Alejandro

„Baila!“ und willkommen zu einem neuen Eintrag, der seinesgleichen sucht. Der heutige Titel ist nicht ein Schlachtruf für iberische Shopping-Süchtige, sondern wie sonst meistens auch ein Liedtitel und in diesem Fall wohl ein Name. Denn die gute Lady GaGa besingt in dem Song einen Typen, der nicht ihren Namen sagen soll (daher der Subtitel „Don’t Call My Name“). Ja, diese junge Dame ist dieser Tage wohl auch beruflich enorm ausgelastet, da sie nicht nur seit Kurzem ein neues Doppelalbum am Start hat („The Fame Monster„, welches zusammen mit einer Neuauflage ihres Debütalbum „The Fame“ ausgeliefert wurde) – obendrein startete letzte Woche ihre Tournee („The Monster Ball“). Abschließend sei zu besagter Sängerin angemerkt, dass ich selten so viel Ohrwurm-Material in 8 Liedern (ein kurzes zweites Album) verpackt erlebt habe (insofern wohl kurz und knackig).

Aber extravagante Zeitgenossen beiseite, es geht auch hierzulande Einiges ab. Ich würde behaupten, dass es schon eine Weile her ist, seit das letzte Mal so viele Proteste in den Medien aufgekocht wurden – seien es nun Arbeitnehmer von belasteten Unternehmen oder gebeutelte Studierende. (Wird „Protest“ wohl das Wort des Jahres werden?)
Und wie sich der geneigte Leser meiner Tweets denken kann, habe ich am Wochenanfang hautnah ein paar Eindrücke sammeln können. Ursprünglich stand meine Teilnahme an der Versammlung im hiesigen Audimax gar nicht auf dem Plan, aber irgendwie war ich dann doch neugierig und rechtzeitig von einem Ausflug ins städtische Randgebiet zurück. Passte also  irgendwie.
Na ja, der Abend war schon ziemlich aufschlussreich, wenn auch (wie anscheinend üblich) lang. Wenn man jedes Treffen mitnehmen will und einen einigermaßen zeitigen Tagesstart anstrebt, dürfte das nach einiger Zeit ganz schön schlauchen. Aber in der Gruppe kann man sich ja abwechseln.

Ein Nebeneffekt der Versammlung am Montag, war, dass ich mir etwas für den Dienstagabend vornehmen konnte. Denn in einem „Bildungskeller“ (oder so, jedenfalls ein bunter Sammlungsraum) wurde der Dokumentarfilm „Let’s Make Money“ gezeigt und anschließend diskutiert. Und beide Aspekte fand ich toll (Filmgucken und Meinungsaustausch). Der Film war aufschlussreich, mit eindrucksvollen Bildern und relativ ruhig geschnitten. Mein einziger Kritikpunkt wäre die Länge, die man vielleicht etwas eindämmen hätte können. Abgesehen davon wurde halt so mancher gerissene Schachzug der modernen „Schurken“ im Anzug erklärt, was summiert mit den Szenen aus dem Leben ausgebeuteter Volksgruppen im Endeffekt nicht gerade einen Sturm der Euphorie hinsichtlich unserer Welt hervorruft. Mit anderen Worten: In gut zwei Stunden wurden dem geneigten Zuschauer ausreichend Gründe serviert, warum Auswandern oder Aussteigen allein die Welt auch nicht besser macht bzw. wie verkorkst doch alles ist. („Money as debt“ lässt grüßen)
Da fühle ich mich momentan an das eine Buch des Marquis de Sade erinnert, welches ich gelesen habe und in dem behandelt wird, dass der Tugend nur Anstrengung bevorsteht, während unehrenhaftes Verhalten leichter zum Ziel führt.
Ein Gleichnis: Es ist einfach, Verpackungsmaterial einfach auf den Boden fallen zu lassen, als dafür die nächste passende gelbe Tonne zu suchen.
Stellt man sich das nun auf globaler Ebene vor, dann.. hey, guck mal, ein Eichhörnchen! squirrel

Als tatenfreudiger Weltverbesserer mag man sich vorstellen, wie eine Gesellschaft reagieren würde, wenn man Erkenntnisse, wie sie diese Dokumentationen liefern, wie Werbepausen in Rundfunk und TV auf die Massen loslassen würde. Statt Jamba-Sparabo also die Hintergründe zum Irak-Krieg. Vermutlich würden Depressionen dann noch mehr im Gespräch sein, als es ein Fußballer je erreichen könnte.
Und überhaupt… Eichhörnchen sind doch auch nett anzuschauen, oder?

Es verbleibt auf einem „Monster-Ball“ namens Erde
F.

PS: nächstes Mal vielleicht eine Gangart heiterer.

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