Crying for Hollywood

Herrlich, ich wollte hier eben wirklich auf englisch ansetzen… Erklärung später.
Es ist lustig, wie manche Lieder erst nach einer Weile Spaß machen. So zum Beispiel dieser Titel nach einem Song von James Yuill (aus dem Album „Movement in a storm“). Ich habe den bestimmt ein Dutzend mal hören müssen, bis ich darin eine wunderbare eigene Interpretation gefunden habe. Oder in anderen Worten: wahrscheinlich habe ich in den vergangenen Wochen ausreichend mittelmäßige und auch schlechte Filme gesehen, dass mir der Songtitel allein entgegenkam. Aber wirklich: das Lied ist toller Independent Pop.

Eigentlich hatte ich mich gestern abend auf mehr Mainstream gefreut in einem der letzten deutschen TV-Formate, welches ich mir antue – und sei es, um dabei zu lästern – „Wetten dass“. Und dann? Ja, dann musste ein Jungspund, der eben noch als Schwiegermuttertraum angepriesen wurde, sein Leben aufs Spiel setzen. Damit gelang ihm (unbeabsichtigt) etwas, was Demonstranten oder Terrorgefahr-Meldungen alt aussehen lässt. Die Sendung wurde vorzeitig gestoppt – kein Phil Collins, kein Justin Bieber, keine sonstigen Promis, die noch angekündigt waren. Damit war mein TV-Abend auch im Eimer.
Ja, ich weiß, dass das sehr egoistisch klingen mag. Und natürlich wünsche ich dem Opfer gute Besserung. Aber was ist aus dem Motto „Show must go on“ geworden? Anfangs sah es ja noch so aus, als würde die Devise gelten – dank Oldie-Einspieler von Modern Talking und Jennifer Lopez (ja, die hat mal Musik gemacht). Und dann folgte die Absage. Wer weiß, ob es die Sendung so überhaupt noch geben wird.
Hey, super, ich war beim Ende von „Wetten dass“ live dabei – na ja, ich hoffe nicht. Nachher müssen die Megastars noch zu Olli Geißen gehen (*würg*).

So, zu erfreulicheren Themen:
Musik – habe gleich zwei Musik-DVDs schauen können und eine weitere via eBay erworben (mehr dazu im Musikjournal) – darunter John Mayer’s VH1-Special (Storytellers). Ich gestehe, in manchen Fällen verstehe ich diesen Musiker nicht – also inhaltlich, was wahrscheinlich an verschiedenen Ansichten und unterschiedlicher Lebenserfahrung liegt. Aber spätestens, wenn er singt (und das kann er), verliert das an Bedeutung. In manchen Dingen sollte man vielleicht auch seine eigene Bedeutung finden.
Comics – ich werde wohl einen kleinen Batzen Geld verlieren, wenn ich nicht im April nach London fahre. Denn da findet eine „Convention“ statt (KAPOW!), zu der ich mal eben ein Ticket gekauft habe. Initiator dieser Veranstaltung, die es so noch nicht gab, ist einer meiner Lieblingsautoren – Mark Millar. Ich bin gespannt und entwickle bereits eine Art Vorfreude.
Apropos Millar – endlich habe ich es geschafft, und die englische Komplettausgabe von „Kick-Ass“ in einem Rutsch gelesen. Es war mindestens genauso intensiv wie die Verfilmung, welche ich mehrmals im Kino gesehen habe (und damit öfter erleben durfte als die bebilderte Vorlage). Insofern war es kein Wunder, dass ich die Geschichte der Filmversion mehr verinnerlicht hatte als die eigentliche Comic-Geschichte, die an manchen Stellen mit Handlungswendungen aufwartete, an die ich mich gar nicht mehr erinnern konnte. So oder so – beide Versionen sind top (die Comic-Version ist etwas geek-lastiger).
Ach, und wo ich schon bei Lese-Erlebnissen bin: heute verschlungen: „Batwoman“ und „Spider-Woman“ – ja, eigentlich lustig, wenn man bedenkt, dass es Ableitungen sehr bekannter männlicher Superhelden sind. Aber so höret: die Bände sind wahrlich der Hammer – einmal wegen der Autoren, die diesen Charakteren mehr Leben und Individualität einhauchen, als man es erwarten würde, und dann noch wegen der Bildkunst. Ob nun Greg Rucka und J.H. Williams III bei DC oder Brian Michael Bendis und Alex Maleev bei Marvel – das sind Kreativteams, bei denen mir als Comic-Fan das Herz aufgeht. Die Hingabe und Genialität, diese Geschichten mit einer unglaublich komplexen Kontinuität der jeweiligen Comic-Universen zu verbinden und dann noch Unterhaltung pur zu liefern, ist schon beachtlich.

Was sonst?
Ach ja, ich habe wieder geschmackliche Exkurse unternommen.
1) Marzipankartoffeln in der Sorte „Winterpunsch“ – ja, da wurde Orangenaroma hinzugefügt. Das gibt der Nascherei jedoch eine interessante Beimischung und lässt sie weniger süß erscheinen. Insofern: gut.
2) Happy Hippo cacao – och nö, die fand ich nicht so toll aufgrund der unerwartet kräftigen Schoko-Note. Dann lieber bueno von der Marke mit dem weißen und orangen Rand.
3) Milch-Honig-Snack – eine Enttäuschung. Schmeckt nur wie Milchschnitte – mehr nicht. (Leider ist es ein 5er-Pack.)
4) Oreos – ein Snack, der wohl überregional bekannt sein dürfte (allein der Sprachvielfalt auf der Packung nach zu urteilen). Lecker. Wirklich lecker und süß und angenehm schokoladig. Die Empfehlung des Hersteller, die Leckerei mit Milch zu verzehren, kann ich auch nur befürworten.

So, und schließlich noch der Grund, warum ich hier mit Englisch ansetzen wollte – „Skins“. Dies ist eine britische (und spätestens nach den ersten Minuten zweifelt man auch an einem amerikanischen Ursprung) TV-Serie um Teenager in England, die ich heute erstmals sah. Ich könnte fast einen Vergleich mit „Dawson’s Creek“ machen, aber so verrückt hatte ich die US-Serie dann doch nicht in Erinnerung. Also „Skins“ ist verrückt und herrlich unkonventionell, aber auch krass. Sei es der Umgang mit Rauschmitteln oder die Nackheit – so etwas würde man hierzulande (wohl) niemals produzieren (können). Ein Urteil erlaube ich mir jedoch erst nach mehr Folgen. ^^

OK, das war noch nicht alles: Seit Kurzem habe ich nun Time Machine von Apple am Laufen, was mich anfangs wieder einige Nerven kostete. OK, dass das erste Backup Stunden in Anspruch nimmt, kann ich ja noch verstehen. Aber warum muss das Ding stündlich arbeiten? Also hier wären mehr Einstellungsoptionen wünschenswert.

Hm, sollte ich noch kurz zu den Themen Jugend-Bla-Medienvertrag und Wiki-Leaks kommen? Beides ist relativ kontrovers. Und es ist schon spät.
Na ja, nur so viel: jeder sollte sich dazu mal informieren, denn beides wirbelt digitalen Staub auf.

Es verbleibt ohne Tränen für Hollywood
F.

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