Temporary

In dieser Woche liefert erneut die nahezu unbekannte Band „Ghosts“ den Titel, der relativ episch ist und das (wohl einzige) Album „The World Is Outside“ abschließt. Somit wurden dieser Tage mal wieder ein paar Klassiker entstaubt, was durchaus unterhaltsam war.

Die Feiertagszeit ist nun vorbei und spätestens mit der kommenden Woche dürfte der Alltag wieder einkehren. Umso schöner, dass die vergangene Arbeitswoche abermals um einen Tag verkürzt war.

Auch das Wetter spielte überwiegend mit, obwohl sich einige über die kühle Luft beklagen, was ich nicht so schlimm finde, da solche Werte wahrscheinlich in Kürze auch verschwinden werden.

Zwar mangelte es nicht an Gelegenheiten, dennoch konnte ich mich in den letzten Tagen nicht so recht entschließen, einen Film zu sehen. Stattdessen sah ich diverse Episoden von TV-Serien. Unter anderem waren darunter mehrere Episoden von South Park, einer überaus dreisten Serie, die in den letzten Wochen bei mir Punkte sammeln konnte. Das liegt überwiegend an der absolut übertriebenen (und dennoch irgendwie zugleich treffenden) Art, Aspekte des Zeitgeschehens zu behandeln. Auch wenn die „aberwitzige“ Zensur ein paar schlimme Wörter wegbiebt, scheint die Serie an Absurditäten keine Grenzen zu kennen. Dabei ist die Gradwanderung am Rande der Geschmackslosigkeit verblüffend kreativ gehalten.
Besonders erwähnenswert finde ich die jüngste Folge, die sich mit Facebook beschäftigt und nebenbei noch ein paar Referenzen zu Tron einbaut. In etwa 21 Minuten wurden darin jede Menge Pointen über Auswüchse des Giganten unter den Sozialen Netzwerken aneinandergereiht, was schon eine Leistung darstellt.

Eine andere Serie, die ich angetestet habe, nennt sich „FlashForward“ und ist mal wieder typisch amerikanisch in der Machart, was nicht gleich bedeutet, dass sie schlecht ist. Nur wirken manche Dialoge hölzern und es laufen fast ausschließlich gutaussehende Menschen durchs Bild.
Abgesehen davon sind manche Spannungsbögen durchaus gelungen. Jedoch gefällt mir der Unterton nicht so ganz, denn die Serie baut sehr stark auf Ängste (Panikmache) und Verunsicherung. Das sieht, wie gesagt, teilweise nett aus, ist aber andererseits auch erstaunlich banal, wenn man drüber nachdenkt.

Wer kann schon wissen, wie es in der nächsten Woche aussieht (geschweige denn in ein paar Monaten)? Ja, den Charakteren in der Serie ist etwas Traumatisches widerfahren. Aber deswegen in jeder Kleinigkeit irgendwelche Bedeutungen zu suchen, wirkt schon etwas extrem. Fast möchte man hier ebenfalls behaupten „typisch amerikanisch“ nach dem Motto „aus dem Heimatland der Verschwörungstheorien“.
Ich kann zwar nicht genau sagen, inwiefern ein Gefühl der Sicherheit (bzw. die Bedeutung davon) in der Natur des Menschen liegt, aber garantieren kann es doch keiner. Ich vermute, da spielt viel Ignorieren oder Ausblenden mit. Denn schon nach einem kurzen Moment, darüber nachzudenken, was einem gleich passieren könnte, lässt den Kopf kreisen – je nachdem, wie viele komische Filme oder Reportagen der Einzelne schon gesehen hat und wie unwahrscheinlich die Möglichkeiten angenommen werden.
Soll heißen: wenn man drüber nachdenkt, könnten wir vor so ziemlich allem und allen in jeder Sekunde des Tages Angst haben, wenn man darauf sensibilisiert wird. Und da man nahezu unmöglich auf alles vorbereitet sein kann bzw. alle Risiken auch nur abschätzen kann, ist der Alltag wohl möglich. Statt also pausenlos an eine Überzahl an Gefahren zu denken, wird das einfach vernachlässigt bzw. ausgeblendet. Denn sonst könnte schon der erste Schritt aus dem Bett Stunden dauern.

Und erst jüngste Berichte über ein Flugzeugunglück in Russland lassen einen in Erinnerung rufen, wie vergänglich ein Status quo sein kann. Die Zukunft bleibt also eine Unbekannte, was auch seine Vorteile hat. Und manchmal sind Sorgen und Ängste nicht die Zeit wert, ausgereift zu werden.

Es verbleibt endlich in Frühlingslaune
F.

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