Behind the frontlines

Manchmal hat es einen beinahe erschlagenden Effekt, wenn ich überlege, wie viele Musiker durch die Welt ziehen, die vielleicht genau das vertonen, was den eigenen Gedanken entspricht. Ein umfassender Überblick dazu dürfte ein ziemlich schweres Unterfangen sein, zumal (wie ich erst neulich gehört habe) der Mensch nur einen Bruchteil der einströmenden Eindrücke wahrnimmt (bzw. behält). Da ließe sich die Frage anschließen, was teurer ist – die Zeit oder die Aufmerksamkeit eines Menschen?
Heute darf sich jedenfalls der Singer/Songwriter (eine blöde Bezeichnung) Johnathan Rice freuen, denn seine Musik nahm ich heute war und ein Titel wurde zur Überschrift für diesen Eintrag. Die Musik lässt sich wohl am besten als Independent bezeichnen, auch wenn das wiederum alles oder nichts heißen mag. Ich füge mal noch die Begriffe Rock und Pop hinzu. Oder sollte ich besser nur auf Instrumente wie Gitarren und Keyboards verweisen, zu denen sich eine „rauchige“ Stimme gesellt? Ach, die Playlist ist eh schon ein paar Titel weiter…

Cumulus-Wolken ziehen am Fenster vorbei und lassen die Lichtintensität variieren, was das Arbeiten an einem Monitor nicht unbedingt angenehm gestaltet. Zusätzlich macht sich noch eine Hummel bemerkbar, indem sie mehrmals gegen das Fenster fliegt. Vielleicht will die Natur nur mal einen Gruß loswerden. Ähnliches ließe sich auch zum gestrigen Tag deuten, als sich der Herbstcharakter im Wetter manifestierte. Ich meine, so allmählich ist das mit Niederschlag auch genug (vor allem, wenn man zu Fuß unterwegs ist).

Ansonsten war der Tag mit Terminen, Treffen und Beschäftigung ganz passabel, hätte aber auch ruhig mit besserem Wetter gesegnet sein können.

Themenwechsel: Pedamundo oder „Wie ein Trend entstehen kann“
Ich habe mich hier ja bereits über das soziale Netzwerk Twitter ausgelassen (für manche Spielerei oder Newsfeed-Ersatz). Da hatte ein Musiker mit einer relativ großen Abonnentenzahl ein Wort zur Beschreibung einer Stimmung verwendet, welches es so nicht gibt (Phase 1: Wortschöpfung). Aufgrund dieser Undeutlichkeit kam es zu Antworten (bzw. Fragen), was es mit dem Wort auf sich hat. Dann wurde schlicht ein Zusammenhang erdacht (Phase 2: Sinngebung) und schließlich landete dieses Kunstwort durch die mehrfache Verwendung in der Trendliste des Portals (Phase 3: Verbreitung). Dank Vernetzung entwickelte sich dieser Trend in wenigen Stunden, eine URL wurde geschaffen und ein entsprechender Wikipedia-Artikel erstellt bzw. wegen mangelnder Signifikanz bereits wieder gelöscht.
Fazit: jedes zweite Juni-Wochenende soll unter dem Motto Pedamundo der Lebensfreude gewidmet werden (so könnte man das interpretieren).
Anmerkungen: Kann man nicht jeden Tag der Lebensfreude widmen und mit einem Kunstwort behaften? Und wie verhält es sich mit den etablierten Feiertagen, falls dieser Trend „Pedamundo“ zu einem Dauerbrenner ausartet bzw. an Bedeutung gewinnt? Soll heißen: jeder Brauch hatte bestimmt einen Anfang und manche Details kamen erst nach und nach dazu oder wurden verändert.
Es wäre doch ein außergewöhnliches Lebensziel, einmal einen Feiertag zu starten, der dann vielleicht über das eigene Leben hinweg Bedeutung hat. Zumindest die Verbreitung wäre heute leichter als früher. Andererseits ist da auch wieder der Sinn zu hinterfragen.

Es verbleibt mit besten Wünschen für das Wochenende
F.

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