Details in the fabric

Interessant, dass zum folgenden Eintrag gerade eine Art Kollaboration oder Duett läuft. Und es passt sogar stellenweise, wenn man den Text kennt.
Wie neulich angemerkt, will ich mal ein paar Zeilen zum Thema Einsamkeit verlieren.
Es ist schon erstaunlich, was dieser Begriff alles zu bedeuten vermag (hallo Wikipedia). Und so wäre auch hier wieder (wie so oft) die Auslegungssache entscheidend. Ich denke diesbezüglich beispielsweise in erster Linie an eine erholsame Abgeschiedenheit und weniger an die Trennung von Menschen. Selbst die mit dem Zustand nicht selten nach einer Weile aufkommende Melancholie kann aus meiner Sicht nützlich sein. Und sei es nur aus dem Grund, die zusammengestellte Depri-Playlist auf Tauglichkeit zu testen.
Abgeschieden – das sind Stunden im Leben, in denen ich Ereignisse reflektieren, Gedanken sortieren, Ideen gewinnen oder geistige Klarheit erreichen kann. Und ich würde nur ungern darauf verzichten, weil ich an diese Balance gewöhnt bin. Mulmig wäre mir zu Mute, wenn eine Seite dominieren würde. Tagelang unter Leuten sein oder tagelang nur in der Wohnung hocken – keine schöne Vorstellung, da Ausnahmesituation. Da mögen andere Leute natürlich einen anderen Standpunkt haben. Und wahrscheinlich ist bestimmt auch dies eine Frage der Gewohnheit.

Auslegung und Gewohnheit – zwei ziemlich mächtige Werkzeuge. Vielleicht sollte ich mal darauf achten, wie oft ich darauf verweise. Andererseits ist zumindest Ersteres ein fundamentaler Bestandteil dieses Blogs. Und mir erscheint es auch ermüdend, andauernd auf die Subjektivität meiner Einträge hinzuweisen. Politische Korrektheit kann aber auch anstrengend sein. Das führt mich zu einer anderen Fragestellung, die ein interessantes Gespräch füllen könnte… Überschrift  >>“Soll man jedem gefallen?“ oder „Scheiß auf deine Freundlichkeit!“<< … eigentlich sehr treffend. Da kann man sich einen Untertitel wie „Höflichkeit in der heutigen Gesellschaft“ sparen.
Ja, lieber Leser, ich erreiche wieder den Punkt, an dem der Monolog durch eine Thematik unterbrochen wird, die ich so in diesem Rahmen nicht lösen möchte. Hier nun einfach meine Meinung dazu hinzuschreiben, habe ich nicht vor, da ich Ihren Gedankengang anregen und nichts vorkauen möchte.

Noch kurz was zu meinem Wochenende. Ich bin sehr froh, dass ich mal an einem Abend im übertragenen Sinne „auf zwei Hochzeiten tanzen“ konnte. Es wurde gelacht und gesungen. Und nicht zuletzt habe ich wieder ein Buch gelesen (wenn auch ein sehr dünnes).
Es verbleibt in Eile
F.

PS: das Video „Money as Debt“ soll in einem folgenden Eintrag behandelt werden.

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Eine Antwort to “Details in the fabric”

  1. P aus BB Says:

    Einsamkeit kann man meiner Meinung nach konsumieren … je nach Bedarf dosieren … und entsprechend dem Gebrauch und der eigenen Verfassung kann man danach süchtig werden oder geradezu eine Aversion dagegen entwickeln …
    Und genau an dem Punkt beginnt auch das Problem, dass Menschen zu anti-sozialen Wesen „verkommen“ oder krampfhaft versuchen durch Omnipräsenz in Gesellschaft nie allein zu sein. Das gesunde Maß ist da von Person zu Person unterschiedlich und auch stimmungsabhängig.
    In direktem Zusammenhang dazu steht meiner Sicht nach auch wie sich die Menschen geben – ob sie nun scheißfreundlich jedem nach dem Mund reden oder doch lieber jemandem mal über den selbigen fahren um diesen zum schweigen zu bringen…
    Höflichkeit ist also Privatsache :c)

    G.
    P aus BB

    PS: klingt nach nem guten Wochenende – Karaoke?

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