Martial law

An dieser Stelle sei zunächst dem Herrn Bear McCreary gedankt für seine wunderbare musikalische Untermalung, die mir schon so manchen Lesegenuss verschönert hat. Und dabei gucke ich die betreffende TV-Serie zum Soundtrack gar nicht. (Rätsel am Rande: worum mag es gehen?)
Eigentlich wollte ich nach den vergangenen Einträgen wieder etwas mehr Humor in mein Blog bringen. Nur bedauerlicherweise eignet sich die heutige Thematik nicht wirklich dazu.

Anmerkung: Dem Leser sei zum besseren Verständnis das folgende Video empfohlen.

Tja, da hätten wir (also die Menschheit) mal wieder eine Krise am Wickel. Und in diesem Fall werden wir medien-technisch nicht mal damit konfrontiert wie bei so mancher Öko-Katastrophe. Irgendwie kommt mir in diesem Zusammenhang das Werk „Wanted“ von Mark Millar in den Sinn (nicht unbedingt die Verfilmung), in dem ein durchschnittlicher Angestellter eine Welt hinter der Welt kennenlernt. So ungefähr dürfte man empfinden, wenn man erstmals die Tragweite des Videos „Money as Debt“ zu erfassen versucht.
Wahrheiten können bekanntlich unangenehm sein und in diesem Fall ist sie nahezu paralysierend. Dem mündigen WWW-Nutzer wird bestimmt des Öfteren empfohlen worden sein, nicht jede Verschwörungstheorie zu glauben, die als Flash-Video mit bunten Animationen so einfach und einleuchtend erscheint. Jedoch sind bereits Bruchteile der Grundaussage so verstörend, dass man sich doch mal seine Gedanken dazu bilden sollte.

Geld lässt sich also als „Schulden“ ansehen. Und diese Schulden können niemals beglichen werden, weil sie das gar nicht sollen. Bedanken darf man sich beim Prinzip der Verzinsung. Und zu allem Überfluss baut das System auf ein unendliches Wachstum in einer endlichen Welt. Der Grundfehler liegt im also System, weswegen es mal eben ausgewechselt werden sollte. Gemeint ist das globale Wirtschaftssystem.
Ähm… ja… also ich als SciFi-Fan wünsche mir spätestens hier eine Alien-Invasion, die den Fokus des Individuums auf die Gemeinschaft lenken soll. Aber ich fürchte fast, dass man beide Ereignisse als Utopie auffassen kann.
Oder hey… wie könnte man besser für eine Aussteiger-Gemeinde werben als mit „Geld ist Unterdrückung“? Wobei ich den Slogan „Verzinsung gehört bestraft“ besser finde.
Wie war das nochmal mit dem Feindbild? Ist der „böse Bänker“ ausreichend oder überhaupt hilfreich? Es gibt ja mittlerweile eine Vielzahl von Berufen, die nicht unbedingt Stürme des Jubel herbeirufen. Dabei sollte es doch eher bekannt sein, dass Korruption an keinen Beruf gebunden ist. Und so ist das einfache Schubladen- und Klischee-Denken schon mal ausgehebelt. Ja, da haben es die Misanthropen unter uns leicht: einfach mal alle Menschen verachten.

Hm… zugegebenermaßen möchte ich diesen Eintrag so nicht beenden. Ich bin der Ansicht, dass Gier und Egoismus nicht in der Natur des Menschen liegen. Wahrscheinlich (hoffentlich) wissen es die meisten nur nicht besser. Und damit lässt sich doch ruhigen Gewissens an die Menschheit glauben, oder?
Es verbleibt mit einem Reservepaket Hoffnung
F.

PS: in einem folgenden Beitrag soll es ein wenig um Glauben gehen.

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