Time waits

Und damit ein fröhliches Hallo ans Jahr 2010, dessen erster Blogeintrag nun geschrieben wird. Der Titel stammt von einem stimmungsvollen Lied der Sängerin Gloria Estefan, welchen man auf deren Album „Unwrapped“ von 2003 findet. Ob es nun wirklich das Warten ist, welches die Zeit so im Allgemeinen beschreibt, ist (wie sollte es auch anders sein) Ansichtssache. Mir fällt da ein anderer Spruch ein:
Die Zeit ist die beste Lehrmeisterin – nur bedauerlich, dass sie all ihre Lehrlinge umbringt.
Gut, vielleicht etwas makaber, aber dennoch denkanregend. Ich bin mir gar nicht mehr sicher, wo ich den Spruch aufgeschnappt habe. Falls es irgendwem ad hoc einfallen sollte, kann er gern ein Kommentar dazu hinterlassen.

Tja, so sind nun bereits die ersten Tage des noch jungen Jahres vergangen und bei mir ist derweil relativ wenig passiert, was allerdings auch ein guter Ausgleich zum trubelreichen Silvester (inklusive Neujahr) war.
So genoss ich an diesem Wochenende wohl so viele Filme wie schon lange nicht mehr. Von Beziehungskomödien über Agentensatiren und Teeniefilmen bishin zu politischen Thrillern – allesamt sehr sehenswert.
Dazu gab es heute mal Tofu-Bolognese, die erstaunlicherweise (oder doch zu erwarten) wie normale Bolognese schmeckte. Na gut, die Mischung musste nur erwärmt werden (so viel Muße wollte ich mir in der Küche dann auch nicht lassen). Daher wird das allseits bekannte Glutamat seinen Anteil am Geschmack gehabt haben. Ein Schelm, der spekuliert, ob man durch die Geschmacksverstärker sogar den Vegetariern Fleisch als Pflanzenzeugs andrehen könnte.

Nochmal zu den Filmen zurück: der eine ließ mich nachdenken, gelegentlich über brisantere Themen zu schreiben, was mich wiederum an einen Begriff denken ließ, über den sich der geneigte Internet-Nutzer durchaus informieren sollte (so denn er davon nicht schon gehört hat): Streisand-Effekt
Damit wird das Zusammenspiel von Information, Meinungsfreiheit und Persönlichkeitsrechten umschrieben. Oder in anderen Worten: Das erstrebte Unterdrücken von Informationen kann ungewollt zum gegenteiligen Ergebnis führen, dass diese Information massiv verbreitet wird.

Free Speech FlagDas in diesem Zusammenhang genutzte Bild nennt sich Free Speech Flag und sei der Farbenfreude halber hier nochmal aufgeführt.
Ferner lässt sich dieses Internet-Phänomen auch auf negative Firmenmeldungen beziehen. Und ab da kann es für Max Mustermann (die Privatperson) schwierig werden. Inwiefern dabei der Verbreitungsgrad einer jeweiligen Plattform Einfluss hat, wäre unter Umständen auch ein Aspekt. Es ist eine Sache, wenn beispielsweise Max im Blog A über Marke B schlecht schreibt, und eine andere Geschichte, dass Marke B (ggf. auch vertreten durch Konglomerat C) von diesem Text erfährt und dann Schritte dagegen einleitet. Nichts gegen raffinierte Such-Algorithmen, aber manche Ecken im Internet könnten genauso gut als unbedeutend gelten, was andererseits größerer Juristerei-Abteilungen egal sein könnte (gibt es „Flatrate-Klagen“?).
Heißt das nun, dass man aufpassen soll, wenn man zum Beispiel seinem Frust über ein Produkt in eine Bewertung bei Amazon verpackt? Wer weiß…
Vielleicht heißt das Thema auch „Paranoia vs. Belanglosigkeit“ oder „Rate mal, wer gegen deine Meinung ist“.

Es verbleibt somit nach dem ersten Eintrag 2010
F.

Advertisements

Schlagwörter: , , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: