You won’t feel a thing

Zum Titel: Dieser stammt vom ersten Song des aktuellen (zweiten) Albums von The Script, welches wiederum „Science & Faith“ heißt. Ich habe heute auf einer Fahrt das komplette Album gehört und verstand nicht, warum man besagtes Lied nicht „For You“ genannt hat, da diese Zeile wesentlich prägnanter im darin vorkommt. Ansonsten ist diese Band aus Irland ein Sympathieträger meinerseits. Sie machen tolle Musik (Rock/Pop), sind für ihre Erfolge dankbar, erhalten gut den Kontakt zu Fans und sind gar nicht mal so bekannt. Na gur, der letzte Punkt tanzt etwas aus der Reihe. Aber ich kann manchmal schon verstehen, warum Leute gern Indie hören – weil es nicht jeder kennt und man nicht erwarten muss, die Musik in großen TV-Shows präsentiert zu bekommen (als Playback-Auftritt, Einspieler-Untermalung oder noch schlimmer – von Castingteilnehmern verunstaltet).
Auf der anderen Seite ist der Status als Geheimtipp auch eine Herausforderung. Man kann es Freunden empfehlen bzw. sieht, ob es schon jemand auf dem Radar hat.

Zur Woche:
Irgendwie war viel zu viel los. Bedeutet das nun, dass mein Default-Alltag zu ereignislos ist, oder bin ich einfach nicht daran gewöht, übermäßig viele Gegebenheiten zu verarbeiten? Na ja, ich lege das mal als Übertreibung aus. Also, was war geschehen?
Viel, viel Arbeit (natürlich), an einem Vormittag wusste ich gar nicht mehr, wo ich zuerst anfangen sollte – ließ sich dann doch auch alles bearbeiten, war nur die anfängliche Flut, die mir die Ruhe nahm. Dann war ich zweimal abends weg – zwei lokale Clubs, die ich seit langer Zeit nicht mehr von innen gesehen habe. Beide Abende waren unterschiedlich, aber sehr unterhaltsam. Dann habe ich erstmals die American Music Awards gesehen – eine Show, bei der die Awards sehr nebensächlich abgehandelt werden – aber das Spektakel wird ja auch nicht von einem „Musiksender“ vertrieben. Die Auftritte waren dagegen überwiegend pompös inszeniert. Und schließlich habe ich einige Zeit damit verbracht, ein neues OS X-System einzurichten.

Und da bleibe ich gleich mal beim Thema, wenn ich nun von den ersten sehr positiven Erfahrungen mit AirTunes berichte. Die Einrichtung ist kinderleicht und das Ergebnis grenzt (für den Ahnungslosen) an Magie. Ich kann ein Boxenset drahtlos mit Musik befeuern und nebenbei via Kopfhörer am selben Rechner YouTube-Videos gucken, deren Audiosignal nur meine Ohren erreicht. Und noch toller ist die Option, den Rechner irgendwo in WLAN-Reichweite wegzustellen und die Musik dank iPod-App zu steuern – quasi als hübsche Fernbedienung.
Ich war jedenfalls begeistert, wie die Technik harmonisierte.

Aus der Filmecke gibt es zwei Semi-Empfehlungen (semi, weils Geschmackssache ist):
„Whiteout“ – ein Thriller, der in der Antarktis spielt, eine spannende Story verfilmt (ursprünglich ein Comic, ohne Fantasy-Aspekte) und an manchen Stellen etwas explizit wird (z.B. Verletzungen).
„From Paris with Love“ – eine Action-Komödie, die ebenfalls explizite Darstellungen verwendet, aber dafür einen kaltschnäuzigen John Travolta in Bestform präsentiert. Dass die Geschichte nach Luc Besson in Paris spielt, kommt dem Film auch zu Gute.

Nun in kulinarische Gefilde:
Nach meinem letzten Herdeinsatz hatte ich noch Überreste an Kaffeesahne, die ich mit Tee größtenteils aufbrauchen konnte. Daraufhin kam ich auf den Geschmack von Tee mit Milch, was für andere Standard ist. Zum Wochenende hin wurde ich beim Einkauf auf eine mir bis dato unbekannte Form der „Kaffeesahne“ aufmerksam gemacht – gesüßte Milch aus der Dose. Sah niedlich aus, machte mich neugierig und ließ mich spekulieren, dass ich Reste dann pur vernichten könnte. Aber weit gefehlt. Das Zeug ist ultra-süß (erinnert geschmacklich an das Innere der Kinderschokolade), zäh/klebrig wie Honig und sieht aus wie Vanillesauce. OK, der letzte Punkt springt wieder aus der Reihe. Aber echt – ich möchte mal sehen, wer diese Substanz in Esslöffeln verzehren kann. Bei meinem ersten Tee-Einsatz damit habe ich durch falsche Dosierung versehentlich fast jegliches Aroma der Teesorte (Indischer Chai) überdeckt.
Mit anderen Worten: die Dose mag harmlos aussehen, entspricht aus meiner Sicht aber einer Großpackung.

Dann wollte ich kurz noch die Genialität im Wort „Neugier“ ansprechen – ein Begriff, der mir oft begegnet und das negative Wort „Gier“ mit einer kleinen Ergänzung in etwas doch eher Positives umwandelt – die Gier nach dem Neuen. Oder vielleicht auch: ein Drang, den Erfahrungshorizont zu erweitern. Irgendwie schön.

Schließlich ließ mich ein Gesellschaftsabend noch darüber nachdenken, wann ich wohl damit beginnen werde, mich in solchen Situationen über Krankheiten und die gute alte Zeit als vorherrschende Themengebiete auszulassen. Ich hoffe, das dauert noch eine Weile.

Und damit verbleit ohne schlechtes Gefühl
F.

Advertisements

Schlagwörter: , , , , , ,

Eine Antwort to “You won’t feel a thing”

  1. md207 Says:

    „Schließlich ließ mich ein Gesellschaftsabend noch darüber nachdenken, wann ich wohl damit beginnen werde, mich in solchen Situationen über Krankheiten und die gute alte Zeit als vorherrschende Themengebiete auszulassen. Ich hoffe, das dauert noch eine Weile.“

    Hehe, das passiert früher als einem lieb ist. Gestern abend saß ich mit W. am Küchentisch und sinnierte beim Betrachten der Seitenansicht von Word darüber nach, was ich als 15, 16, 17jähriger alles auf meinem damals noch funktionstüchtigen, in der DDR produzierten, KC85/3 programmiert hatte (u.a. ne Seitenansicht für n Schreibprogramm). Das kulminierte dann in folgender, einem Rentner vielleicht nicht unähnlichen, Aussage:

    „Nich, die Betriebssysteme damals, die konnten ja noch nüscht. Damals, da musste man ja noch alles selber machen, nich?“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: