtsdestotrotz ist der Inhalt alles andere als mild und sorgt bestimmt für vielerlei aufgewühlte Gedanken.

„Hereafter“, die Meldungen aus Nordafrika, die zweite Staffel von „Misfits“ und Wolverine-Comics ließen mich über die Vergänglichkeit des Lebens nachdenken. Irgendwie komisch, dass all dies so passend erscheint, aber irgendwie auch nicht komisch. So ist doch der Tod (oder das Ableben) einer der größten gemeinsamen Nenner, die man sich vorstellen kann.
Nur ist es eher fraglich, inwiefern man dieses Thema umkreisen sollte wie eine Motte das Licht – soll heißen: wer möchte schon bei jeder Konversation mit Bekannten die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass es die letzte sein könnte?
Das erscheint mir wie die Idee, jeden Tag mit einer Stunde zu beenden, in der man darüber rekapituliert, inwiefern der Tag genutzt wurde.

Ab irgendeiner Stelle kommt die Erkenntnis, dass es auch erst einmal gut ist mit Erkenntnissen.
Man könnte Stunden füllen mit der Analyse von RTL’s Dschungel-Camp… oder es einfach nur hinnehmen als Medientheater, welches nebenbei soeben beendet wurde.
Unabhängig von den Mitwirkenden und den Abläufen hinter der Kamera stellte sich mir im Endeffekt nur eine Frage: was ist eigentlich noch echt im Fernsehen?
Ein Kollege antworte darauf recht fix – „die Moderatoren“.
Es erweckt doch fast den Eindruck, als ob die Manipulation audiovisueller Medienberichte eine ebenso große Verbreitung hat wie Photoshop-verschönte Abbildungen von Menschen. Die Suche nach echten Inhalten wird dabei scheinbar immer schwieriger – in einer Welt, in der alles und jeder „geschminkt“ werden kann. Ist da ein Vertrauensproblem nicht vorprogrammiert?
Hier würde ich nun einen Verweis auf den ersten Satz dieses Absatzes machen.

Zum Abschluss nochmal ein Ausflug in die Medienecke, wobei hier so ziemlich alles irgendwie mit Medien zu tun hat:
Endlich habe ich Kevin Smith’s Version der Green Hornet gelesen, welche in Comic-Form noch vor der Verfilmung mit Seth Rogen erschien. Also, auch wenn es viele Unterschiede gibt, ist die Essenz relativ gleich. Soll heißen, dass beide Werke relativ viel Abstand zum „Original“ einhalten, was Puristen vielleicht nicht gefallen mag. Beim Film finde ich den Schurken charismatischer und beim Comic ist die Bedrohung größer. Der Film-Kato ist männlich, die Comic-Version lässt die Tochter kämpfen. Und in beiden Werken spielt ein Vaterkomplex eine wesentliche Rolle. Punkt.
Ach ja, der Film hatte mehr Lacher. 😛

Es verbleibt in Leselaune
F.

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