The man who can’t be moved

Ja, so ungefähr fühle ich mich nach über zwei Stunden extensiver Freizeitbeschäftigung entlang einer maritimen Großveranstaltung. Viel gesehen, viel gerochen und auch ein wenig konsumiert (natürlich nur die Highlights). Außerdem gab es einige Give-aways abzustauben – darunter eine sehr schöne Einkaufstasche.
Eigentlich war noch ein Abstecher zu einer der Freiluftbühnen in meiner Planung, aber wie schon eingangs erwähnt, fehlt mir dazu der Antrieb, was schließlich auch zu diesem Eintrag führte.

Ach ja… der Titel stammt übrigens von der irischen Band The Script, deren gleichnamiges Album eine Empfehlung an Freunde von Acts wie The Fray, James Morrison oder OneRepublic ist (die Beispiele kommen von last.fm). Der Titel behandelt eigentlich eine Liebesbeziehung, bei der einer noch nicht kapituliert hat. Darüber hinaus erinnert mich der Sänger gerade bei dem Lied ein wenig an Sting.

Der Tag bracht eine Fülle von Erkenntnissen hinsichtlich Datenschutz, welche ich hier teilweise rekapitulieren möchte. Vielleicht erfährt der geneigte Leser dadurch ein paar Dinge, die unter Umständen nicht ausreichend weit bekannt sind.
Da wäre beispielsweise der Anfang moderner Datenschutz-Bestimmungen, den man im sogenannten „Volkszählungsurteil“ des Bundesverfassungsgerichts von 1983 findet. Eine zukünftige Volkszählung ist nebenbei für 2011 geplant und das sogar europaweit. Das damalige Urteil enthielt Leitsätze, in denen es unter anderem heißt, dass die Würde des Menschen aufgrund moderner Datenverarbeitung verletzt werden kann. Beim Datenschutz als Grundrecht geht es weniger um den Schutz der Daten als vielmehr um die Befugnis der Daten, denn Herrscher des Wissens über Person XY ist… Person XY.
Dazu mal eine Frage: Läßt sich heute überhaupt noch mit hinreichender Sicherheit überschauen, welche Informationen über einen bekannt sind?
Im zweiten Leitsatz geht es um die Situation, wann Einschränkungen in der informationellen Selbstbestimmung zulässig sind. Da kommen Phrasen wie „überwiegendes Allgemeininteresse“, „gesetzliche Grundlage“, „Normenklarheit“, „Verhältnismäßigkeit“ sowie „organisatorische und verfahrensrechtliche Vorkehrungen“ vor.
Das war also damals. Und heute? In einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur „Online-Durchsuchung“ wird über die Persönlichkeitsgefährdung in Verbindung mit der Nutzung informationstechnischer Systeme geschrieben, was einem schon zu denken geben könnte.
Personenbezogene Daten werden definiert als „Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person“ (aka der Betroffene). Und sowohl das Erheben als auch die Verarbeitung (Speichern, Verändern, Übermitteln) sind wichtige Knackpunkte, welche jedem im Alltag begegnen. Dabei ist der Personenbezug für den Einzelnen nicht immer sofort ersichtlich, was aber im Rechtlichen keine Rolle spielt, wenn die Angaben einer Person zugeordnet werden können. In diesem Kontext gibt es kaum eine Angabe, die nicht schützenswert ist.

Wer weiß, wann der Tag kommt, an dem ich bereue, ein Blog zu führen, in dem ich die eine oder andere schützenswerte Angabe über mich in die weite Welt werfe… Auf der anderen Seite kommt mir da das Schlagwort „Datenmüll“ in den Sinn, was ja schon einmal behandelt wurde (genauer: im April). Wie beeindruckend muss da ein Datenbanksystem sein, welches viele verschiedene Informationsbrocken zu einer „ID-Collage“ zusammenzubasteln vermag.
Und nicht zuletzt: Wer garantiert einem, dass die nächstbeste Datensammlung nicht auch Lügen beinhaltet? Man scheint im Zusammenhang mit Daten ziemlich schnell an Fakten zu denken. Aber wie sieht es mit Gerüchten aus?

Es verbleibt für den Rest des Tages ziemlich unbeweglich
F.

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