Someday

Ein (wie könnte es hier anders sein) gelungenes Lied von Nickelback dient als Titel für den heutigen Eintrag. Theoretisch könnte ich auch mal absichtlich eine Hintergrundbeschallung einstellen, die mir nicht sonderlich gefällt… und hätte dann die Möglichkeit, hier ein wenig ins Lästern zu verfallen.

Hm… mal testen. Also heute abend ergab sich der für mich seltene Fall, dass ich regionalen Radio-Sendern gelauscht habe. Und es liefen sogar die Hörer-Charts. Tja, und irgendwann (bin mir nicht mehr sicher, ob es aus den Charts war) wurde dann ein Cover angekündigt, welches meine Aufmerksamkeit wecken konnte. Eine junge Musikgruppe (Name irrelevant, aus der Abteilung „Happy Lala Pop“) hatte den grandiosen Einfall, das Lied „No Limits“ (ehemals von 2 Unlimited, 1990er Jahre) ins Repertoire (ja, das Wort musste ich nachschlagen) zu nehmen. Und meine Güte… das geht so daneben, dass ich schon nach den ersten Sekunden eine Gesichtsentgleisung hatte.
So manche Lieder ertrage ich nicht in neuer Form. Und in besagtem Fall war die Form nicht mal sonderlich neu… ähnelte eher einer schlechten Karaoke-Version mit neuen Gesangsspuren. Respekt, wenn das Management (inklusive Produzent und Plattenfirma) es schafft, damit noch Geld zu verdienen. Schämen sollten sie sich trotzdem. Ich will mir gar nicht ausmalen, wie always ultra krass die Choreografie ausfallen mag, wenn sich die jungen Leute in ihrer Performance verausgaben.

So, werter Leser, könnte es aussehen, wenn ich mal nicht lobend über Musik schreibe. Etwas Zynismus mag da erlaubt sein. Ich will da niemanden bekehren. Wem es also gefällt, darf gern weiter das Radio dazu aufdrehen (wenn ich ausreichend räumlichen Abstand dazu habe).

Erst vor wenigen Tagen durfte ich feststellen, wie ernüchternd eine Diskussion zum Musikgeschmack sein kann. Irgendwann kritisiert jemand Favoriten des anderen und die Stimmung macht eine Talfahrt. Auf der anderen Seite kann es aber auch sehr erbaulich sein, gemeinsame Favoriten zu besprechen. Wahrscheinlich ist das (wie so oft) eine Einstellungssache der Gesprächsteilnehmer (nein, ich arbeite nicht für Telekommunikationsdienstleister).
Ich kann mir gar nicht vorstellen, auf jemanden zu treffen, der so ziemlich die gleichen Sachen hört wie ich. Vermutlich würde ich mich freuen… oder nicht. (Kann man Musikgeschmack eigentlich schon für Charakterstudien verwenden?)

Hm, mit einer Frage möchte ich den Eintrag nicht beenden. Also sei noch kurz zu meinem Tag angemerkt, dass ich einen Bevormundungsversuch erfolgreich abwehren konnte. Klingt nun ohne weitere Erklärung vielleicht etwas komisch, aber ich weiß, worum es ging. Ob sich das Nachfragen lohnt, kann der Leser entscheiden.

Es verbleibt nach einem anstrengenden Nachmittag
F.

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