Great escape

Zuerst eine Bemerkung am Rande: Kevin Rudolf und nicht Gwen Stefani.
Die große Flucht. Damit verbunden kommt neben dem tollen Begriff „Eskapismus“ die Frage nach dem „wovon“. Die Antwort darauf ist meist so einfach wie auch komplex: Realität (or „RL“ for the web crowd). Eine aus meiner Sicht sehr verständliche Form des Zeitvertreibs, wenn für einen beispielsweise „Minderwertigkeit“ oder „Ausgrenzung“ mehr als nur Schlagworte sind.
Auch die Gestaltung der „Flucht“ ist so individuell wie die Ursache. Oftmals kann man die Hilfsmittel als Medien abstempeln. Sei es nun Musik, Kunst, Film, Literatur oder Videospiel… alles Medien. Die anderen Möglichkeiten lasse ich mal großzügig aus.
Ich mache kein Geheimnis daraus, dass mir diese Flucht wichtig ist, wenn sie sich anbietet. Und ich sehe das nicht kritisch, da ich darin eine Art Balance finde. Mit Musik für kurze Zeit in andere Klangwelten eintauchen, lässt mich nicht selten neue Kraft tanken.

„Das Leben ist hart…“ – so in der Art wird der Sachverhalt gelegentlich abgeschlossen. Aber ist die Welt oder besser die wahrgenommene Welt nicht eher geprägt durch den subjektiv gefärbten Blick eines jeden? Insofern ließe sich das Zitat als ein halbherziger Versuch von Empathie interpretieren. Wie hoch sollte der Stellenwert von Empathie überhaupt sein? Diese Frage bietet eine interessante Grundlage für eine Gesprächsrunde. Aber auch hier ist der Stellenwert wieder zu hinterfragen. Ich finde, dass die modernen Kommunikationsformen wie Messenger oder Chatroom keinen adäquaten Ersatz darstellen, auch wenn sie dank Vernetzung so bequem sind und Distanzen überbrücken können. Ein Smiley allein macht noch kein Lächeln. Hingegen ist die Möglichkeit der unauthentischen Selbstinszenierung größer in einer Kommunikation, die sich auf Text beschränkt. Und damit kommt man wieder zur Flucht vor der Realität in Form der eigenen Person. Und ist das nicht traurig? Mir jedenfalls fällt es gerade schwer, da noch positive Aspekte zu finden, außer vielleicht den Eindruck, des Gefühls der Einsamkeit zu entgehen.

Na gut, dieser Absatz erscheint mir mit einem hoffnungslosen Grundton behaftet zu sein. Und ich gestehe, dass ich gern weniger komplizierte Formulierungen verwendet hätte. Aber das Thema ist ja nicht neu. Der Punkt „Einsamkeit“ soll später nochmal etwas mehr Beachtung finden.
Es verbleibt mit schweren Augenlidern
F.

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