Everything to lose

Der Titel für diesen Eintrag stammt von Dido, stellt ihre aktuelle Single dar und ist darüber hinaus auf dem Soundtrack eines „Frauenfilms“ enthalten. Abgesehen davon ist es gewohnt ruhige Popmusik mit elektronischen Einflüssen.

Apropos Popmusik: in diesen Stunden wird ein paar Kilometer überm Teich der alljährlich Promo-Super-GAU namens MTV Video Music Awards vorbereitet/aufbereitet/verarbeitet, was mit großer Wahrscheinlichkeit wieder für Schlagzeilen sorgen wird.

Und andere Schlagzeilen aus Amerika sind wohl auch erwünscht, nach den letzten Meldungen zu einem kulturellen Flächenbrand zu urteilen. Ja, urteilen wollte eine kleine Gruppe nicht so ganz toleranter Leute über das Printwerk einer viel größeren Gruppe von Menschen.
Und wie schon neulich wird die arme Meinungsfreiheit hochgehalten, wobei zu hinterfragen ist, inwiefern Beleidigungen zur Meinung gehören. Und wo beginnt die Beschimpfung überhaupt? Alles schwierig. Wenn das so weitergeht, sind wohl Volkskurse für Diplomatie notwendig.

Stichwort: Lifelong Learning. Dem sollten sich auch manche Politiker verschreiben, wenn es um brisante Entscheidungen geht, die im Nachhinein eine Welle von Demonstrationen hervorrufen könnte. Die Zwickmühle? Entweder dem öffentlichen Echo nachgeben und Seriosität verlieren oder entgegen jeder Kritik auf Kurs bleiben und Punkte in Sachen „Volksnähe“ verlieren. Das nenne ich dann „lose-lose-Situation“. 😛

OK, genug Weltgeschehen aufgewühlt. Zum Alltag:
Heute habe ich endlich recherchiert und prompt herausgefunden, wie man Skype aus dem Autostart von OS X entfernen kann. Aus meiner Sicht ist das eine ganz schöne Frechheit, dass man so einen Umweg gehen muss und die Option nicht als Checkbox bei den allgemeinen Einstellungen im Programm zu finden ist.

Twitter kann auch nerven, dachte ich mir neulich, als der Counter des Echofon-Plugins wieder an der Grenze zum dreistelligen Bereich war. Vielleicht sollte man neben dem Listensysten so etwas wie die „Priority Inbox“ von GMail integrieren.

Gestern kam in einer gemütlichen Gesprächsrunde das Thema Lesestoff auf, was mich natürlich gleich daran erinnerte, dass ich seit Wochen nicht mehr meinen aktuellen Schmöker auch nur aufgeschlagen habe. Dafür las ich halt zuletzt mehrere tolle Comics, die immer noch den Vorteil der Kürze haben. Aber zurück zur Runde: Unter anderem ging es um „Herr der Ringe“, welches für viele Fantasy-Fans ein Must-Read-Werk darstellt und mich nach den Filmen immer noch irgendwie reizt. Ich hätte es damals beinahe gekauft, aber nun bin ich fast froh, das nicht getan zu haben. Es hieß nämlich, man solle auf die Übersetzung achten – also gibt es anscheinend mehr als eine deutsche Fassung. Ich habe da nun nicht recherchiert, aber die Nachricht an sich fand ich schon kurios. Jedenfalls bin ich wieder am Schwanken, ob ich mich nicht vielleicht doch auf die Leseerfahrung einlassen sollte. Für einen Entschluss habe ich jedoch noch viel Zeit.
Denn nebst dem Roman von Neil Gaiman kommen noch zwei dicke Historien-Wälzer auf mich zu, bevor ich über neue Bücher für meinen Lesestapel verhandle.

Schließlich möchte ich noch anmerken, dass mir wieder eine cineastische Durststrecke auffällt, welche nun schon ein paar Wochen vorherrscht und mir eigentlich ausreichend Gelegenheit zum Aufholen von Serien gibt, was ich leider nicht ausreichend nutze. (Und das alles in einem Satz.)

Es verbleibt als Gegner von Verlustängsten
F.

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Eine Antwort to “Everything to lose”

  1. md207 Says:

    „Herr der Ringe“ auf Englisch klingt dem Thema und der dargestellten „Epoche“ angemessener, weil halt viele altertümliche englische Ausdrücke eingeflochten sind.

    In den deutschen Übersetzungen gibt es nun welche, die versuchen, das Altertümliche ins Deutsche zu übertragen, und welche, die versuchen, das zu ignorieren, weil _heute_ niemand mehr so redet.

    Ist eine Geschmacksfrage und ob man sich daran stört, ob Frodo von Sam als „Herr“ oder als „Chef“ angeredet wird, und ob man sich „Ihr“zt oder „Sie“zt.

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