Seneca’s silence

Und wieder ein Wochenende mit WordPress-Eintrag. Der heutige Titel kommt von Get Well Soon, einem Musikprojekt (vielleicht auch eine Band) aus Deutschland, wenn ich mich recht erinnere. Seneca war übrigens ein Römer zu Zeiten Neros, der sich mit verschiedenen Wissenschaften befasste  und Schriften verfasste. (Den Rest kann man sich bei Wikipedia nachlesen.) Nebenbei: so leise ist das Lied nicht.

Auch in der letzten Woche bin ich meiner Rolle als Filmfreund gerecht geworden. Fünf waren es diesmal. Hervorzuheben wäre ein ziemlich unbekannter SciFi-Streifen mit Sam Rockwell. „Moon“ besticht durch viele ruhige Szenen und eine relativ ungewöhnliche Handlung, die man teilweise erahnen möchte und dennoch überrascht. Und dafür, dass hinter dem Film kein großes Studio steht, sind die Effekte der Independent-Produktion ziemlich gut. Gefallen hat mir auch die Musik.

Weiterhin konnte ich erstmals die Einrichtung eines Mac Computers miterleben, was schon ziemlich interessant war. Vom Eindruck her ähnelt das Betriebssystem einer Linux-Distribution wie Ubuntu. Kurzzeitig habe ich überlegt, wie ich wohl mit einem Mac als PC klarkommen würde. Im Laufe der Jahre bin ich nun an diverse Windows- oder Linux-Tools gewöhnt. Und so wäre es schon eine Herausforderung, mit welchen Varianten ich in Mac OS X zu rechnen hätte. Allein, dass Tastenkombinationen wie STRG+C wegfallen würden, ist irgendwie lustig und beunruhigend zugleich.
Übrigens kam ich auch bei Ubuntu in dieser Woche an meine Erfahrungsgrenzen, als ich mal eben einen Screenshot machen wollte. Ich wusste, dass ich das früher mit Gwenview gemacht habe, aber dieses Tool war erstens noch gar nicht installiert und zweitens mit zig Zusatzpaketen aufgrund der nicht-KDE-Umgebung verbunden. Also nichts mit „mal eben“. Als dann noch die aktuelle Version mit einem völlig neuen Interface überraschte, war meine Geduld am Ende.
Dafür ist es mir relativ fix gelungen, zwei Monitore anzusteuern. Die Desktop-Effekte ließen sich zwar nicht aktivieren, sind aber auch nicht so wichtig. Bzw. das kann ich später nochmal in Angriff nehmen.

So… dann noch eine Anekdote aus dem Alltag. Neulich wollte ich mal wieder eine neue Nudelsauce probieren. Habe ja noch nicht alle aus dem Sortiment im lokalen Supermarkt durchgetestet. Als ich dann den Glasinhalt in den Topf schütten wollte, wunderte ich mich, dass ein normaler Esslöffel nicht durch die Öffnung passte. Hallo? Wie unpraktisch ist das denn! Soll man sich mit dem Gefäß die Hand abschütteln oder gehen die Verpackungsexperten nun schon davon aus, dass jeder Latte Macchiato Löffel (wie Teelöffel mit langem Stiel) hat? Na ja, ich habe zwar welche, aber sehe das nicht als Standard an. Und nun die Pointe. Der Geschmackstest war im wahrsten Sinne ernüchternd. Denn diese Sauce aus dem Glas bestand, wie ich dann dem Etikett entnahm, ausschließlich aus Tomaten und Basilikum. Ja, wie gut, dass ich auf Salz im Nudelwasser verzichte. So konnte ich den vollen nichtvorhandenen Geschmack auskosten. Erinnerte mich irgendwie an Babynahrung.
Das nächste Mal sollte ich also vor dem Kauf mehr auf die Zutaten achten. Und ich habe gelernt, dass Passata für pürierte Tomaten steht.

Am Wochenende habe ich dann endlich mal wieder ein paar Comics gelesen.Streets of Gotham #1 cover Leider waren die ersten ein Frustfest, denn ich konnte miterleben, wie einer meiner Lieblings-DC-Charaktere in seiner neuen regulären Serie total entfremdet wurde gegenüber der Originalversion. Eigentlich hätte man der Figur gleich einen anderen Namen und ein anderes Logo verpassen können. Auch die Zeichnungen fand ich nicht gelungen, weil sie mich teilweise an Kinderbücher erinnerten. Nur, dass solch okkulte Darstellungen eher nichts für Kinderbücher sind.
Auch die letzten Batman-Hefte waren keineswegs erbaulich. Obwohl mit dem neuen Status quo eigentlich massig neue Möglichkeiten gegeben sein sollten, weiß der Zeichner Tony Daniel, der nun auch wieder einmal schreiben darf, nicht wirklich was mit den Figuren anzufangen. Es wirkt wie ein Aufguss alter Geschichten und sieht darüber hinaus nicht mal toll aus, obwohl ich einmal froh war, dass Tony Daniel Stammzeichner der Batman-Serie ist.
Wenigstens die Geschichten von Paul Dini in der Serie „Batman – Streets of Gotham“ sind unterhaltsam geschrieben. Eigentlich fände ich es besser, wenn es nicht so viele parallele Batman-Serien gibt. Aber die Interessen der Verlage sind eh eine Geschichte für sich.
Zusätzlich enthält „Streets of Gotham“ noch eine Zweitgeschichte im hinteren Heftteil, bei der es um die Abenteuer von Manhunter geht. Und diese fand ich von allen sogar am besten. Die Figur könnte gut ein Gegenstück von Jessica Jones (aus der grandioses Marvel-Serie „Alias“, nicht zu verwechseln mit einer gleichnamigen TV-Serie) sein.

Apropos Gegenstück: Wie ich heute herausgefunden habe, gab es in den 1990er Jahren von Marvel sogar eine Art hauseigenes Gegenstück zu Spawn (der Schöpfung des ehemaligen Spider-Man-Zeichners Todd McFarlane) mit dem Namen Nightwatch. Die Ähnlichkeiten sind fast gar nicht zu übersehen. Erstaunlich, dass diese Figur nach der sehr kurzlebigen eigenen Serie scheinbar in Vergessenheit geraten ist (wo doch sonst auch jeder Schmu wieder aufgewärmt wird).

Eigentlich wollte ich noch über „Privatsphäre 2.0“ schreiben, aber das wird vertagt.

Es verbleibt mit Geek-Grüßen
F.

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