Everything has changed

Der heutige Titel wäre eigentlich für den letzten Eintrag passender. Denn da war es geradezu ungewöhnlich, noch bei Tageslicht zu schreiben. Na ja… aber die Worte „alles ist beim Alten“ mag ich auch nicht verwenden, denn immerhin stammt der Titel von einer Neuentdeckung, wobei „neu“ auch wieder relativ ist. Es handelt sich um eine deutsche Gruppe namens Stanfour, die jüngst sogar in den Top Ten der deutschen Single-Charts vertreten waren – da allerdings mit einem Lied, was ich nicht so umwerfend finde. Jedenfalls habe ich die Musik neulich als deutsche Antwort auf Coldplay und Keane beschrieben, was ich mittlerweile nicht mehr ganz so treffend finde. Begriffe wie Rock-Popmusik und Easy Listening sind da vielleicht angebrachter.

Ja, Musik hatte ich in dieser Woche auch wieder reichlich – unter anderem Bands mit so lustigen Namen wie „Cut Copy“ oder „Architecture in Helsinki“. Wenn ich es schaffe, werde ich das morgen an anderer Stelle kurz auswerten.
Abgesehen von der Musik war die Woche auch wieder recht vergnüglich. Ich bin zwar immer noch kein Fan von FrameMaker geworden, kann aber schon einige Vorteile des Tools erkennen.
Außerdem habe ich erstmals Lieferpizza gegessen, die mir nicht vorkam, als hätte sie Raumtemperatur. Stattdessen hat der Anbieter, der den Begriff „hot“ im Namen hat, seinem Namen alle Ehre gemacht. Und zwar nicht nur durch Temperatur, sondern auch durch… SCHÄRFE! Ja, das muss ich betonen, denn ich bin mir sicher, dass ich noch nie so SCHARF gegessen habe. Kurzzeitig kam mir das Geschmackserlebnis wie eine Vergiftung vor und ich war froh, dass ein Glas Milch in der Nähe war. Eigentlich auch schade, denn so wirklich zum Geschmack der Pizza kann ich nicht mehr viel sagen.
Dagegen kann ich mehr zu den letzten Filmen sagen, die ich gesehen habe. Da wäre zum Beispiel der aktuelle Film von Roman Polanski – „The Ghost Writer“. Dieser Thriller wirkte erfrischend anders aufgrund Umgebung und einer Handlung, die Klischees nicht gleich mit dem Holzhammer auffällig macht. Weiterhin waren einige Anspielungen (oder gar Seitenhiebe?) auf die Politikwelt amüsant bis sehr interessant. Und das sehe ich auch als einen Pluspunkt, wenn Filme bzw. Schauspieler ein nicht unbedingt für jeden spannendes Feld wie Politik unterhaltsam aufbereiten können.

Ach, und wo ich schon bei Politik bin: Wann ist das Tal der Peinlichkeiten endlich vorbei? Ich meine, Politiker haben gegenwärtig eh schon nicht den besten Ruf. Aber zu sehen, wie manche Konsorten das Berufsbild weiter schädigen, kann schon den einen oder anderen Nerv kosten. Vielleicht sollte die Presse künftig vermehrt auf Erfolgsmeldungen von Ministern oder Projekten setzen, damit nicht noch der letzte gute Wählerwille verschwindet. Ja, Kritisieren und Schlechtreden ist die eine Seite, aber offenkundig Mist bauen, ungeschadet davonkommen und Politikverdrossenheit fördern, kann es auch nicht sein.

Noch ein paar Anmerkungen zur Gegenwart: Es liegt mächtig viel Matsch auf den Wegen. Facebook scheint immer bedeutender zu werden. Woanders soll bald wieder gestreikt werden. Irgendwie ist eh nirgends Geld da. Und Aufrichtigkeit findet sich auch immer seltener.

Es verbleibt mit neuem Brennnesseltee
F.

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Eine Antwort to “Everything has changed”

  1. papiertiger62 Says:

    Musiktipps… interessant. Und scharf ist gesund… wohldosiert jedenfalls.
    Deine Schreibe liest sich gut… hier schau‘ ich mal wieder rein 🙂

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